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Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hallo ihr Lieben

Zuerst einmal: Happy New Year! 2021 wird unser Jahr. Ok? Wir machen es einfach zu unserem.

Ich fühlte mich hier auf dem Forum sehr gut aufgehoben. Bin täglich auf dieser Seite und möchte mich austauschen. Es tut so unglaublich gut darüber zu schreiben. Natürlich alles anonym. Wieso eigentlich? Ich überlege mir ob ich alles über mich und meine Geschichte preisgeben soll. Keine Geheimnisse mehr. Alles teilen. Ich würde mir davon erhoffen, dass sich andere Betroffene nicht mehr so alleine fühlen. Man kann einander Mut machen und gegenseiten Helfen. Vielleicht geht es vieöen so um mich herum? 

Wie macht ihr das? Seid ihr mit diesem Thena alleine? Spricht ihr öffentlich darüber? Konntet ihr schon anderen Frauen Mut machen weil ihr darüber gesprochen habt?

Ich freue mich auf eure Antworten und wie ihr gerne hättet wie damit umgegangen wird. 

 

Bisherige Antworten

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hallo Unsersternchen,

Frohes neues Jahr. 2021 wird alles besser! 

 

Ich gehe ganz offen mit meinen Fehlgeburten um, rede mit meinen Freunden und allen die es interessiert über die Kiwu Klinik. Als ein Kunde bei der Arbeit fragte, warum ich so lange krank war, habe ich ihm das offen erzählt... Warum auch nicht? Ich sehe es nicht als markel oder Unzulänglichkeiten meinerseits. Wenn einer ernsthaft fragt, gibt es eine ernsthafte Antwort. Auch meine Arbeitskollegen und mein Chef wissen Bescheid, das macht es viel einfacher für mich und wenn eine schwangere oder frische Mutti rein kommt, werde ich ganz automatisch von meinen Kollegen bei der Person nicht mit eingeplant. 

Eine Nachbarin (ca gleiches alter wie ich) hat mir bei dem Thema von ihrer Fehlgeburt erzählt und eine Mutter die ich seit ca 2 Jahren kenne von ihren vielen Fehlgeburten und dem Weg zur Kiwu Klinik. Das hat so unendlich gut getan und ich fühle mich verstanden. Ich habe kein "Geheimnis" und fühle mich frei, muss nichts verschweigen oder aufpassen und wenn ein "Schwarzer Hund" Tag kommt, kann das jeder verstehen. Wichtig ist dabei natürlich das man auch andere Themen hat und nicht nur darüber und von sich erzählt!

Auf dem Spielplatz fragte ein Vater ganz unverblümt wann denn (endlich) das zweite Kind kommen soll, der hat leichte schnapp Atmung bekommen, als ich sagte, das ich 3 Fehlgeburten hatte und wir weiter daran arbeiten. Ich finde es wichtig, denn hätte er mich vor nem halben Jahr gefragt, wäre ich wahrscheinlich in heulend zusammengebrochen. (Wahrscheinlich ist er bei der nächsten Frau sensibler) 

Mein Mann ist da verschwiegener, aber auch er hat 3 Leute in der Firma bei denen der Kinderwunsch ein schwierigerer weg ist. Das tut gut von anderen zu erfahren daß man nicht die einzige Person ist, wo es schwierig ist. 

 

Die einzige Person, mit der ich NICHT darüber reden und die es nicht erfahren soll, ist meine 3 jährige Tochter. 

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

wow! Vielen lieben Dank für deine Geschichte. Wenn du das so erzählst fühle ich jeden Satz.. Wir haben niemandem davon erzählt. Die erste IVF war horror. Ich hätte nach Punktion mit fetten Eierstöcken wieder zur Arbeit gehen sollen.

Das ich über die Fehlgeburt gesprochen habe war eine gute Entscheidung. Aber ständig musste ich hören: "musst schauen, dein Körper ist jetzt bereit. Das geht ganz schnell.. Ich hatte auch eine fehlgeburt und war kurz darauf wieder schwanger"  Ich selber wusste natürlich das dies nicht der Fall sei  wird. Obwohl es keine Gründe gibt habe ich aufgehört daran zu glauben.

Ich starte jetzt im Januar wieder mit einer IVF. Wir würden es so gerne allen erzählen. Mal schauen, vielleicht wird was draus... Auch finde ich die Profile auf Socian Media sooooooo unendlich gut von Frauen die andere so mit auf die Reise nehmen. Ich schaue mor jefes Video an, lese jede Erfahrung und ich fühle mich dann nicht so alleine.

Habe ich das richtig verstanden, du hast eine Tochte rund wünschst dir noch sehnlich weitere Schätze? Was läuft zurzeit bei dir und der kiwu klinik? Bist du an einer Behandlung? 

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hast du nicht gute Freunde mit denen du reden kannst? Oder mit deiner Familie? Ich finde es so wichtig sich auszutauschen. Entscheide selber mit wem dir der Austausch gut tut und wer es nicht wissen soll. 

Videos zu dem Thema habe ich bisher nicht gesehen, mich nur belesen. Ich habe auch ein tolles Buch für die "Wartezeit" bei Kinderwunsch.

Ja wir haben eine Tochter (unser 6er im Lotto!). Sie hat zwar 2 Jahre auf sich warten lassen, war aber eine natürliche, unkomplizierte Schwangerschaft ohne Angst oder bedenken meinerseits. Danach kamen die Fehlgeburten und natürlich die Angst!

Mein Mann hat ein genetisches Problem und wir haben im Februar den nächsten Kiwu Termin. Unsere erste Kiwu Klinik hat uns durchgecheckt und uns an die nächste verwiesen, da sie das, was wir brauchen, nicht können oder dürfen. Der Embryo muss vor dem Einsetzen untersucht werden, ob er genetisch OK ist. Was genau auf uns zukommt weiß ich garnicht, aber ich weiß das so eine weitere Fehlgeburt vermieden werden kann.

Wenn du im Fehlgeburten Forum guckst, findest du sonst auch meine ganze Geschichte ("3 Fehlgeburten und mein Weg zurück zur Hoffnung" oder so ähnlich)

 

Aber eines kann ich dir sagen, es lohnt sich zu kämpfen, sich Hilfe zu holen, immer wieder Hoffnung zu haben und sich auch immer wieder Zeit zu nehmen das ganze zu verarbeiten! Ich kenne eine Frau die hat nach 2 Fehlgeburten ein gesundes Kind bekommen und sie ist jetzt (36 Jahre später) immernoch traurig, weil sie es verdrängt und nie verarbeitet hat. Ich kenne eine Frau die nach sehr vielen Fehlgeburten ein gesundes Kind bekommen haben und total glücklich und zufrieden ist und ich kenne eine Frau der es peinlich war und sie deshalb nie den Weg zur Kiwu Klinik gegangen ist. Die ist jetzt zu alt, kinderlos und unzufrieden. Es lohnt sich den komplizierten weg zu gehen, wenn du dann irgendwann dein Baby auf dem Arm hast, wirst du fühlen, es war die ganzen Strapazen wert! 

 

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hallo. Frohes Neues dir auch.

Ich habe zwar keine Fehlgeburten gehabt, ich war in 5 Jahren nicht einmal schwanger. Obwohl angeblich alles in Ordnung ist. Wenn mich jemand fragt, erzähle ich darüber. Auch waren wir in der Kiwu Klinik. In zwei sogar. Wir sind nach einigen Sachen mit denen wir nicht zufrieden waren gewechselt. Da habe ich auch schon einiges erlebt. Mein Chef braucht es nicht zu erfahren. Ich denke nicht, dass er Einfühlungsvermögen dafür hat. Ich denke auch, auch wenn man schon Kinder hat und man noch den Wunsch hat und es klappt nicht, ist man genauso ohnmächtig und machtlos. Zumindest fühle ich mich so. Man kann nichts machen. Die Natur entscheidet. Natur kann grausam sein. 

Ich wünsche euch alles Gute.

LG Nicole

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hallo Nicole

Deine Nachricht hört sich ähnlich an wie meine wenn ich sie verfassen würde. Ich stehe zar nach 3.5 Jahren an demselben Punkt wie du nach 5 aber doch kann ich es nicht verstehen. Was mich jetzt aber noch mehr motiviert ist das gute Gefühl. Irgendwie fühle ich das es ein gutes Jahr wird. Und ich wünsche dir das von Herzen auch.

Bist du jetzt in einer Klinik, an einer Behandlung?

Ich möchte gerne offener mit diesem Thema umgehen dieses Mal. Ich versuche es ganz fest und doch werde ich wütend wenn komische Fragen oder Antworten darsuf kommen. 

 

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Wir wollen dieses Jahr auch mit einer IVf starten. Dazu hatte die 2te Kiwu Klinik sofort geraten wegen des langen Kinderwunsches. Das schieben wir schon lange vor uns hin. Ich weiss, dass das evtl falsch ist, ich werde diesen Monat 35! Jedoch müssen wir erst heiraten. Ich würde meinen Partner gerne heiraten, aber da ein Muss draus zu machen, wegen Finanzen? Es wiederstreben mir einige Dinge. Zeit, Geld, Psyche, Ärzte entscheiden wer es wird! Der Spagat zwischen Schichtarbeit und Kinderwunschklinik. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen, wir hätten schon längst mal einen Versuch starten können. Das kommt auch dazu. Ich hoffe, du verstehst mich. Ich bin gegen eine Behandlung in diesem Sinne, aber habe ich eine Wahl? Ich fühle mich dazu gezwungen. Alles ist nur noch Zwang. Ich will wieder frei sein. Wie früher. Glücklich und frei. Aber dennoch ist dieser unglaublich starke Wunsch, mein Alter!

Wie alt bist du? Du hattest eine Fehlgeburt? Wann? Ich habe gelesen, dass du schon eine IVF hattest. Hat sich nichts eingenistet? Wie viele Eier wurden entnommen? Wurden welche eingefroren? 

LG Nicole

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Ich verstehe dich. Sehr sehr gut.

Für uns ist es die einzige Chance. Das habe ich lange nicht eingesehen. Aber wir haben lange geübt. Ohne Erfolg. Ich wurde nie auf natürlichem Wege schwanger. Ich hatte eine IVF anfang 2020. Es wurden 7 Eizellen entnommen und alle wurden befruchtet. Am Tag 5 waren drei Blastozysten. Eine wurde mir sofort zurück gegeben. Zwei wurden eingefrohren. Ich wurde sofort schwanger. 12 Wochen durfte ich mein Engelchen in mir tragen danachvhat das Herz aufgehört zu schlagen. Fehlgeburt.

Ich hatte im Novemver und Dezember 2020 nun die zwei Kryos. Beides mal negativ.

Jetzt fangen wir im Januar von vorne an. 

Ich bin 28 und mein Mann 31. Den Zeitdruck haben wir nicht aus Medizinischer Sicht. Für mich ist der Zeitdruck aber schlimm. Ich wünsche es mir so so sehr und schon so lange. Verstehst du das?

Auch mit 35 hast du noch keinen Zeitdruck liebes. Meine Ärzte sprechen oft darüber das sehr viele im Alter von 40+ den Kiwu Weg gehen. Was verständlich ist... Aber eben auch schon früher wie in meinem/deinem Fall. Wir möchten es und es kommt nicht, also benötigen wir Hilfe. Die gibt es ja schliesslich!

Ich wohne in der Schweiz. Hier werden keine Kosten übernommen. Ob verheiratet oder nicht. Wir bezahlen alles selber. Es ist unheimlich viel Geld das wir eigentlich für die Familie/Haus angespart haben. Aber was bringt mir das Geld ohne Familie, oder ein Haus ohne Kind?

Ich plange auch darauf hin wieder leben zu können wie früher. Ohne zwang, ohne müssen, ohne spritzen, ohne Hormone, ohne Aufwand mit Arbeit und KiwuKlinik. Aber ich mache es weil mich mein Stress nicht loslassen wird wenn ich kein Kind habe. Ich würde nur Zeit verlieren. 

Wenn du einfach diesen Weg jetzt gehst? Ihr heiratet zivil. An Liebe fehlt es ja nicht! Geniesst die schön kurze schnelle spontane Hochzeit und danach legt ihr los in der Klinik? Ihr könnt danach eine grössere Hochzeit nachfeiern. Mit dickem Baby Bauch und der ganzen Familie. 

Wie hört sich das für dich an? 

 

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Danke, für deine netten Worte. 

Das hört sich natürlich super an. Schön wäre es. 

Wisst ihr woran es bei euch liegt? Wie lange versucht ihr es schon. Das ist traurig, dass die drei Versuche nicht geklappt haben. Was habt ihr bis jetzt für Kosten gehabt, wenn ich fragen darf? Bei uns wäre es ohne Unterstützung etwa 6000-7000 Euro pro Versuch. Ich versteh dich sehr gut. Und ich drücke dir für den nächsten Versuch die Daumen. Ich hoffe, dass es diesmal klappt. 

Auf Arbeit wissen es nur ein paar und zwar die, die selbst auch Probleme haben und in der Kiwu Klinik sind. Das sind schon ein paar Leute. Ansonsten weiß es der engste Familienkreis. Habe aber auch schon ganz tolle Ratschläge bekommen. Ganz klasse!!

Wir werden es dieses Jahr Versuchen. Begeistert bin ich trotzdem nicht von dieser Prozedur :D

Ich bin auch schon ganz müde von den ganzen Behandlungen und Untersuchungen.

LG Nicole

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hallo,

meine Kiwu-Zeit ist lange her.

Bei uns war es so, dass wir quasi ab der Hochzeit, ständig unter "Beobachtung" standen. Wir wurden entweder gefragt, oder es wurde uns erzählt was für tolle Eltern wir wären. Mal mehr mal weniger freundliche Sprüche bekamen wir zu hören.

Es war der Horror. Als ein Mensch, der uns überhaupt nicht kannte, in meinem Beisein auf einer Party von einem Freund, meinem Mann sagte, er könne ihm ja mit mir mal zeigen, wie man es macht... da waren wir beide absolut fertig.

Ab da haben wir in dem Stil, in dem Spruch oder Frage kam, zurück geantwortet. Sprich, war es unverschämt kam von uns unverblümt und ungeschönt zurück. Da hab ich dann auch mal losgelassen, dass es mir schlecht geht und solche Fragen Sprüche mich verletzen.

Da konnte man dann recht schnell feststellen, wer wirklich ernsthaftes Interesse an uns und unserer Situation hat, und wer sich noch nie Gedanken drüber gemacht hat, dass es na sein könnte, das es nicht klappt.

Einfach mit irgendwem offen drüber reden, vor allem im Kollegenkreis, damit habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Das habe ich getan, das würde ich aber heute, wenn ich nochmal vor der Situation stünde, nicht mehr tun.

Re: Tabuthema/wir benötigen Hilfe!

Hallo Unsersternchen, 

Frohes neues Jahr und viel Erfolg wünsche ich dir. 

Ob und mit wem man über sowas redet musst du denke ich selbst wissen. Ich habe es nicht jedem erzählt dass unser Kind nicht auf natürliche Weise entstanden ist sondern durch eine IVF. Fehlgeburt hatte ich bisher keine aber es wollte sehr lange nicht funktionieren. Und wir sind erst zur KiWu als ich schon Anfang 40 war. 

Ich schäme mich aber auch nicht dafür wenn jemand es weiß und ich versuche Mut zu machen, denn es gibt sehr sehr viele Menschen, bei denen es, trotzdem alles in Ordnung ist, nicht klappen will. Also warum soll man die Möglichkeit nicht nutzen? 

Gespräche können helfen aber meines Erachtens nicht mit jedem. 

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg, das schöne Geschenk ein Kind im Arm zu halten zu bekommen. 

Liebe Grüße 

 

 

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