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Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Ihr lieben,
ich bin die neue Frau im Leben eines Kindsvaters und somit stehe ich auf der anderen Seite als die meisten von euch hier. Ich hoffe, dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, könnt ihr mir helfen. Fühle mich total gefrustet und deprimiert.
Ich habe meinen Mann vor 2 Jahren kennengelernt, letztes Jahr haben wir geheiratet, im Frühjahr Haus gebaut und im Dezember erwarte ich mein 1. Kind von ihm. Unsere Beziehung ist so glücklich, dass ich manchmal denke ich träume. Wenn da nicht die Ex samt Kind (6 J.) wäre... Ich möchte hier nicht weiter auf sie eingehen. Wir vermeiden jeglichen Kontakt. Mein Problem sind die Tage und regelmäßigen Wochenenden mit Kind. Am Anfang habe ich mir Mühe gegeben, aber mittlerweile ist er für mich nur ein Eindringling in meine neue Familie. Ich kann ihn kaum ansehen oder mit ihm reden, könnte ihn ständig maßregeln. Mein Mann ist hin- und hergerissen zwischen uns beiden und versucht es jedem, Recht zu machen. Das macht ihm sehr zu schaffen. Was wiederum mich traurig macht. Denn ich liebe ja meinen Mann und möchte nicht, dass er in so einer Situation ist. Aber ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen. Ich bin an den Besuchstagen kühl zu meinem Mann und unser Familienleben ist total durcheinder. Alles dreht sich dann logischerweise um das Kind. Und mein Mann versucht natürlich in den wenigen Momenten,wo er ihn hat, es für ihn schön zu machen, nicht so streng zu sein usw. Was mich nun wieder aufregt. Es ist ein endloser Kreislauf. Für meinen Mann wird sein Sohn logischerweise immer dazugehören und ich wiederum führe einen stillen Kampf gegen ihn.
Ich bitte euch sehr um eure Meinungen, Ratschläge - was auch immer. Ich bin euch sehr dankbar dafür.
LG Steffi
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Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Liebe Steffi,
ich finde es mutig von Dir, Deine Gefühle so offen zu schildern. Ich bin in derselben Situation wie Du, mein Freund hat drei Kinder (5, 7, 9 Jahre alt), die seit drei Jahren regelmässig bei uns sind. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich irgendwie mit seinen Kindern auskommen muss, denn sie gehören zu ihm. Und ich muss versuchen, ein einigermassen gutes Verhältnis zu ihnen zu bekommen, um die Kinder, die aufgrund der Trennungssituation sowieso verstört genug sind/waren, Sicherheit zu geben. Bei uns klappt das auch sehr gut, die Kinder kommen gern auch zu mir, und ich unternehme auch schon mal etwas allein mit ihnen bzw. mit einem oder zwei, wenn der Papa einem Kind jeweils abwechselnd mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt (zu dritt kommen die individuellen Bedürfnisse doch oft zu kurz). Die Mutter der Kinder kommt auch öfter zu uns zum Essen, wenn sie die Kids bringt oder abholt. Aber ich schweife ab *g*
Ich denke, Du solltest Dich Deinen Gefühlen stellen und evtl. sogar professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Gerade weil Du nun auch ein Kind bekommst, wird sich die Situation eher zuspitzen, befürchte ich. Und es ist ja nicht im Sinne Deines Mannes oder Deines Stiefsohnes, dass er abgelehnt wird oder sich so fühlt. Wenn Dein Mann und Du getrennt wärt, und da wäre eine andere Frau, die Deinem Kind bei den Besuchen solche Gefühle entgegenbringt, wäre es für Dich wahrscheinlich auch schwer auszuhalten.
Gefühle von Eifersucht, Neid oder Ablehnung kann man besprechen und auch eine Lösung finden, wie man damit umgehen kann. Das kostet Kraft, aber ich denke, alle können dadurch profitieren. Wichtig ist, dass Du sie überhaupt wahrnimmst, dann kannst Du Dir auch helfen lassen! Auch wenn es schwer ist.
Liebe Grüsse,
Regine

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Danke für Deine Worte! Ich empfinde meine Stellung gar nicht als mutig. Aber mir ist schon klar, dass die Kindsmutter in der Gesellschaft einen wesentlich besseren und glaubhafteren Ruf geniesst als die neue Partnerin des Kindsvaters. Da wird man immer erstmal abgestempelt, als diejenige, die den Vater weggenommen hat.
Ich denke mittlerweile über professionelle HIlfe nach. Aber die Lösungswege die mir da geboten werden, weiss ich im Prinzip schon jetzt. Das Problem ist eher: Ich muss die Wege gehen WOLLEN. Momentan habe ich eher das Problem, dass ich nicht will. Ich will das Kind nicht, ich will nicht lieb zu ihm sein, ich will nicht mit ihm reden. Ich bin derart in diese Ablehnung hineingeschlittert, dass ich da richtig blockiert bin. Am Anfang war das anders. Das Kind ist auch nicht frech zu mir oder hört nicht. Er hat halt dann an diesen Tagen nur seinen Papa als Bezugsperson. Das stört ihn glaub ich nicht weiter. Er hatte mich ja vorher auch nichts und vermisst dadurch gar nichts durch meine Ablehnung. Allerdings befördere ich mich dadurch ins Abseits und die beiden machen alleine irgendwelche Aktivitäten oder unterhalten sich.
Die ganze Situation ist sicher auch verhärtet, weil ich gar kein Verhältnis zur Mutter habe und auch nur negatives mit ihr verbinde aus Gesprächen aus der Vergangenheit oder Briefen an uns. Sie will mich nicht sehen und kommuniziert nur mit meinem Mann und dann auch im Befehlston. Die Ablehnung zur Mutter hat sich bei mir dermaßen auf das Kind übertragen. So ist das immer schlimmer geworden. Ich bin ein Harmonietyp. Ich würde wahrscheinlich eher mit der ganzen Sache klarkommen, wenn zwischen mir und der Mutter so etwas wie bei euch herrschen würde. Vielleicht kommt so etwas mit der Zeit. Es ist ja noch relativ frisch bei uns. Ich sehe momentan für mich nur das Licht am Ende des Tunnels, indem ich mir sage, in ein paar Jahren hört dieses regelmäßige Besuchsrecht auf und dann kommt er freiwillig und wird uns nicht so "zugeteilt". Dann wird er irgendwie merken, dass er nicht ganz so willkommen ist von mir und vielleicht nicht mehr so oft kommen. Oder er trifft sich mit seinem Vater außerhalb. Damit könnte ich eher umgehen. Aber das sind miese Gedanken - ich weiss....

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Liebe Steffi,
Du siehst es ja schon als Problem an, dass Du die möglichen Wege nicht gehen willst. Genau darum kannst Du ja auch Hilfe in Anspruch nehmen! Wieso, warum, weshalb willst Du das Kind nicht akzeptieren. Ich bin mir sicher, dass Du in dieser Frage weiter kommst, und das tut sicher nicht nur Deinem Mann und seinem Sohn sondern auch Dir gut.
Liebe Grüsse,
Regine

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

hallo steffi1977, ich finde es auch mutig von dir, deine gefühle so offen zu schreiben. ich bin schon eine weile hier im forum (obwohl ja zur zeit bissel ruhe ist) und hab schon vieles gelesen. wenn man so ehrlich wie du postet wie du, muß man sicher auch mit kritik rechnen.
von mir kommt keinerlei kritik, denn ich sitze mit dir in einem boot und denke zu 100% wie du. die situation bei mir ist ähnlich, nur daß mein mann und ich kein gemeinsames kind haben.
als ich meinen mann lieben lernte, waren die jungs 6 monate alt - jetzt 8 jahre -, sie sind also mit mir "aufgewachsen" sozusagen. ich habe schon gewußt, daß da kinder sind (weiß man echt vorher , worauf man sich einläßt???), und ich habe mir mühe gegeben, viel mühe gegeben.
aber ich habs nur bis vor 2,5 jahren "ausgehalten", dann kam ich absolut nicht mehr damit klar, daß diese kinder anscheindend an 1. stelle stehen, laufend unser familieleben stören und ich ständig zurückstecken muß...
meine lösung ist seitdem, daß ich an den umgangs-woen einfach verschwinde. ich bin nicht da, habe damit nix zu tun mehr, ich will nix sehen, nix wissen. dann kann mein mann seine kinder bespielen und ihnen seine ganze aufmerksamkeit wirdmen.
ich verneige mich tief vor allen, die fremde kinder mögen und sie in die neue familie integrieren. hut ab, wer so was kann.
lg.
meine abnehmkurve

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Liebes Swchen,

ich glaube nicht, dass Du Dich vor denen, die ihre Stiefkinder (ein Wort, das mich immer an Schneewittchen und böse Stiefmütter erinnert, aber egal...) mögen oder sogar mehr, nicht verneigen musst. Es ist wie im richtigen Leben auch, manche Menschen mag man, einige wenige sogar sehr - und manche eben nicht.

Die Tochter meines Liebsten ist erst ein paar Monate in meinem Leben, insofern weiss ich natürlich nicht, was die nächsten Jahre bringen werden - aber sie ist ein ganz besonderer Mensch für mich. Sie ist ein wunderbares kleines Mädchen, das ihrem Vater in vielem sehr ähnlich ist, und vielleicht ist es auch genau aus diesem Grund so, dass ich mich ihr sehr nahe fühle... Aber ich freu mich darauf, sie groß werden zu sehen!

Liebe Steffi,

hast Du denn mal mit Deinem Mann über Deine Gefühle reden können? Ich stelle mir die Situation für Dich wirklich belastend vor, gerade weil man ja eigentlich auch gar nicht so fühlen will, oder? Wie ist es, wenn Du mal mit dem Sohn Deines Mannes allein bist? Kannst Du dann einen Zugang zu ihm finden?

LG, Rhea

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Liebe Steffi!
Auch ich finde es sehr mutig von dir,dein Empfinden so offen zu schildern.Man ist sehr oft alleine mit seinen Gefühlen und deshalb ist es sehr wichtig,sie irgendwo mitteilen zu können!
Ich hab eine Stieftochter,die mittlerweile 15 Jahre alt geworden ist.Ich hab sie mit 4 kennengelernt und wir zwei verstehen uns wirklich sehr sehr gut.Trotzdem kenn ich deine Gefühle.Bei mir war es die Angst,im Leben meines Mannes niemals Nummer 1 sein zu können ,weil ja schon jemand in seinem Herzen Nr 1 war und auch die Angst,die zwei könnten gegen mich so eine Art Front bilden ,bei der ich immer aussen vor bleiben müsste usw.
Es ist nicht immer leicht gewesen,dieses Kind zu mögen.Aber mit der Zeit sind wir so sehr zusammengewachsen,dass ich sie wirklich genauso liebe wie meine 3 eigenen Kinder die ich mit meinem Mann bekommen hab.Natürlich kamen da auch Konflikte,vor allem in der Pubertät,aber da hab ich sehr offen und auch ziemlich hart mit ihr gesprochen.Die Situation ist auch für sie sehr hart,denn ihre leibliche Mutter ist Psychisch krank,sie ist Drogensüchtig und mittlerweile in der Psychiatrischen Klinik,wahrscheinlich auf Lebzeiten (haleluja,für mich ist das natürlich ein Triumph) und deshalb hat meine Grosse,die leider im Frühling mit ansehen musste in welchem Zustand ihre Mutter wirklich ist,sich nun voll und ganz für mich entschieden,sie nennt mich auf einmal Mutter,obwohl sie mich all die Jahre mit dem Vornamen angesprochen hat! Aber ich verfang mich auch in meine Story,ich will ja eigentlich dir helfen ;-)
Also: Ich weiss wie schwierig solche Situationen sind.Natürlich empfindet man ein fremdes Kind Anfangs als Eindringling.Aber ich finde,man kann Lernen,damit zurecht zu kommen.Das Kind kann nichts dafür dass es geboren wurde,es möchte einfach nur mit seinem Vater zusammen sein.
Das Kind bedroht dich und deine Familie nicht,es hat seine eigene!Gesteh deinem Mann zu,Zeit mit seinem Kind zu verbringen.Er liebt es ganz bestimmt nicht mehr als er euer gemeinsames Kind lieben wird!Versuch daran zu denken,dass das erste Kind deines Mannes genauso sein Kind ist,wie euer gemeinsames Kind sein Kind sein wird,nur dass es eben eine andere Mutter hat.
Dein Kind und sein erstes Kind werden Halbgeschwister sein.
Ich weiss,es ist sehr sehr schwer über seinen eigenen Schatten zu springen,aber wenn deine neue Familie harmonisch funktionieren soll,müsst ihr einen Weg finden!Mir hat sehr viel geholfen,dass auch ich mitbestimmen durfte,da ja auch ich nun zur Familie gehörte (das musste meine Stieftochter ja auch erstmal akzeptieren lernen) und was zu sagen habe.Rede mit deinem Mann,dass auch Du mitbestimmen möchtest,was bei euch zuhause ok ist und was nicht.Versuch den Kleinen kennenzulernen,er möchte wirklich nicht deine Familie bedrohen sondern seinen Papa sehen,den er bestimmt sehr vermisst.Klar,du musst vielleicht in den Stunden in denen er da ist,zurückstecken,aber führ dir vor Augen,wie viel Zeit du mit deinem Mann hast ohne den Jungen!
Bei uns wars so,dass ich nie Zeit ohne die Kleine hatte weil sie bei uns Wohnt.Ich hab sie ab und zu zur Grossmutter geschickt aber das ging halt nur für ein paar Tage bzw,Stunden....
Ich drücke dir beide Daumen dass ihr es schafft,mit der Situation klarzukommen,sonst vergiftet die Sache eure Beziehung.Aendern kannst du die Tatsache eh nicht,dass da ein Kind ist!
Ich drück dir die Daumen,schicke dir eine Portion Kraft rüber und wenn du jemanden zum reden brauchst,schreib mir einfach,ich bin für dich da.
Gruss Susi mit 4 Räubern ;-)

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,
ich bin in einer anderen Situation als du (habe ein Kind *mitgebracht*, statt es akzeptieren zu müssen) und kann deshalb nicht aus erster Hand nachvollziehen, wie es dir damit geht. Aber ein paar Aspekte möchte ich trotzdem noch dazu schreiben, die mir beim Lesen durch den Kopf geschossen sind.
Erst einmal glaube ich wirklich, dass solche Situationen eine Eigendynamik entwickeln, der man sich schwer entziehen kann. Gerade in dem Versuch, jemanden zu mögen hat man doch eigentlich keine Chance, das wirklich und ehrlich zu können. Es *muss* ja! Und klar musst du irgend einen Weg gehen wollen, wenn du Hilfe in Anspruch nimmst. Aber das ist in meinen Augen kein Grund, Hilfe *nicht* anzunehmen, denn vielleicht kommt durch Gespräche auch ein Weg aufs Trapez, der dir zusagt und den du durchaus gehen würdest. Zweitens würde ich nicht für dich alleine eine Beratung aufsuchen, sondern eine Familienberatung suchen, die sich mit solchen Konflikten auskennt. Es ist ja nicht nur kurzsichtig, nur dich für alles verantwortlich zu machen, sondern auch die anderen verhalten sich nicht (nur) förderlich. Vor allem nicht die Kindsmutter, wenn sie dich denn im Grunde ignoriert. Ich denke, dass ihr Verhalten und euer Verhältnis wirklich der Schlüssel zum Kind ist. Und wenn sie dich macht und nichts verändern will, könnte dein Mann trotzdem mit dir stärker eine Gemeinschaft demonstrieren und du lernen, den Jungen als Einzelmenschen zu sehen?!? Wer weiß!!? Drittens: Du bekommst ein Kind. Das wird das Halbgeschwisterchen des Jungen sein, und die beiden Kinder werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach mögen. Ich fände es schrecklich für sie, wenn sie nicht unvoreingenommen an einander herangehen können, weil sie spüren, dass du den Junge nicht da haben willst, und ich fände es auch furchtbar für dich, wenn du immer weiter rausgedrängt würdest, weil dein Mann und die Kinder sich dann an diesen Wochenenden haben und du nicht dabei sein magst. Da du nicht schreibst, dass das Kind sich fürchterlich benimmt oder warum-auch-immer abstoßend ist, sehe ich durchaus eine Chance, etwas zu ändern. Es ist seine Mutter, die du nicht ertragen kannst? Dann ändert was in Bezug auf sie, auf Regeln, die auch sie befolgen muss usw. Ich weiß nicht, ob sie bei einer Beratung mitmachen würde (wahrscheinlich eher nicht?). Aber deinem Mann kannst du vielleicht mal in Ruhe darlegen, was der Punkt genau ist. Noch besser: Findet das gemeinsam raus, geht zu einer Familienberatung/-therapie! Schaden kann es doch nicht, und sonst wird die Lage immer verzwickter.
LG, Joan

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,
ich kenn Deine Situation, bin auch Teilzeitmutter (Stiefmutter hört sich immer nach nem bösen Märchen an). Ich kenne den Großen seid dem er 5 Jahre ist, nu ist er 14. Anfangs war es nicht einfach, absoluter Haß auf die Ex (beruhte aber auf gegenseitigkeit). Teilweise auch groll auf den Jungen weil er nun mal die Nummer eins im Leben meines Mannes ist. Dann kam unser gemeinsames Kind (jetzt 6 Jahre alt) und meine Angst unterschiede zu machen zwischen "meinem" und "seinem" Kind zu machen aber dem ist zum Glück nicht so. Heute kann ich aus ganzem Herzen sagen ich habe zwei Kinder und mit der Ex hab ich auch ein prima Verhältnis. Und ja ich habe den Standpunkt man weiß vorher worauf man sich einläßt (auf Proteste bin ich gefaßt), außerdem was kann das Kind dafür das die Beziehung seiner Eltern nicht funktioniert hat und eine neue Partnerin kommt...........
Bei Dir speziell denke ich das es eine Kopfsache ist, soll heißen solange es in dir und deinem Hirn nicht klick macht wird sich an der Einstellung/Situation nichts ändern.
Gruß Sonja die im Herzen ihres Mannes nicht Hinten an steht sondern auf gleicher Höhe wie die Kinder

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,

ich habe auch einen Vater mit zwei Kindern geheiratet. Die allerdings schon immer bei ihm sind, somit war auch klar, dass die Kinder dazugehören und dass ich eine Familie heirate.

Das Problem ist wirklich, dass du eifersüchtig auf den Jungen bist und vielleicht glaubst, dass er dir deinen Mann wegnimmt. Vielleicht hilft es dir, wenn du den Jungen als Bereicherung siehst, du kannst schon einmal "üben", mit Kindern umzugehen. Immerhin hast du bald selbst eins. Du und eure Beziehung hast/hat auf Dauer nur eine Chance, wenn du dich damit abfindest, dass ein Kind da ist und du versuchst, etwas gutes an dem Jungen zu finden! Sonst leidet auf Dauer deine Beziehung, weil dein Mann sich jetzt schon hin- und hergerissen fühlt, wie du schreibst. Pass auf, dass es ihn nicht "zerreißt"!

LG Tina

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

PS: Ich habe jetzt mal noch einige Antworten gelesen und kann dir nur Mut machen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das wird dir sicher klar machen, warum du ihn so ablehnst und das ist schon der erste Schritt zum besseren Klar-Kommen.

LG Tina

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Tina,
Danke für Deine Antwort. Ich habe nochmal mit meinem Mann gesprochen (wir sprechen über alles und ständig miteinander - daran scheitert es also nicht - wir kennen jeden unserer Gedanken). Und beide sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass wir das ohne Hilfe von außen schaffen. Da wird einem auch nur gesagt, was man selber schon weiß. Die Überwindung und Selbstdisziplin, an den Zuständen etwas zu ändern, muss man letztendlich selber aufbringen. Ich finde, dass mein Verhalten nicht abartig oder unnormal ist. Mein Mann hat großes Verständnis für mich. Dieses Kind ist nicht mein Kind. Ich muss es nicht abgöttisch lieben oder die Wochenenden wunderschön finden, an denen es da ist. Ich muss mir einfach nur bischen Mühe geben, mit diesen Besuchszeiten klar zu kommen, ein bischen nett zum Kind zu sein und den beiden (Vater und Kind) ihren Freiraum geben. Mehr erwartet mein Mann auch nicht von mir. Sein Kind wird immer da sein. Aber es steht nicht an erster Stelle. Wir haben ihm mittlerweile von dem baldigen Nachwuchs erzählt. Den Zusammenhang, dass er ein Stiefgeschwisterchen bekommt, versteht er nicht - aber er war fasziniert von meinem Bauch und den Bewegungen darin. Das hat mir Freude gemacht. Mehr erwarte ich auch nicht. Für mich ist das Thema Stiefgeschwister nicht relevant.
Wenn ich meine Abneigung näher analysiere, komme ich eigentlich nur zu dem Schluss, dass ich nicht auf das Kind eifersüchtig bin. Mein Mann gibt mir soviel Liebe und Zeit und Wärme, dass da nichts dazwischen kommen kann. Da verzichte ich auch gern mal 1-2 Wochenenden im Monat auf ihn. Was mich ärgert ist, dieser fremde Erziehungsstil und die fremde Familie, die an diesen Wochenenden mit dem Kind in unser Haus kommt. Und das sind Dinge, die ich bei meinem Kind mal nicht haben werde, weil ich es von klein auf so erziehen werde, wie ich es für richtig empfinde. Ich brauche auch das "fremde" Kind nicht zum Üben, wie viele so gerne sagen. Ich kann und will ihn nicht umerziehen - das ist Aufgabe seiner Mutter. Ich muss also mehr oder weniger bestimmte Fehlerziehungen (in meinen Augen) tolerierend in Kauf nehmen. Und das sich das permanent übers ganze Wochenende hinzieht - habe ich eben die Laune, wie ich sie habe, wenn er da ist. Das ist der ganze Zauber.
Also, diese (wenn auch zugegeben vielen) Worte nochmal von mir.
Freue mich immer wieder gerne über Tipps, Meinungen, Kritik.
Gruß an alle
Steffi

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,

das klingt ja schon viel besser als dein erstes Mailing. Schön, wenn ihr es ohne Hilfe schafft, und dein Posting klingt echt danach. Du hast dir Gedanken gemacht und über deine Erwartungen nachgedacht. Mehr wird bei Familiensitzungen auch nicht gemacht. Ich finde gut, dass du eher geringe Erwartungen hast. Ich habe auch nie erwartet, dass mich die Kinder als "Mutter" ansehen, da sie ihre ja haben. Dass unsere Große inzwischen Mama zu mir sagt, manchmal auch Tina, ist mehr als ich erwartet habe. So hat die Entwicklung einfach Freiraum, den sie braucht und vielleicht entwickelt sich ja auch ein "Mögen", was das Weitere wiederum einfacher macht...

Alles Gute, vor allem für das Baby und dich!

Tina mit Tobi (20), Anika (18), Paul (4) und Benjamin (6 Monate)

PS: Da fällt mir gerade ein, dass ich, als ich mit Paul vor 4 Jahren schwanger war, schon meine Bedenken hatte, wie sich das mal entwickeln wird: pupertierende Jugendliche und ein quängelndes und bockiges zweijähriges... - Aber es hat sich alles zum Guten entwickelt. Manchmal muss ich meiner Großen (18J) zwar wieder mal klarmachen, dass nicht sie die Mutter ist und sie Paul nicht erziehen soll, wenn sie wieder nur mit ihm rummeckert, aber dann geht es wieder. Im Grunde haben sich alle lieb, die Kleinen haben sich sogar zu einer Art Katalysator entwickelt, die manchen Ärger und Frust vergessen lassen. Soviel noch zu uns, ist natürlich nicht übertragbar...

LG Tina

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo,

mir ging es genauso ich konnte mich mit meinen Stiefkindern nicht anfreunden.

Meine Schwiegereltern setzen mich unter Druck. Es war für mich so schrecklich , jeder sagte du hast es doch vorher gewußt ja schon aber nicht wie es wirklich ist.

Als dann unsere gemeinsame Tochter auf der Welt war wurde es noch schlimmer ich wollte die Kinder nicht mehr sehen.

Am liebsten hätte ich seine Vergangenheit ausgelöscht.

Mit Vernunft kam man bei mir nicht weiter es ging nicht es war wie wenn mein Kopf blockiert wäre.

Wenn mein Mann liebevoll war ging es, wenn er aber sauer war konnte ich die Kinder nicht um mich haben.

Sie waren auch bereits 18,17 und 11 Jahre alt.Die zwei großen haben bei uns gewohnt der jüngste bei der Mutter.

Als mein Mann dann mal sagte da hätte ich doch gleich meine EX behalten können, oder immer nur das Baby zählt für dich. Da wurde es immer schlimmer.

Bis ic h mein Gewicht verdoppelt habe und depressionen bekam.

Deshalb kann ich alles gut nachvollziehen.

Sehr schlimm wurde es als ein Enkel kam, bei unserem Kind haben die Schwiegereltern nicht mal angerufen, da wurde ein riesen AUfstand gemacht.

Dann kam noch hinzu das nach der Geburt mein Vater starb, ich hatte keine eigene Familie mehr aus meiner Tochter.

Nina

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Nina,
das klingt alles gar nicht gut. Dagegen ist meine Situation ja das reinste Zuckerschlecken. Schwierig ist bei Dir, dass die Kinder schon so groß waren und auch noch mit im Haushalt lebten. Und ganz unmöglich finde ich die Haltung Deines Mannes. Solche Aussagen wie"Ex behalten" oder "nur das neue Baby zählt" finde ich unter der Gürtellinie. Natürlich zählt nur das eigene Kind! Die anderen sind schließlich fremde Kinder, auch wenn sie aus dem Fleisch und Blut des eigenen Mannes sind. Aber solche Gefühle ihnen gegenüber kann er einfach nicht von Dir erwarten. Hier müsste er wesentlich taktvoller sein.
Meine Schwiegereltern machen auch einen riesen Aufstand um das 1. Kind meines Mannes. Mir soll das gleich sein. Ich habe ja meine Eltern noch, die komplett in unser Leben integriert sind und die dann für mein Kind die Großeltern sind. Ich werde meinen Schwiegereltern mein Kind nicht aufzwingen. Ich habe eh kein großes Interesse daran, dass sie für mein Kind ebenso ein Tamtam machen, wie für ihr erstes Enkel. Ich binde sie auch nicht großartig in die jetztige Schwangerschaft ein. Das ist dann eben die Kehrseite, mit der sie leben müssen. Neulich haben sie meinem Mann die Ohren vollgejammert, er würde keine Zeit mehr für sein erstes Kind aufbringen. Aber so ist das nun mal - bei einer Trennung von der Partnerin trennt man sich auch irgendwie vom Kind. Jeder hat seine Familie, seine Termine. Da sind eben nur noch die 14 tägigen Besuchswochenenden übrig. Und die halte ich irgendwie aus. Sein erstes Kind wird immer da sein, aber es spielt nicht mehr die erste Geige. Wir sind jetzt die neue Familie. Und das zu erkennen wird sicherlich auch für das erste Kind schwierig sein.
Also liebe Nina, sei tapfer und red ruhig auch mal Tacheles mit Deinem Partner.
Ich wünsch dir alles Gute.
LG Steffi (im 9. Monat schwanger)

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,
bei dir ist es ja dann bald soweit, meine Tochter ist auch schwanger, ich freue mich schon bin dann Oma.
Bei mir ist es so das ich niemanden habe, mein Vater ist nach der Geburt gestorben und meine Mutter hat sich nie für ihre Kinder interessiert, ist aber auch sehr krnak, von da kam also nichts.
Da mein Mann mitbekam als wir heiratet und ich ihm sagte meine Eltern kommen bestimmt nicht, was für ihn unvorstellbar war.
Meine Mutter sagte nur dein Scheiß Heiraten interessiert mich nicht und fertig. So sagte sie es wortwörtlich.
Da sagte er du hast jetzt ja meine Eltern usw.
Aber die haben die Drei aus erster Ehe verwöhnt und unsere gemeinsame interessiert sie nicht.
Mein Mann sagt das kommt daher ds sie dich nicht mögen, du kümmerst dich ja auch nicht um meine Kinder.
nittlerweile hat sich mein Partner von mir getrennt, wie er sagte wegen seiner Kinder, die aber schon 30,29 und 24 sind .
Wenn ich ihn jetzt um was bitte wegen unserer Tochter sagt er ich habe eine neue Familie.
Weißt du die Beleidigungen sind das schlimmste und er wundert sich wenn man sich dann auch von den Kindern zurückzieht.
Er sagte noch so sachen wie wenn wir alle in den Bergen Urlaub machen würden und du würdest abrutschen und könntest dich gerade noch halten würde mein Vater dir noch auf die Hand tretten damit es in die Tiefe geht.
Oder du warst nur ein Bauchgefühl oder Tiefer für mich.
Ich denke er hat gedacht ich erziehe seine Kinder mache das gut was falsch lief, deshalb hat er mich geheiratet.
Nur sollte er sich fragen warum haben seine Kinder alle Probleme, einer war für mehrere Jahre im Gefängnis.
Meine Kinder sind gut erzogen besuchen das Gymnasium mit guten Noten.
Die große ist natürlich schon fertig mit der Ausbildung.
Danke für deine Zusprache und alles gute mit dem Baby
Nina

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,

Habe ir dein Posting und auch komplett alle Antworten durchgelesen und dachte anfangs auch: "Wow, mutig, sich hier auf diese Art und Weise öffentlich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzen!". Jedoch anworteten hier bis dato nur verständnisvolle Frauen, die in ähnlichen Situationen wie der deinigen stecken.
Meine Sicht nun ist eine andere: Ich bin eine solche Mutter, die ihre Tochter (6 Jahre) alle zwei Wochen übers WE zum Papa inkl. seiner jetzigen Familie schickt. Dort leben 2 Kinder, die von meiner Tochter als ihre Schwestern angesehen und bezeichnet werden und eine Frau, die auch gerne mal am Besuchswochenende mit oder ohne ihre Kinder zu ihren Eltern flüchtet.

Mir tut das sehr leid, dass sie in dieser Familie auch nicht so richtig ankommen kann - für mein Kind, die ja in unseren beiden Familien feststeckt und nicht gefragt wurde und wird, wie sie sich ein angenehmes Leben mit ihren beiden Elternteilen eigentlich vorstellt oder wünschen würde.
Ich hoffe immer, dass sie nicht allzu viel von dieser latenten Ablehnung der Frau dort spürt, weiß aber sehr wohl, dass sie sich seit unserer Trennung vor 4 Jahren Stück für Stück von ihrem Vater entfernt, was sehr schmerzlich für sie ist.

Wenn ich nun Folgendes lese, so bekomme ich einen richtigen eiskalten Schauer:
"Aber so ist das nun mal - bei einer Trennung von der Partnerin trennt man sich auch irgendwie vom Kind." Das mag deine selbst gewählte Sicht untermauern und deine Argumente stärken, jedoch halte ich dies für absoluten Blödsinn. Ein Kind ist enstanden aus und zweifellos häufig sogar gewollt von beiden Elternteilen - Warum also tangiert nun eine Trennung auf der Paarebene die Beziehung zum Kind? Zudem ist ein Kind IMMER Leidtragender Nr. 1 bei einer Trennung der Eltern, die es selbst nicht entschieden hat. Es ist verunsichert und sucht nach Bindung und Sicherheit ... Wie frustrierend und deprimierend muss es dann für ein Kind sein, seine Angst bestätigt zu sehen, indem es in diesem Prozess Stück für Stück ein Elternteil TATSÄCHLICH verliert?

"Jeder hat seine Familie, seine Termine. Da sind eben nur noch die 14 tägigen Besuchswochenenden übrig. Und die halte ich irgendwie aus." Kein Kind will ausgehalten werden...Man muss FREMDE (??) Kinder sicher nicht lieben wie die eigenen -das erwartet sicher auch die Umwelt nicht wirklich- jedoch sollte man ihre Gefühle und Empfindungen respektieren und mit ihnen so umgehen, wie man auch selbst gerne behandelt werden möchte. Ich jedenfalls würde mich unwohl fühlen, wenn ich irgendwo zu Gast bin, wo mir mit vielen kleinen Handlungen und Worten immer wieder klar gemacht wird, dass ich nicht gewünscht bin, sondern nur ausgehalten werde.

"Sein erstes Kind wird immer da sein, aber es spielt nicht mehr die erste Geige. Wir sind jetzt die neue Familie. Und das zu erkennen wird sicherlich auch für das erste Kind schwierig sein."
Warum spielt es an dieser Stelle plötzlich eine Rolle für dich, was dieses Kind empfindet??
In deinen Postings geht es immer um dich und dein Empfinden - das war sehr ehrlich! Das Kind und seine Sichtweise und Gefühle hast du bis dato besser außen vorgelassen - aber gerade da MUSS angesetzt werden. Dieses Kind hat Gefühle, so wie auch dein Kind, was du in deinem Bauch trägst, gefühle hat. Kinder spüren, ob sie erwünscht und gewollt sind - nicht nur vor der Geburt, auch danach immer wieder. Wie ist es dir also möglich, hier mit zweierlei Maß zu messen und dich gleichzeitig in einem Posting so abgeklärt zu geben, dass du mit Sicherheit keine Hilfe von außen benötigen würdest?

Wenn du deine Augen davor verschließen wolltest, so hättest du doch gar nicht erst hier schreiben müssen. Aber du hast hier geschrieben, auf der Suche nach... Was eigentlich? Beiträgen, die dir bestätigen, dass es schwer ist als 2. Mutter eines Kindes, als die du dich ja noch nicht einmal sehen willst? Beiträge, die dich in deiner Haltung ermutigen und sagen: Alles hat irgendwann ein Ende - du musst nur tapfer alles aussitzen??

Ich bin wirklich ziemlich wütend bei dem Gedanken daran, dass ein Kind, was keine Wahl hat, immer wieder in so eine Situation gestoßen wird und erfahren muss wie es ist, nicht erwünscht zu sein. Dass dein Partner sich auf deine Seite schlägt ist nur allzu verständlich, denn er lebt ja mit dir zusammen und dass nicht nur Teilzeit... Jedoch ist auch seine Beziehung zu seinem Kind in Gefahr, wenn du deine Haltung beibehalten willst, anstatt etwas zu ändern. Schade drum, denn...
Wir gehen ein paar Jahre weiter in der Geschichte und plötzlich kommt es in der kleinen rosa Welt zu einem Zwischenfall und holter-die-polter seid auch ihr Beide getrennt und DEIN Kind besucht SEINEN Papa alle zwei Wochen übers WE bei seiner neuen Familie. Die Frau dort ha aber keine große Zuneigung zu deinem Kind und ist auch nicht bereit, an ihrer Einstellung etwas zu ändern und auf DEIN Kind ein Stück zuzugehen.. Wie fühlst du dich bei diesem Gedanken? Und der Papa, dein Freund, steht dabei und hat auch noch Verständnis für die achso schwierige Situation seiner neuen Frau, denn das war ja schon immer so. Wo bleibt dein Kind? Wer betrachtet dessen Bedürfnisse? Wer kümmert sich um sein Gefühlsleben?? Würdest du nicht um seine Rechte kämpfen? Es schützen, damit es dieser Ablehnung nicht schutzlos ausgeliefert gegenüber steht?
Mit den letzten Sätzen, die ich von dir gelesen und hier noch einmal aus meiner Sicht beantwortet habe, hast du eigentlich auch schon selbst bewiesen, dass du an einer Veränderung der Situation kein Interesse hast - Schade, denn mit ein wenig Hilfe von außen durch einen Perspaktivwechsel, der weder dir noch deinem Partner möglich ist, könnte wohl euch ALLEN geholfen werden und es wäre vielleicht in Zukunft auch irgendwann möglich, zu viert gemeinsam wundervolle Erlebnisse und Erinnerungen zu sammeln, denen gute und harmonische Gefühle zugrunde liegen.

Grüße von
Polly, die hier mal richtig ausührlich geschrieben, aber immer noch nicht auf den Punkt gebracht hat, das in der Veränderung viele Möglichkeiten liegen

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

hallo nina
ich bin journalistin und recherchiere das thema patchworkfamilien.
würde mich sehr freuen, wenn du mich außerhakb des forums kontaktieren würdest!!!
das ist meine private adresse: nina.poelchau@online.de
viele grüße von nina

aus der sicht eines stiefkindes...

hallo steffi,
bin eben auf deinen bericht gestoßen. ja es ist mutig von dir diese gefühle zu äußern. ich weiß nun nicht inwiefern du jetzt daran gearbeitet hast - es ist ja auch schon ne zeit vergangen seit diesem posting aber ich möchte dir mal einen kleinen einblick aus der sicht eines stiefkindes geben!
ich war ein stiefkind. meine eltern haben sich scheiden lassen da war ich 10 jahre alt. natürlich lief da vorher ne ganze zeit ne andere story sonst wär es ja dazu nicht gekommen.
mein vater hatte mich anfangs auch immer versucht in seine neue familie einzubeziehen aber ich fühlte mich nicht willkommen, die "neue" war für mich die "böse" sie nahm mir den vater weg (so dachte ich damals), sie selbst mochte mich auch nicht (als kind). auch sie war mutter von 2 kindern alle beide noch recht klein (jünger als ich damals) und für mich arge konkurrenz. mein vater hatte kein probem diese kinder als "seine" kinder anzusehen obwohl es nicht die leiblichen waren. als er sie später heiratete (die "neue") und die kinder den gleichen nachnamen hatten wie ich war das für mich schlimm, keine ahnung wieso - heute bin ich stolz diesen namen zu haben und ihn als "einzig echte" aus dieser familie noch zu haben (habe ihn nach meiner hochzeit auch behalten).
mein vater bemerkte die ablehnung seiner frau mir gegenüber und die "termine" wurden spärlich bis sie gänzlich aufhörten - alerdings hatte da auch meine mutter noch ihre finger im spiel die ihren hass auf die frau schön in gesprächen mit mir schürte sodass ich diese frau ebenso hasste.
das ende vom lied war ich habe fast 10 jahre keinen kontakt zu meinem vater gehabt und ihn schrecklich vermisst und gleichzeitig dafür weiter gehasst weil er damals fortging und ich für ihn nicht existent (so glaubte ich) war.
nach diesen 10 jahren hab ich ihn (ich war inzwischen erwachsen und erwartete selbst meinen 1.sohn) zufällig in einem einkaufcenter getroffen. es tat mir weh ihn zu sehen, dennoch war ich mutig genug ihn anzusprechen. es war befremdlich und wir versuchten uns langsam wieder anzunähern bei mehreren treffen. leider erfolglos. auch als mein sohn geboren war und ich dachte hey er freut sich bestimmt das ich ihm einen enkel schenke wurde es nicht besser. er sagte mir ins gesicht er fühle sich nicht als opa und das tat mir sehr weh. und was für mich viel schlimmer war, war die tatsache und die worte über seine familie. diese fremden" kinder die er da großzog waren für ihn wie seine eigenen, er war stolz auf alles was die beiden geleistet haben, denn er sah sie aufwachsen. sie konnten alles mit ihm teilen, insbesondere viele ereignisse und erlebnisse die ich mit ihm nie erleben durfte.
das hat sehr sehr lange wehgetan und vielleicht bin ich auch heute noch nicht wirklich drüber weg aber ich hab mir zumindest jetzt einen dicken fetten panzer zugelegt der da wenig bis gar keine emotionen durchläßt. bevor ich geheiratete habe (vor 2 monaten) hatte ich nochmal ne kurze krise, denn gerade als mädchen hat man ja immer den traum das der vater einen mal am altar dem ehemann übergibt. ich war kurz davor ihn zu kontaktieren aber habe dann doch einen rückzieher gemacht denn es wurde mir eines bewußt. nach der geburt meines sohnes und ein paar treffen war wieder fast 7 jahre stille - in diesen 7 jahren hat er , mein vater es nicht geschafft kontakt zu mir zu suchen. hätte er es gewollt hätte er es geschafft. wenn er mich nicht wollte wieso sollte ich dann wollen das er an meinem glück teilhat? ich begrub diesen wunsch und bin heute doch recht froh darüber.
ich weiß nicht wie alles gelaufen wäre hätte ich ne chance bekommen mit meinem vater aufwachsen zu dürfen, und sei es nur regelmäßiger umgang gewesen - vielleicht wäre es genauso gekommen vielleicht aber auch glücklicher - ich weiß es nicht!
ich will damit nur sagen - gib dem jungen eine chance, er kann nichts dafür - er wurde nicht gefragt ob er in diese beziehung geboren werden möchte noch kann er etwas für die trennung seiner eltern. du musst ihn nicht wie dein eigenes kind lieben - ihn einfach akzeptieren und das gefühl geben er ist willkommen, das reicht schon! in einer trennung nehmen nicht nur die partner schaden, es sind meist IMMER die kinder...sei es ablehnung, sei es desinteresse...die seele eines kindes ist meist irreparabel geschädigt.
glg, sandra

aus der sicht eines stiefkindes...

liebe sandra
ich hoffe sehr, dass du in dieses forum noch gehst... die wahrscheinlichkeit ist ja nicht sehr groß, nach so vielen monaten. falls doch: ich recherchiere das thema patchworkfamilie für eine magaztingeschichte und würde sehr gerne mit dir sprechen. magst du mich mal kontaktieren?
viele grüße von nina
nina.poelchau@online.de

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hi,
hier ist ja nicht so viel Bewegung drin in dem Forum, aber mich würde mal interessieren wie es zur Zeit bei euch läuft. Ist dein Kleiner schon da?
Ich bin in ähnlicher und dennoch ganz anderer Situation. Mein "Stiefsohn" wohnt bei uns, die Stieftochter ist ab und an zu Besuch. Ich habe auch vor kurzem einen (meinen ersten) Sohn bekommen. Vorher als "kinderlose" hatte ich eine ganz andere, viel kühlere Beziehung zu meinem Stiefsohn. Die Beziehung hat noch gehörige Kanten (er zeigt mir auch immer wieder das wir nicht verwandt sind ... 13 Jahre ... und am Anfang der Pubertät ... ansich ja schon spannend ;o) und oft fällt es mir echt schwer ihn als Kind zu sehen, was ja eigentlich noch sehr viel Liebe und Geborgenheit braucht. Das wird mir immer dann bewußt, wenn ich meinen Kleinen sehe und erlebe wie er sich in rasanten Schritten entwickelt. Ich hoffe er wird in einer intakten Familie aufwachsen. Und ich hoffe, bei meinem Stiefsohn ist noch nicht zu viel kaputt gemacht worden (auch durch meine "Kühle" 3 Jahre lang, bevor jetzt sein Bruder geboren worden ist).
Wie geht es euch?
Liebe Grüße,
Alex

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

hallo,
so schlimm es klingt, steffi hat mir aus der seele gesprochen. ich habe vor einiger zeit auch einen mann kennengelernt- zwei kinder.ich selber habe ein kind. anfangs stellte ich mir das ganze auch super vor- bisschen bewegung im leben usw. nach und nach entwickel ich einen stetig wachsenden hass auf seine kinder. ich mag nicht,wenn er von ihnen redet( macht er schon kaum noch) und wenn er sagt er holt sie morgen, gehen bei mir alle schotten zu. ich habe auch das gefühl, ich will diese kinder nicht. kein interesse an ihrem leben und nix. für mich im kopf sind sie eigentlich gar nicht präsent, nur wenn er anfängt, von ihnen zu sprechen- bekomm ich ne krise. ich reagiere auch extrem darauf wie er sich gegenüber meinem kind verhält- kleine gesten und worte- die ich (vielleicht fälschlicherweise) als negativ deute. ich möchte auch am liebsten seine vergangenheit ändern.wenn ich seine kinder sehe, sehe ich immer ähnlichkeiten von ihrer mutter und meinem partner- das ist eine gemeinsamkeit, die ich nicht ertrage.auch wenn´s böse klingt- ichmich auch dafür schäme, ich wünschte mir die kinder würden nicht mehr kommen, der kontakt ganz abbrechen. ich nehme mir auch meistens was anderes vor, wenn sie kommen, weil ich auch große mühe habe, normal mit ihnen zu reden und halbwegs freundlich zu sein. wie gesagt, ich schäme mich dafür, aber dieser hass schürt sich nach und nach wie von alleine.mein freund hat dafür anscheinend verständnis, aber es tut mir auch weh, ihm weh zu tun. ich will nicht, dass er im leben seiner kinder (alltagsleben, schule, kigA) noch eine rolle spielt- irgendwie hab ich iohm das heute mitgeteilt. ich denke auch immer, die paar jahre- da musst du durch aber 12/13 jahre können lang werden.
es tut mir für die kinder so leid, aber alles in mir drinn sträubt sich gegen sie. ich habe auch schonmal an hilfe von aussen gedacht und auch gemerkt, ich will die tatsache eigentlich gar nicht wahrhaben- mir geht´s besser, wenn ich diese tatsache verleugne
wir wollen auch noch ein gemeinsames kind, aber ich habe angst, dass sich die sache dann richtig zuspitzt- wie schon in vergangenen beiträgen beschrieben.
ich erwarte jetzt auch kein verständnis für meine bösen gedanken, dadurch versumpfe ich glaube ich nur noch mehr in meinem hass wenn ich bestätigung bekomme. aber vielleicht lösungsansätze. auf böse kritik kann ich auch verzichten, ich habe sowieso schon ein schlechtes gewissen, wenn ich darüber nachdenke...
viele grüße!!

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Ich kann mich hier auch mit vielen Beiträgen identifizieren. Ich komme mit der Tochter meines Mannes auch so gar nicht zurecht. Das Schlimme sind die Gefühlsspiralen, in die man sich hineindreht. Irgendwann ist die Ablehnung so groß, dass ich schon Agressionen bekomme, wenn sie nur anruft. Und auf der anderen Seite ist es eben dieses Schamgefühl, weil von Frauen ja prinzipiell erwartet wird, dass sie Kinder mögen und niedlich finden usw. Und gerade diese Polarisation von Schamgefühl einerseits aber dem Hassgefühl andereseits, lässt einen schier verzweifeln.

Mittlerweile ziehe ich mich auch immer mehr aus der Situation zurück, wenn die Tochter da ist, weil ich Angst habe, dass sie meine totale Ablehnung und meine ganzen negativen Gedanken gegen sie bemerkt. Und dann schäme ich mich wieder. Es ist ein Teufelskreis an dem sicher so einige Beziehungen scheitern. Meine vielleicht auch.

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Robertine und andere!
Könnten wir vielleicht mal E-mail- Adressen austauschen? Vielleicht hilft es wenn "gleichgesinnte" darüber reden. Mir ist auch viel daran gelegen, dass es nicht irgendwann zum beziehungsproblem wird. Wäre lieb!
neuesleben

Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo und Danke Danke Danke!

Ich bin so froh, dass ich nicht die einzig "böse Frau" bin die so fühlt. Mein Freund hat einen 5-jährigen Sohn den er über alles liebt. Die Besuchswochenenden sind ihm nicht genug, er würde ihn am liebsten ständig bei sich haben und kämpft auch vor Gericht darum.

Anfangs fand ich seine Vaterliebe ja noch rührend, doch inzwischen (nach nunmehr 1 Jahr) könnte ich die Wände hochgehen. Ich bin in genau der beschriebenen Abwärtsspirale. Die Zeiten in denen ich mich um den verzogenenen kleinen Tyrannen bemüht habe sind längst vorbei. Wenn ich seinen Namen nur höre, und es geht ständig um ihn!, wenn er am Telefon ist, etc. - ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich habe schon Tagträume - Wunschträume! in denen er von einem LKW zusammengefahren wird.

Mein Freund kann das natürlich überhaupt nicht nachvollziehen. Inzwischen verschwinde ich wenn sein Sohn da ist, das Spielzeug-Chaos das dieser dann hinterläßt schiebe ich nur mehr mit einem Besen ins Eck. Die Bettwäsche - er schläft im Doppelbett neben meinem Freund... - wechsle ich.

Keine Frage, sollte mein Freund vom Gericht mehr Besuchsrecht zugestanden bekommen werde ich ihn verlassen. Die Situation ist jetzt schon schlimm genug. Doch das scheint er gar nicht zu realisieren.

Es ist sehr, sehr schade, weil ich diesen Mann wirklich liebe, aber was dieses Kind betrifft hat er einfach einen Knall.

Liebe Grüße!

Re: Kann mich nicht mit meinem Stiefkind abfinden..

Hallo Steffi,

Ganz ehrlich du sprichst mir aus der Seele, mir geht es leider ganz genauso und ich weiß nicht was ich tun soll. Hast Du bereits Hilfe in Anspruch genommen und hat es was geholfen?

Mein Mann sagt immer nur das das Verhältnis anders werden muss, aber er will nicht das es gezwungen ist und ich bin total blockiert, wie du auch, und weiß nicht wie ich da raus kommen soll. Meine Gedanken kreisen auch nur darum das Wochenende zu überleben und die Hoffnung zu haben das er in der freiwilligen Phase nicht mehr kommen will.

Das ist aber eigentlich nicht sinn und Zweck und gut dabei fühlen tue ich mich auch nicht, da es meinen Mann belastet und es auch zum Streit führt. 

Vill hat sich durch euer eigens Kind etwas geändert oder hat es die Situation verschlimmert?

Ich freue mich auf deine Rückmeldung 

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