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Milchsekretion nach Abbruch

Guten Tag,

Ich habe dieses Thema bereits bei meinem Frauenarzt, als auch in der Kinderwunschklinik angesprochen aber außer erstaunte Gesichter wurde bisher noch nicht darauf eingegangen. Deshalb Versuche ich es jetzt doch hier einmal.

Ich war vor 13 Jahren einmal spontan schwanger. Diese Schwangerhaft habe ich damals in der 10SSW abgebrochen. Mehrere Wochen später bekam ich einen Milcheinschuss (beim Fernsehen plötzlich nasses T-Shirt erst links, dann rechts). Seither kommt bei mir eine seriöse oder milchige Flüssigkeit aus der Brust, wenn ich die Brustwarzen zusammenkneife. Das war früher sehr viel mehr und die Brüste taten sehr weh in manchen Zyklusphasen. Jetzt ist es nicht mehr so schmerzhaft aber dennoch funktioniert das mit der Sekretion, je nach Zyklusphase, immernoch. Mein logischer Schluss ist, dass ich zuviel prolaktin haben muss. In manchen Blutuntersuchungen hatte ich das auch, laut Labor wurde aber auf Stress getippt. 

Ich versuche seit 4,5 Jahren schwanger zu werden. Laparoskopie sagt alles offen, alles gesund. Mein Eisprung und meine Menstruation kommen pünktlich wie die Uhr. Ich habe definitiv Eisprünge (ich spüre sie sehr stark aber zur Verifizierung habe ich eine Weile auch Basalttemperatur gemessen und Ovulationstests gemacht). Das Prolaktin, falls es denn erhöht sei, hindert also nicht meinen Eisprung. Meine lutealphase ist auch nicht kurz (13 Tage). Mein Mann hat gutes Sperma, ich habe es auch mit einem anderen Partner bereits 2,5 Jahre erfolglos versucht, auch bei dem war das Sperma gut. Ein Prolaktinom schliesse ich jetzt einfach Mal aus, da das Prolaktin nicht so hoch ist, dass es darauf hinweisen würde, oft ja auch schon im Normalbereich gemessen wurde und außerdem habe ich Mal bei einer Studie ein MRT bekommen, die Neuroradiologen hätten mir das mitgeteilt, wenn sie per Zufallsbefund etwas an der Hypophyse gesehen hätten. Ich hatte das mit diesem Hintergedanken extra bei der Studieneinwilligung erklärt, dass ich Zufallsbefunde gerne wissen möchte, wenn es etwas pathologisches gäbe.

Ich nehme jetzt einfach Mal auf gut Glück Mönchspfeffer...

Meine Frage an Sie:

Haben Sie das schonmal gehört, dass eine Frau Wochen nach dem Abbruch noch einen Milcheinschuss hatte? Psychisch habe ich diesen Abbruch damals sehr schlecht verarbeitet... Könnte das eine Erklärung sein?

Glauben Sie, dass auch trotz absolut regelmäßigem Zyklus ohne Zwischenblutungen und gesichertem Eisprung (auch per Ultraschall immerwieder bewiesen und von den Ärzten"gelobt" wieviele schöne Eier da als am anreifen sind), dass der Grund meiner Unfruchtbarkeit mit der Milchsekretion aus der Brust zusammenhängt? 

Haben Sie sonst noch eine Idee was ich machen könnte außer jetzt Mal versuchsweise Mönchspfeffer zu nehmen? 

Ich bedanke mich schon im voraus für Ihre Antwort und hoffe, dass jemand etwas dazu sagen kann. Bisher war das alles nur ein großes Rätsel für die jungen Assistenzärztinnen in der Kinderwunschklinik der Uniklinik und die haben auch kein Interesse daran gezeigt sondern mir sofort zur Insemination geraten. Das würde ich auch machen aber wenn das ganze ein Progesteron-/Prolaktin-problem in meinen Körper wäre, dann hilft das ja auch nichts... Außerdem beantwortet es meine Frage nicht.

Mit freundlichen Grüßen

L.S.

Bisherige Antworten
Experte-Scheufele
Experte-Scheufele | 14.01.2021, 14:57 Uhr
206 Beiträge seit 27.10.2020

Re: Milchsekretion nach Abbruch

Hallo,

vielen Dank für die Nutzung unserer Plattform, gern beantworte ich Ihre Frage.

Sicher ist die Anwendung von Mönchspfeffer hier kein Fehler, wenn die Sekretion weiter besteht, würde ich aber doch nochmal zur Abklärung raten. Eine zu empfehlende Anlaufstelle dazu wäre ein Endokrinologe. Sollte das keine weiteren Erkenntnisse bringen und sonst alle Befunde wirklich im Normbereich sein, wäre die Insemination tatsächlich der richtige Schritt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für den weiteren Verlauf.

 

Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen helfen konnte.

Für weitere Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung und wünsche Ihnen alles Gute.

Freundliche Grüße,

Dr. Norbert Scheufele

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