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Dauerstillen

Sehr geehrtes Expertenteam,

Mein Sohn Louis ist 3 Wochen alt und wurde per Notkaiserschnitt geboren, anschließend hatten wir bezüglich mir, da ich durch die Pda verletzt wurde einen erneuten Krankenhausaufenthalt. Seit 2 Wochen sind wir zuhause und seit dem hängt der Kleine dauerhaft an meiner Brust und trinkt, saugt oder schläft an ihr. Ablegen funktioniert gar nicht mehr und ich habe das Gefühl ich komme zu nichts anderem mehr da der Kleine meine komplette Zeit in Anspruch nimmt. Lt Hebamme wäre das Verhalten normal. Hatte schon Angst dass er evtl nicht genug bekommt etc. Aber er nimmt zu und hat auch sehr häufig nasse Windeln und Stuhlgang. Erwarte ich von unserem Neugeborenen zuviel oder was kann ich anders machen. Sobald er die Brust sucht geb ich sie ihm, da er sonst wie am Spieß schreit. Ich muss mit Stillhütchen stillen wegen zu flachen Brustwarzen. Mich wundert es einfach nur weil bei anderen Bekannten bzw Freundinnen die Mahlzeiten viel geregelter sind und nur über den Abend evtl das Stillen öfter verlangt wird aber bei uns es den ganzen Tag und Nacht so geht.

Ist mein erstes Kind und ich bin sehr verunsichert und frage mich ob ich was falsch mache od ob ich ihn schon zu sehr verwöhnt habe oder ob das normal ist etc. Und schreien lassen kann und möchte ich nicht da ich nie weiß ist es saug od Essbedürfnis. 

Mit freundlichen Grüßen

Julia 

Bisherige Antworten
Expertin-Sampaolo
Expertin-Sampaolo | 25.08.2021, 14:34 Uhr
430 Beiträge seit 19.12.2012

Re: Dauerstillen

 

Hallo Julia,

für manche Kinder ist genau das einfach normal und richtig und wichtig: Ganz nah an Mama zu sein und Sicherheit an der Brust zu tanken (nicht nur Nahrung).

Manchmal ist es die Persönlichkeit, manchmal ein turbulenter Start ins Leben. Aber egal warum ein Kind sehr viel Nähe und sehr häufiges Stillen braucht: Verwöhnen tut man es nicht, wenn man ihm entgegenkommt. Und Stillen nach Bedarf ist wirklich ok. Auch wenn der Bedarf sehr groß ist. Alle ein bis zwei Stunden zu stillen ist für Neugeborene ok.

Schau mal, ob du es euch beiden einfacher machen kannst, wenn du ihn in den nächsten zwei, drei Wochen viel noch Haut an Haut hast, vielleicht mit einem Bonding-Top (es ist ja noch wochenbett für euch, nutz das gerne). Wenn es dann nicht besser wird oder gar mehr, wenn er schlecht zur Ruhe kommt, auch wenn er bei dir ist, schau mal ob du vor Ort Unterstützung bekommst, bei einer Schreiambulanz z.B. (dafür muss man kein Schreibaby haben, ein guter Anlaufpunkt ist solch eine Einrichtung trotzdem) oder bei einer Stillgruppe.

Herzliche Grüße

Sonia Sampaolo

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