Suchen Menü

Pcos geheilt, zumindest nicht mehr da

Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet, da ich selbst sehr, sehr lange auf der Suche nach positiven Nachrichten in Bezug auf das PCO Syndrom war. Mittlerweile ist es vorbei mit diesem Fluch und ich sehe es als sehr wichtig an, das auch mitzuteilen und vielleicht etwas Mut zu machen.

Man liest ständig wie schlecht es einem damit geht, aber so gut wie nie, dass es auch tatsächlich vorbei sein kann damit. 

Und gleich vorweg, ich habe kein Wundermittel eingesetzt, es war mein persönliches Try and Error Programm, dass irgendwann Wirkung gezeigt hat. Ich würde das gerne mit euch teilen, denn vielleicht hilft es ja der einen oder anderen weiter. Das wäre zumindest mein Wunsch. 

 

Ich hin jetzt 33 und habe mit 28 zum letzten Mal die Pille abgesetzt. Davor gab es 2 Versuche die auf Grund der extrem unangenehmen Auswirkungen gescheitert sind (das waren jeweils ca 1 Jahr Pillen Pause). 

Ich hatte bereits in der Pubertät stark mit Akne und Schmerzen während der Periode zu kämpfen. Da wurde dann mal eben die Pille mit 15 verschrieben und dem Fluch sollte damit ein Ende bereitet werden. Das kennen bestimmt auch einige. Klar, dann ist alles super. Dass damit allerdings einfach nur ein Deckel auf die brodelnde Brühe gesetzt wird, merkt man erst im Nachhinein. 

Mit 18 wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Mit ca. 25 eine Insulinresistenz und PCO ebenfalls durch den Endokrinologen. Vermutlich war das erste Anzeichen mein enorm hohes Dehydritestosteron. Da hätte jeder Typ einpacken können... Das Pcos hatte mir dann auch meine Frauenärztin anhand eines unschönen Ultraschalls bestätigt. Na bravo! 

Meine zwei Versuche die Pille abzusetzen hatte ich ja bereits erwähnt. Mir gingen die Haare aus, ich nahm zu, sah am ganzen Körper aus wie ein Sträuselkuchen und bekam meine Tage nicht mehr. Davon abgesehen, habe ich mich in beiden Fällen von meinen Freunden getrennt. Ich nehme im Nachhinein an, auch das hatte etwas mit der hormonellen Situation zu tun.

Ich hatte wie gesagt jeweils ca 1 Jahr abgewartet, in der Hoffnung die Hormone pendeln sich wieder ein. Pustekuchen. Ich griff also wieder zu den weiblichen Hormonen, für die mein Körper scheinbar nicht im Stande war. 

Beim letzten Mal Absetzen war ich 27/28 und ich habe mich auf alle Unannehmlichkeiten eingestellt. Ich wollte es durchziehen und wenn ich noch so scheiße aussehen würde, mein Ziel war meinen Körper selbständig funktionieren zu lassen. 

Zunächst versuchte ich also ca. 3 Monate Sulforaphan als Kapseln, das ist Senföl (ich weiß heute nicht mehr genau wie es wirkt), aber das brachte mir persönlich nicht viel. Dann Mönchspfeffer, was auch nicht anschlug. Dann eine Kombination aus Zink, Folsäure und Q10. Die Sachen habe ich alle aus der Drogerie besorgt. Leider brachte das auch nichts. 

Mein Endokrinologe riet mir dann zu Metformin. Das wollte ich ganz zuletzt erst probieren, da ich eben von den Medikamenten weg wollte. Er sagte mir, hin und wieder "vergeht" Pcos durch eine Schwangerschaft, denn "da werden die Karten neu gemischt". Ja genau. Sag das mal jemandem, der genau deshalb eben Nicht schwanger wird! Von den Ärzten war in dieser Hinsicht also nicht viel zu erwarten. 

Ich hatte dann angefangen es selbst in die Hand zu nehmen und mich viel eingelesen.

Sogar den Job habe ich gewechselt um den Stress zu reduzieren!

Naja, also nachdem ich dann trotz Stressreduzierung nur 2 mal im Jahr meine Tage bekam, habe ich es dann doch mit Metformin versucht. Das hat natürlich geholfen. Meine Insulinresistenz wurde dadurch aufgehoben und tadaaa, nach 2 Monaten war alles paletti. Einerseits hat es mich gefreut, andererseits habe ich mir eben anstatt der Pille die andere Tablette reingeschmissen. 

Ich habe dann Metformin nach ca 2 Jahren in Rücksprache mit dem Arzt ausgeschlichen (nahm morgens und abends jeweils eine 850er Tablette). Zugleich habe ich angefangen Myo und D-Chiro Inositol einmal täglich 2g in Wasser aufgelöst zu trinken. 

Dazu kam, mein Vitamin D und B12 Wert waren zwar in der Norm, aber doch sehr niedrig. Also habe ich dort auch angesetzt. Ich nahm Vitamin D3 zusammen mit Magnesium und K2 für die bessere Verwertbarkeit und Vitamin B12 jeden Tag. Vitamin D3 als Tropfen, denn diesmal habe ich Wert auf die Qualität und kaum  Füllstoffe etc. gelegt. Ich weiß, dass kann gut ins Geld gehen, aber der Mehrwert hatte einfach Vorrang in diesem Fall. 

Gegen die Insulinresistenz habe ich Hafertage gemacht. Einmal 4 Tage und dann einmal im Monat 2 Tage. Das aber nur 3 mal hintereinander. Klingt eklig, aber geht schon mal. Es war ja für einen mehr als guten Zweck. 

Ich habe mir ein Blutzucker Messgerät besorgt und die Werte passen. Ich habe kein übertriebenen Spitzen mehr. Ob das nun an den Hafertagen lag weiß ich nicht. Vielleicht war es ein Zusammenspiel aus allem. 

Meine Frauenärztin hat mich mittlerweile von PCO freigesprochen, denn meine Eierstöcke sind wieder das was sie sein sollen. Ich habe zwar noch ein bisschen fettige Haut und hin und wieder Pickelchen, aber längst keine Akne. Meine Haare sind keine wahnsinns Mähne, aber normal würde ich sagen. 

Wie gesagt, das ganze hat eben bei mir geholfen. Was nun ausschlaggebend war, weiß ich nicht. Mit Vitamin D muss man auch ein bisschen vorsichtig umgehen, da sollte man sich gut informieren. Ich habe es eben im Selbstversuch gemacht und mir nicht zu wenig davon gegönnt. Ich denke es ist wichtig sich nicht allein auf das schwarz weiß gedruckte zu verlassen, denn jeder Mensch ist individuell und besonders für sich. Man muss eben sehen, was für dein einen reicht, ist für den anderen zu wenig und umgekehrt. Hört auf eure Körper, denn meistens macht man das nicht und hat es schon verlernt. Ich weiß, man ist manchmal am Rande der Verzweiflung, aber einiges braucht einfach seine Zeit.

Auch eine Supplementierung merkt man nicht zwangsweise gleich nach 2 Wochen. Da muss man ein bisschen Geduld üben.

 

Dazu möchte ich erwähnen, dass ich in der Zwischenzeit den Job wieder gewechselt hatte und dieser aktuelle Job sehr stressig ist. Es liegt also nicht ausschließlich daran. 

Ich habe keine Kinder und es auch noch nicht probiert, ich kann dahingehend leider nicht mitreden. Da ich aber auch wieder Eisprünge habe, denke ich, das sollte im Fall der Fälle funktionieren. Es war mir nur ein Anliegen meine Erfahrung zu teilen. Evtl. hilft es ja jemandem. 

 

 

 

 

 

Bisherige Antworten

@ Zwergerl

Hallo Zwergerl,

Herzlich willkommen bei 9monate und vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast Deinen Erfahrungsbericht hier einzustellen.

Es ist toll zu lesen, dass Du dich so ausführlich mit dem Thema beschäftigt hast und dadurch für Dich einen Weg finden konntest einen regelmäßigen Zyklus zu haben. Das wird anderen hier im Forum die still mitlesen sicherlich Mut machen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Viele Grüße

Victoria

 

Meistgelesen auf 9monate.de
  • Trotzphase beim Kind

    Die Trotzphase gehört zur normalen kindlichen Entwicklung. Als Fachbegriffe verwendet man hier auch Autonomiephase oder Autonomiebestreben. In der Trotzphase lernt das Kind, einen... → Weiterlesen

Diskussionsverlauf
Rat und Hilfe zur Bedienung
Übersicht aller Foren

Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen sicherst du dir hochwertige Preise für dich und deine Liebsten!

Jetzt gewinnen