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Tipps für Neulinge?? (Lang)

Hallo alle zusammen,
ich treibe mich meistens im Reproforum rum und nur selten hier. Nachdem zuviele IVF und Kryo - Versuche negativ waren, habe ich keine Kraft mehr und auch keine Lust.
Wir denken jetzt mehr und mehr über Adoption oder Dauerpflege nach. Wie seid ihr das angegangen. Erstmal Termin beim JA machen, oder erstmal auf eigene Faust über Bücher Internet etc. mehr Details erfahren?? Übrigens hat jemand einen Buchtip für mich?
Welches JA ist den zuständig immer das aus meinem Kreis oder kann ich auch in die nächstgrößere Stadt gehen?
Momentan wohnen wir in einer 2-Zimmer Wohnung, sind aber grad dabei ein älteres Haus umzubauen, fertig wird das aber erst im Frühjahr 2007. Lohnt es sich da überhaupt vorher schon was zu unternehmen oder erst wenn wir die nötigen Räumlichkeiten geschaffen haben??
Ich weiß viele Fragen auf einmal, aber ich freue mich wenn ihr mir antwortet.
LG Katrin
Bisherige Antworten

Re: Tipps für Neulinge?? (Lang)

Hallo Katrin,
mein Mann und ich haben am vergangenen Wochenende ein Seminar für zukünftige Pflege-/Ado-Eltern besucht. Wir wissen jetzt also Bescheid ;-)
Wendet euch zunächst mal an das Jugendamt in eurer Stadt bzw. eurem Kreis. Sagt, dass ihr in Erwägung zieht, ein Kind in Dauerpflege zu nehmen oder zu adoptieren. Und dann wird man euch schon sagen, was zu tun ist und wie die nächsten Schritte sind. Das ist von Amt zu Amt verschieden: Manche Ämter laden zu einer Info-Sammelveranstaltung ein, manche vereinbaren direkt einen Termin bei euch zu Hause, manche schicken euch erst mal Infomaterial.
Wegen der Wohnung macht euch mal keine Sorgen! Ihr braucht erst dann ausreichend Platz, wenn ein Kind zu euch kommt. Ihr braucht keinen Platz auf Vorrat. Und bis Frühjahr 2007 werdet ihr euch aller Wahrscheinlichkeit ohnehin mindestens gedulden müssen, bis es soweit ist. Allein, bis ihr Führungs- und Gesundheitszeugnisse zusammen habt, eure Lebensberichte geschrieben, wohlmöglich ein Seminar besucht habt und die nötigen Gespräche mit den Mitarbeitern des Jugendamtes geführt habt, wird es beinahe so lange dauern.
Ein Tipp aus unserem Seminar: Wenn ihr schon im ersten Gespräch merkt, dass ihr mit "euren" Amt nicht auf einer Wellenlänge seid, dann wendet euch an ein anderes. Es ist nämlich keineswegs so, dass Du z.B. ans Jugendamt Köln gebunden bist, nur weil Du in Köln wohnst.
Buchtipps:
Irmela Wiemann: Ratgeber Pflegekinder
Irmela Wiemann: Ratgeber Adoptivkinder
Es gibt unzählige weitere Bücher, aber die beiden genannten sind meine Favouriten für den Anfang.
Alles Gute und viele Grüße
Monika

Re: Tipps für Neulinge?? (Lang)

Hallo Monika,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich werde einfach mal beim JA anrufen und dann sehen wir weiter.
Alles liebe für Dich
Katrin

Re: Tipps für Neulinge?? (Lang)

Hallo Monika, es ist durchaus so das man seine Bewerbung an das für einen zuständige örtliche bzw.kreisjugendamt richten muss. Ich weiss nicht woher deine info kommt aber ein jugendamt auswählen is nich. Zudem man sich bewusst sein sollte das dort auch nur menschen sitzen die versuchen ihren job gewissenhaft zu erfüllen zum wohle des zu vermittelnden kindes ,symphatie und offenheit sollte von bewerbern und betreuenden sachbearbeitern vorhanden sein einfach offen und ehrlich an die sache rangehn.

Re: Tipps für Neulinge?? (Lang)

Hi Emma,
so wurde es uns im Ado- und Pflegeeltern-Seminar erzählt. Erste Anlaufstelle ist das örtliche Jugendamt. Sollte man dort gleich zu Beginn merken, dass es absolut nicht passt, kann man sich genau mit dieser Begründung an ein anderes Amt wenden. Schließlich sollen Jugendamt und Bewerber über Monate und Jahre hinweg zusammenarbeiten. Das geht schlecht, wenn das ganze von Anfang an unter einem schlechten Stern steht.
> Zudem man sich bewusst sein sollte das
> dort auch nur menschen sitzen
Eben drum! Und manchmal ist es eben so, dass zwei Menschen im übertragenden Sinne unterschiedliche Sprachen sprechen. Wie soll ein Mitarbeiter eines Jugendamtes in einer solchen Situation objektiv entscheiden, welches Kind in diese Familie passt?
> symphatie und offenheit sollte von bewerbern
> und betreuenden sachbearbeitern vorhanden sein
Nochmal eben drum! Jeder - Bewerber wie JA-Mitarbeiter gleichermaßen - sollte so offen sein (dürfen), einzugestehen wenn partout keine Sympathie aufkommen will.
Liebe Grüße
Monika

Re: Tipps für Neulinge?? (Lang)

...seis drum ich streite mich nicht dann bin ich nach 3 jahren der intensiven gespräche, lektüren und rechtlichen ratgeber nicht auf dem richtigen stand;-)
bei absolut schwerwiegenden gründen wird man sicherlich an ein nächstes amt treten können wie dies aber ankommt wenn ihr euch dort über deren kollegen beschwert kann zumindest ich mir denken;-) von daher bleib ich bei meiner devise wie man in den wald hereinruft so schallt es heraus habe bisher bei 4 jugendämtern in gesprächen nur positives erlebt muss ich ein glück haben...?!

Re: Tipps für Neulinge?? (Lang)

Hallo Emma!
> wie man in den wald hereinruft so schallt es heraus
Das ist auch mein Motto :-)
> habe bisher bei 4 jugendämtern in gesprächen nur
> positives erlebt muss ich ein glück haben...?!
Nein, so wie Du es erlebt hast, ist es sicherlich die Regel. Auch ich habe bisher durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht.
Aber es muss nicht immer glatt laufen. Es geht hier um Menschen, die aufeinander treffen. Und die haben mitunter Ecken und Kanten, die einfach nicht zusammen passen.
Alles Liebe
Monika
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