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Dienstag, 18. Dezember 2018
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... und weg war der Boden...

Guten Abend.

Ich habe irgendwie das Bedürfnis meine Geschichte loszuwerden. Ich 39, meine Frau 38. Wir haben uns mit dem Thema Nachwuchs viel Zeit gelassen und keinen Stress gemacht. Wir sind lange verheiratet, haben sichere Jobs und seit einem Jahr ein eigenes Haus. Seit 5 Jahren verzichten wir komplett auf Verhütung. Davor haben wir Kondome benutzt. In den vergangenen 5 Jahren haben wir der Natur freien Lauf gelassen. Wir hatten Sex, nicht extra bewusst in den fruchtbaren Tagen. Wenn wir Lust auf einander hatten, dann hatten wir unseren Spaß. Naja irgendwann will man dann doch wissen warum es nicht klappt. Wir sind dann in eine Kinderwunschklinik gegangen. Meine Frau scheint biologisch noch genügend "Vorrat" zu haben. Auch die Blutwerte sind alle in Ordnung.Dann kam ich an die Reihe. Meine Spermien sind wohl sehr unbeweglich. Der Arzt war auch sehr einfühlsam. "Das Problem sind Sie." Das saß. Das war vor 4 Wochen. Ich soll in 4 Woche nochmal eine Spermaprobe abgeben. Es ist unglaublich wie einem da der Boden unter den Füßen weg gezogen wird. Mir war schon irgendwie klar dass es an mir liegt. Das war so ein inneres Gefühl. Als Mann ist es ja die "Aufgabe" irgendwie der Starke zu sein. Männlichkeit beweisen und auszustrahlen. Klingt jetzt irgendwie nach Macho. Bin ich aber defintiv nicht. Meine Frau steht voll hinter mir. Trotzdem ist es schwer zu beschreiben was bei solch einer Diagnose in einem vor geht. Ich glaube so viel geweint habe ich in meinem Leben noch nicht. Es gibt wohl die Möglichkeit mit den "starren" Soldaten trotzdem Nachwuchs zu erreichen. Halt nicht auf natürlichem Weg. Es ist trotzdem ein beschissenes Gefühl. Denn die Belastung der künstlichen Befruchtung trägt ja meine Frau, nicht ich. Und sie kann nichts dafür. Das schmerzt mich mehr als die eigentliche Tatsache.

Ich nehme jetzt ein paar Tabletten aus der Drogerie, die da unterstützen sollen. Ob es hilft weiß ich erst nach der nächsten Untersuchung. Ich denke mit solch einem Problem bin ich sicher nicht alleine.

Es tat mir echt gut hier das zu schreiben.

Gruß B

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