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Geburtsbericht - Unsere wunderschöne hausgeburt

Der kleine liegt gerade seelig in papas Armen, also versuche ich mich an einem Bericht über unsere wunderschöne hausgeburt.

Tage zuvor hatte ich ja schon mit wehen zu tun, die auch schon regelmäßig kamen, aber noch nicht stark genug waren, um in einer Geburt zu enden. Meine hebamme meint nun, dass genau dieser Umstand vielleicht auch dazu geführt hat, dass die Geburt so zügig verlief.

Auf jeden Fall hat alles am ET, den 13.8., um 23 Uhr begonnen. Ich habe plötzlich ein inneres knacken verspürt als ich im Bett lag. Hat sich aber so angefühlt als könnte das auch der Mini gewesen sein, der innerlich irgendeinen Knochen ruckartig berührt hat. (Später sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich die fruchtblase war. Unser Schatz aber mit seinem Kopf alles so gut abgedichtet hat, dass nichts abgehen konnte.) War mir dann unsicher. Ich bin aufgestanden und habe nachgesehen, ob etwas herausläuft. Das war allerdings nicht so. Ich bin trotzdem auf die Toilette gegangen. Dort konnte ich aber nichts feststellen. Also wieder ab ins Bett. Dort fing es Dann um 23:04 mit den ersten wehen an, die wie die Tage zuvor nur recht sanft waren. Ich habe das beobachtet. Da es aber nicht aufhörte und ich nach ca 20 Minuten wieder das Bedürfnis hatte auf die Toilette zu gehen bin ich eben dorthin gegangen. Am Toilettenpapier war rosa Ausfluss und die wehen kamen alle 5-8 Minuten.

Ich habe meinem Mann bescheid gegeben, dass es wohl losgeht und ich mich aber noch hinlege und das beobachte. Im Bett kamen die wehen alle 5 Minuten und waren schon bisschen kräftiger. Mein Mann kam irgendwann hinzu und hat für mich die Abstände gezählt. Alle 3-5 Minuten dann. Wir sind dann um 23:50 aufgestanden und ich habe die hebamme angerufen und bescheid gegeben. Sie hat gefragt, was ich tun möchte, worauf ich lust hätte. Ich wollte nochmal mit Mann ins Bett und dort weiter entspannt die wehen kommen lassen. Unser Sohn hat übrigens die ganze Zeit, wir haben ein Familienbett, neben uns seelig geschlafen. Um ca. 00:30 wollte ich nicht mehr liegen, weil die wehen kräftig wurden, aber mit Konzentration auf mich, der Hand meines Mannes zur Stärkung und veratmen immer noch OK.

Im Wohnzimmer habe ich mich erst einmal an das offene Fenster gestellt und die regnerisch Nachtluft eingeatmet. Dort hat mich dann irgendwann eine kräftige wehe zu Boden knien lassen, aber auch das war gut. Also bin ich zum Sofa gegangen und habe mich davor hingekniet, mein Mann nun wieder vor mir gesessen und ich konnte seine Hände drücken während jeder wehe. Sie kamen zwischen 2-3 Minuten. Da war es ca. 02:00. Ab da musste ich die wehen mit "a" vertönen und habe die Hände meines Mannes gedrückt und gezogen. Das hat sehr gut getan. Die Energie dort hineinzulegen. Während der gesamten Zeit habe ich mich auf meinen muttermund konzentriert und ihn mir weich, offen und entspannt vorgestellt. Mein Mann hat dann um 02:00 darauf bestanden die hebamme kommen zu lassen. Ich hätte noch gewartet und fand alles nicht schlimm. Ich wollte nicht, dass die hebamme ewig bei uns rumsitzen muss. Doch mein Mann hat recht gehabt und richtig gehandelt. Die hebamme brauchte nämlich 45 Minuten fahrtzeit zu uns.

Also gesagt getan und die hebamme angerufen. Ich habe noch zu ihr gesagt sie muss sich nicht hetzen, das dauert bestimmt noch :-X

10 minuten nach dem Telefonat kamen jedoch 2 kräftige wehen im 1 minütigen Abstand und ich spürte plötzlich, dass der Kopf unseres Sohnes in den Geburtskanal rutschte/wollte. Ich habe dann nur meinen Mann gesagt, dass der kleine jetzt kommt. Der hat mich geschockt angesehen und auf die Uhr und wieder mich angestarrt und gesagt "die hebamme ist noch nicht da". Ich meinte nur "ich weiß, aber ich spüre wie der kleine sich langsam mit seinem kopf in den Geburtskanal einstellt. Der will jetzt kommen, egal ob mit oder ohne hebamme". Damn wurde er Schlagartig klar im Blick und ich habe die nächsten wehen, die schon mit pressDruck waren kommen lassen. Er hat die malerfolie und Laken ausgelegt, auf die ich dann gekrabbelt bin. Dann hat er sich wieder zu mir gesetzt und mich unterstützt. Das hat so gut getan. Seine Hände zu drücken hat einfach gut getan. Um 02:30 hat er die hebamme angerufen und gefragt wo sie ist, ich müsste schon pressen. Sie hat ihn beruhigt und Anweisungen gegeben, was er tun kann. Hat er so toll gemacht. Um 02:45 war sie Dann da. Zwischen 2 wehen, Abstand nur noch 1 Minute, hat sie den MM kontrolliert. Und auch die herztöne unseres Sohnes. Der war tiefenentspannt. Die herztöne hat sie noch 2 mal zwischendrin abgehört, er war durchgehend entspannt. "ja du bist komplett offen und das Köpfchen ist schon zu sehen. Hier fühl mal", hat sie gemeint. ich habe es dann auch selbst ertastet und gespürt. So schön.

"euer Baby kommt jetzt" hat sie noch gesagt und ich mich einfach nur gefreut. Ich hatte so viel allein und gut geschafft und jetzt war die hebamme da und unser Baby würde kommen.

Nachdem ich zuerst in vierfüßler und vornübergebeugt bis jetzt jede wehe hatte kommen lassen, meinte die hebamme, ob ich mich an meinem Mann mit dem rücken abstützen will und selbst in die hocke gehen will. Das hat die Intensität der wehen erhöht, aber ich habe richtig gemerkt wie mehr voranging. Irgendwann spürte ich dann ein brennen und die hebamme hat mich angeleitet, da trotzdem langsam und beständig weiterzumachen. Es hat mich tatsächlich kurz eine kleine Überwindung gekostet da weiterzuschieben, aber dann kam sein Kopf zu Hälfte raus und sie hat mich gebremst, um meinen damm zu schützen. Das habe ich geschafft, obwohl der Druck zu schieben da war. Aber das hat wohl geholfen, dass der damm einigermaßen heil blieb. "Jetzt ist er in 2-3 wehen da" meinte sie lächelnd. Ich war so glücklich, aber auch ein wenig erschöpft. Ich dachte nur noch daran, dass ich es bald geschafft hätte und mein Baby da wäre.

Dsnn kam die nächste wehe und ich habe geschoben. Er kam dann bei dieser einen wehe im ganzen raus. Um 3:25 Uhr. Die hebamme war gerade mal seit 40 Minuten da. Es war so schön und erleichternd und er war so perfekt. Hat sofort aufgeschrien, war aber 1minute später wieder ruhig und seelig. Die hebamme hat noch die Nabelschnur um seinen Hals gelöst, was aber überhaupt nicht schlimm war oder ihn beeinträchtigt hätte. Ich habe ihn dann vom Boden aufgehoben und ihn zu mir genommen. Das war so magisch. Ich konnte es nicht fassen. Wir haben uns auf die Couch gelegt und sofort unter einer warmen Decke gekuschelt. Die Plazenta kam 9 Minuten danach ohne Probleme und ohne Schmerz. Ich bin minimal am damm und einer schamlippe gerissen, was die hebamme toll genäht hat, während ich mit unserem Sohn gekuschelt habe.

Unser großer ist bei der Ankunft unserer hebamme kurz aufgewacht, aber mein Mann ist zufällig gerade zu ihm gegangen und hat ihm Bescheid gegeben, dass sein Bruder jetzt kommt. Er ist tatsächlich nochmal eingeschlafen nachdem mein Mann ihm versprochen hat, ihn zu wecken, wenn der kleine da ist.

Nachdem die hebamme genäht hatte und alles aufgeräumt hatte, haben wir ihn geweckt und alle gekuschelt.

Diese hausgeburt versöhnt mich mit der ersten Geburt und hat mir gezeigt welche schöne Kraft in uns steckt und was wir alles schaffen können. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Angst und es war wirklich nicht schlimm oder dramatisch.im Gegenteil, es war kraftvoll, mächtig und magisch. Und unser kleiner Schatz erinnert mich täglich daran. Er ist so ein entspannter und süßer Kerl. Ich bin einfach nur dankbar. :IN LOVE:

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