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Frage an die Erfahrenen...

Hallo an alle!
Am Donnerstag fanden wir abends eine Nachricht des JA auf unserem AB, daß man eine Pflegefamilie für ein 6 Wochen altes Mädchen sucht. Wir hatten dann ein echt hibbeliges Osterwochenende und heute morgen habe ich dann gleich um punkt 8:30 Uhr zurückgerufen. *gg*
Aaalso: Die Mutter ist 28, alleinerziehend (Vater unbekannt) und nach der Geburt an einer Psychose erkrankt. Man hat sie stationär in eine Klinik eingewiesen. Das Kind wurde zunächst in einem Mutter-Kind-Heim untergebracht. Es handelt sich bei der Mutter wohl nicht um eine "banale" Wochenbettdepression, sondern wohl schon um etwas tiefergehendes und heftigeres. Ich kenne aber keine Details, was der Einweisung in die Klinik vorausgegangen ist.
So und das ist jetzt das was ich weiß. Wir hatten uns eigentlich ein Dauerpflegekind gewünscht und uns schon heftigst gefreut, als wir hörten, das es sich hier um ein noch so kleines Baby handelt... Es kann jetzt aber durchaus sein, daß die Mutter mit Medikamenten wieder so eingestellt werden kann, daß sie wieder selbst für ihr Kind sorgen kann.
Wie kommt man damit klar, wenn man das Kind dann nach einigen Monaten wieder abgeben muß? Insbesondere bei einem so kleinen Kind??? Wie sind Eure Erfahrungen?
Vielen Dank für jede Antwort!
LG
Ini
Bisherige Antworten

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo Ini!
Bei meinen ersten Pflegekinder war es so. Sie waren zwar keinen Babys mehr aber ich erzähle es Dir trotzdem.
Also Patrick war 10 und Marco 3 Jahre alt. Es hieß ich bekomme sie auf 6 Monate weil die Mutter macht einen entzug.
Wir haben nie viel von der Mutter gehört. Nach 5 Monaten kam ein Anruf vom Jugendamt und man sagte mir ich soll mich darauf einstellen das die 2 für immer bleiben. Die Kids und ich waren happy. 4 Monate gingen sie zur Mutter zurück. Patrick wurde vom JA befragt wo er bleiben will. Er wollte bei mir bleiben und die Mutter war noch immer auf Drogen. Also die Kinder kamen wieder ins ungewisse. Sie waren 9 monate bei mir und sagten Mama zu mir. Es hat mir das Herz zerrissen. Es ist sehr schwer aber in der Zeit wo das Kind bei Euch ist könnt Ihr ihr alle Liebe geben. Aber ob Ihr sie jetzt wirklich nehmt mit den Gedanken im Hinterkopf das müsst Ihr selber wissen.
Ich wünsche Euch alles Liebe
LG Gitti

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo Ini, ich könnte dir etwas dazu aus der anderen Sicht sagen. Meine Mädels waren vom 8.2. 01 bis 2.11.02 in einer Pflegefamily.Als ich sie hergeben musste waren sie 6 und 4 Jahre.Ich mu8sste sie hergeben weil ich damals total überfordert war, lebte mit einem Alki zusammen und sah nicht das es für ihn zu spät war. Ich versuchte etwas zu retten was schon längst nicht mehr gab. :-(Also wenn du /ihr FRagen habt nur zu.
LG anjesa

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo anjesa,
schlimme Geschichte für Euch. Wie habt Ihr Euch wieder zusammengerauft (Du und die Kids)? "Vergessen" Pflegekinder Ihre Pflegeeltern? Gibt es im Nachhinein noch Kontakt?
Ich glaube es ist wirklich wichtig zu wissen ob Kinder dauerhaft bleiben können oder nur zeitweise. Vielleicht kann man bei einer Kurzzeitpflege das Kind doch eher als eine Art Gast betrachten und die Bindung zu den Eltern zu stützen, eben die Zeit zu überbrücken. Nimmt das Kind die Stellung eines eigenen Kindes ein wird es schwierig werden...
Liebe Grüße,
Birgit

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo Birgit,
die Kids sagten während der ganzen Zeit sie wollen wieder zu mir.Ihren Vater vergassen sie, dazu hat er sie nie besucht.Die Pflegeeltern haben sie fast vergessen, dazu muss ich sagen sie wurden dort seelich und körperlich misshandelt, mit Zustimmung des Jugendamtes. Daher nahm ich die Kids sofort mit als ich davon hörte.Sie sagten zwar erst sie wollen nicht, aber etwas später wollten sie nicht wieder zurück.*Leider* sieht man nix von den Misshandlungen sonst hätte ich Anzeige gegen die Family und das Jugendamt erstattet.Daher gibt es auch keinen Kontakt mehr, die Pflegemutter rief zwar Weihnachten an, aber Jessis Geburtstag im März wurde von denen vergessen.Dazu sah die Family meine Kids als ihre an, es wurde sogar derBausparvertrag dahingehend verändert.Ich hatte wie gesagt nur 1 Std Umgang im Monat unter Aufsicht des Jugendamtes. Die Tante vom Amt ging sogar soweit, mich nach den Besuchen auf Handy anzurufen und mir unter die Nase zu reiben wie oft ich welches Kind in Arm nehme oder mir vorzuschreiben was ich als Mitbringsel mitzubringen habe etc. Sie wollte mir sogar verbieten einen Herzenswunsch meiner älteren Tochter zu erfüllen.Näheres gern per Mail, schreib einfach an anjesa@web.de. Liebe Grüsse Sandra

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo Ini.
Wenn Du nur im Interesse des Kindes handeln willst,dann nimmst Du die Pflegschaft an,auch wenn es evtl. zu einer -
für Dich schweren - Trennung kommt.Wenn man sich 100%ig auf
so ein Baby einläßt und seinen Gefühlen freien Lauf läßt,
dann wird es immer megaschwer sein dieses Würmchen wieder
herzugeben.Ich könnte es nicht!!!Du kennst Dich selber am besten.Wenn Du meinst,daß Du eine Trennung emotional ver-
kraften würdest,dann mach es!!!!Alles Gute und liebe Grüße.
Mira

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo Ini,
ich bin diesbezüglich leider unerfahren, trage mich aber derzeit auch mit dem Gedanken ein Pflegekind aufzunehmen. Sicher wird es schwer sein ein Kind zurück zu schicken (vorallem wenn man weiß daß es ihm dort eben nicht so gut geht). Dennoch denke ich wenn wir es nicht tun, wird niemand etwas für die Kinder tun...
Liebe Grüße,
Birgit

Re: Frage an die Erfahrenen...

Hallo Ini,
meine Mutter war seit Dienstag bei uns und somit habe ich erst heute gelesen, wie es bei euch weitergegangen ist.
Wir haben zwar kein Kind in Pflege genommen, sondern wollten eins adoptieren, doch auch bei Säuglingen, die zur Adoption freigegeben werden sollen, besteht die Regelung , dass die Mutter es sich in den ersten acht Wochen noch überlegen kann und die Adoptionsfreigabe zurückziehen kann. Wir standen also praktisch vor der gleichen Entscheidung wie ihr. Es wäre bestimmt sehr hart gewesen, wenn sie uns Johanna wieder weggenommen hätten, aber ein Versuch war es auf jeden Fall wert. Zum Glück ist es ja gut gegangen. Mittlerweile haben wir sie ja auch schon offiziell adoptiert. Ich würde es an eurer Stelle auf jeden Fall machen. Auch wenn du ein Kind geboren hättest, hätte es ja auch sein können, dass es z. B. am plötzlichen Kindstot stirbt. Die Trauer kann einem dann ja auch niemand nehmen.
Habt ihr euch inzwischen schon entschieden, was ihr macht?
Ich wünsche euch jedenfalls, dass die ganze Sache für euch gut ausgeht.
Liebe Grüße,
Tanja!
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