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Geht euch das auch so?

Hallo Frauen,
geht euch das eigentlich auch so, dass ihr lieber mal eine Weile NICHT berufstätig sein würdet, lieber zuhause bleiben würdet?
Ich habe 3 Kinder, habe durchgängig gearbeitet, beim ersten eine Weile
halbtags, nach den anderen beiden dann wieder Vollzeit (wir haben die Rollen getauscht, mein Mann ist zurzeit Hausmann).
Ich verdiene gut (zumindest brutto), die Arbeit ist in Ordnung, die Kollegen nett und verständnisvoll, mein Mann ein toller (Haus)Mann und Zeit für die Kinder ist auch noch drin. Eigentlich ist alles wunderbar.
ABER - ich bin dabei unglücklich, schon lange, seit dem ersten Kind. Ich will nicht den ganzen Tag arbeiten gehen und mich mit Sachen beschäftigen, die mir eigentlich unwichtig sind. Wichtig sind mir die Kinder, die Familie, Haus und Garten.
Geht euch das auch so? Oder ist es eher umgekehrt, dass ihr lieber mehr arbeiten würdet?
LG
Antonia
Bisherige Antworten

Re: Geht euch das auch so?

Wenn ich in Deinen Schuhen stünde, ginge es mir vermutlich ähnlich. Deshalb habe ich die Karriere sausen lassen und bin nun Teilzeit berufstätig.
Kannst Du nicht das Geldverdienen mit Deinem Mann teilen? Jeder halbtags oder so?
Ganz ohne Arbeit und "nur" mit Kindern wäre ich rotzunglücklich, ich brauche beides für meine Zufriedenheit.
Wenn Du aber lieber ganz zuhause wärest, kannst Du nicht Deinen Mann wieder arbeiten schicken oder will der auch nicht?
LG
Petra

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Petra,
halbtags möchte ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten. Das geht einfach nicht. Das habe ich 2 Jahre gemacht und aufgegeben, weil es ein stressiges, ewiges Hin und Her war und ich darüber hinaus im Beruf den Anschluss verloren habe.
Deswegen haben wir gesagt, ganz oder gar nicht.
Mein Mann könnte schon wieder arbeiten gehen, aber in seinem studierten Beruf findet er zurzeit nichts und in seinem erlernten Beruf verdient er zuwenig, als dass wir davon leben könnten.
Zurzeit bin ich sozusagen eine "Gefangene der Verhältnisse" ;-)
Aber ich will nicht jammern. Was sollen denn die vielen Familienväter sagen? Die werden überhaupt nicht gefragt, ob sie zuhause bleiben wollen, schlimmer noch - wenn sie den Wunsch äussern, machen sich die anderen Männer oft auch noch lustig. Was sagte doch neulich einer zu meinem Mann: "Ach, du bist Hausmann? Und was machst du sonst noch so?"
LG
Antonia

Re: Geht euch das auch so?

Tja, die Männer werden in der Tat selten gefragt.
Was für einen Beruf hast Du? Könntest Du nicht etwas anderes machen?
Ich habe beim alten AG die Funktion gewechselt, hatte vorher auch einen Job, der nur in Vollzeit und mit täglicher bundesweiter Mobilität inkl. zahlreichen Übernachtungen und Wochenendeinsätzen verbunden war.
Nun arbeite ich halt nur noch als Sachbearbeiterin aber immerhin noch anspruchsvoll und Teilzeit und im Home Office.
LG
Petra

Re: Geht euch das auch so?

Hallo!
Komisch, grade habe ich nämlich eine Phase, wo ich keine Lust auf Arbeit habe. Ich hab immer gern gearbeitet, auch mit Kind. Aber wenn ich jetzt vormittags vom Büro aus die Mamas mit ihren KiWas sehe, bin ich ein bißchen neidisch. Und das als emnzipierte Frau ;-)
Aber ehrlich, im Augenblick gehts mir wie dir, keine Ahnung, wieso...
LG

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia !
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Seit mein Sohn in den KIGA kam, bin ich wieder halbtags arbeiten gegangen.
Die 3 Jahre Elternzeit habe ich aber sehr genossen und möchte sie nicht missen. Man muss dazu sagen, dass ich vorher schon eher der Karrieretyp war und meinen Sohn auch (erst?) mit 32 bekommen habe.
Und obwohl ich nur halbe Tage gearbeitet habe, hatte ich, meiner Meinung nach, wenig Zeit und vor allem (!!!) Nerven für Robin.
Seit Ende Mai bin ich nun zu Hause, da die Firma wohl schließen muss. Ich bin zwar auf der Suche, aber ich geniesse im Moment echt die Zeit zu Hause. Der Job ist mir schon lange nicht mehr wichtig.
Also, mehr arbeiten möchte ich auf keinen Fall. Vielleicht irgendwann wieder, wenn Robin wesentlich älter ist.
LG
Jutta

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia,
mir gehts ganz ähnlich wie Dir. Ich arbeite auch wieder Vollzeit seit Isabell 12 Monate ist. Das eine Erziehungsjahr war einfach traumhaft und ich hatte auch nie lange Weile :o)). Bei uns ist es so, dass mein Menne wesentlich weniger verdient als ich und ich so arbeiten muss! Ich habe aber immer noch Hoffnung, dass er irgendwann doch noch auf der Karriereleiter aufsteigen wird und ich dann so zumindestens nur halbtags arbeiten muss. Außerdem planen wir demnächst weiteren Nachwuchs und ob ich es dann noch schaffe Vollzeit zu arbeiten ist fraglich. Wenn ich wollte könnte ich richtig Karriere machen...aber ich will garnicht! Wieso kann mein Mann nicht meinen Job haben *eigentlichdankbarseinmuss*.
GlG Mone

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia,
mein Sohn Tobi ist ein Frühchen, 30. SSW, d.h. ich hatte durch die Frühgeburt 18 Wochen Zwangsmutterschutz. Es war für mich die schlimmste Zeit meines Lebens, die schlaflosen Nächte, die soziale Isolation, Tage, die nur aus Füttern, Wickeln, Milch abpumpen bestanden und nicht zu Ende gingen. Diese Zeit war so der Horror, dass ich auf keinen Fall weitere Kinder möchte. Seit Ende des Mutterschutzes gehe ich wieder arbeiten, Teilzeit 30 Wochenstunden (drei Bürotage + 2 Tage mit ein bißchen Telearbeit, mein Mann ist an meinen Bürotagen zu Hause bei unserem Sohn). Mir war mein Job schon immer wichtig, nicht so sehr wegen des Geldes, obwohl es mir auch wichtig ist, selbst Geld zu verdienen, sondern vor allem wegen der Anerkennung. Wenn die Leute einen für eine "Nur-Hausfrau" halten, wird man doch häufig behandelt wie der letzte Dreck, zumindest habe ich in dieser Richtung schon so einiges erlebt. Beruflich passiert mir das nicht, da wird meine Leistung und meine Kompetenz anerkannt. Außerdem hasse ich Hausarbeit wie die Pest - mit ein Grund, niemals Hausfrau sein zu wollen.
Was ich nicht wollen würde, wäre eine Vollzeit-Krippenbetreuung für mein Kind. So, wie wir uns die Elternzeit teilen, ist es für mich ideal, 30 Wochenstunden sind eine gute Größenordnung, um einen Job gut ausfüllen zu können. Wenn Tobi allerdings in den Kindergarten und später in die Schule kommt, würde ich gerne wieder mehr arbeiten.
Viele Grüße
Stefanie

Re: Geht euch das auch so?

Mir fällt an Deinem Posting folgendes auf.
Warum ist es wichtig, was die Leute denken? Wichtig ist, ob es einem gut geht, bei dem was man tut. Mich schert es überhaupt nicht, wenn andere Leute über meine Art zu leben, die Nase rümpfen.
Auch als Mutter und Hausfrau kann man Anerkennung bekommen. Wenn das Kind die Mama anstrahlt, dann ist das viel mehr wert als jedes Lob vom Chef (und ich werde auch gerne vom Chef gelobt).
Hausfrau: Das kann man zum Glück auch delegieren und das ein oder andere ist auszuhalten.
Ich arbeite jetzt 25 Stunden pro Woche und demnächst werden beide Kinder davon nicht mehr viel merken, wenn nämlich dann beide im Kiga sind. Dennoch bin ich auch Hausfrau, jeden Tag vor 8 Uhr und ab dem Mittagessen. Doch ich bin nicht berufstätig wegen dem was andere darüber denken, sondern weil es mir Spaß macht und mich ausfüllt. Wenn ich mich aber für das eine oder das andere entscheiden müßte, ich würde trotz allem die Kinder wählen. Zum Glück muß ich mich nicht entscheiden.
LG
Petra

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Petra,
ich glaube, Du hast nicht verstanden, was ich sagen wollte bzw. empfinde.
Es ist mir nicht wichtig, was die Leute denken, sondern Anerkennung ist mir wichtig, damit ich persönlich mich wohl fühle.
"Auch als Mutter und Hausfrau kann man Anerkennung bekommen. Wenn das Kind die Mama anstrahlt, dann ist das viel mehr wert als jedes Lob vom Chef"
Das ist Deine Ansicht, nicht meine. Klar freue ich mich, wenn mein Kind glücklich ist. Aber ein Kind ist leider längst nicht immer glücklich strahlend. Noch kein Chef hat mich so zusammengebrüllt wie mein Kind. Kein Chef hat mir je so zeitlich Druck gemacht wie mein Kind. Kein Chef hat mich die ganze Nacht auf Trab gehalten. Bei meiner Arbeit weiß ich selbst ziemlich gut, was ich tun muss, damit ich selbst mit mir zufrieden bin und mein Chef auch. Bei meinem Kind gebe ich mir manchmal die größte Mühe und es ist trotzdem nicht zufrieden.
"Hausfrau: Das kann man zum Glück auch delegieren und das ein oder andere ist auszuhalten."
Auch das ist Deine Ansicht, nicht meine. Klar macht mein Mann an seinen Elternzeit-Tagen viel im Haushalt. Aber für bestimmte Dinge bin ich zuständig. Und ich hasse jeglich Hausarbeit. Wenn ich die Wahl hätte zwischen täglich drei Stunden Hausarbeit und zehn Stunden Berufstätigkeit, würde ich sofort die Berufstätigkeit wählen. Ansonsten gibt es niemanden, an den ich delegieren kann, mein Mann weigert sich, eine Putzfrau ins Haus zu lassen.
"Doch ich bin nicht berufstätig wegen dem was andere darüber denken, sondern weil es mir Spaß macht und mich ausfüllt. Wenn ich mich aber für das eine oder das andere entscheiden müßte, ich würde trotz allem die Kinder wählen." Auch mir macht mein Beruf Spaß. Auch ich bin froh mich nicht entscheiden zu müssen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den Beruf wählen. Der macht mir im Durchschnitt deutlich mehr Spaß als Tage mit einem Kind, die mal gut, mal aber auch extrem nervig sein können.
Es gibt halt unterschiedlich Auffassungen zu dem Thema und weder Deine noch meine Ansicht sind die allein seligmachenden. Solange jede so leben kann, wie sie sich damit wohlfühlt, ist doch alles in Ordnung.
Viele Grüße
Stefanie

Re: Geht euch das auch so?

Wenn Dein Mann sich weigert, eine Putzfrau ins Haus zu lassen, putzt er sicher selbst gern.
Mein Mann und ich haben keine Hemmungen zu delegieren, denn nur wenn ich streßfrei arbeiten kann und genug Zeit für die Kinder bleibt, geht es der Familie und damit jedem einzelnen gut.
Ich finde übrigens nicht, daß wir weit voneinander weg sind, ich mag Hausarbeit nämlich auch nicht so gerne, habe aber für mich da gute Lösungen gefunden und das was bleibt, erledige ich halt, basta. Im Beruf macht ja auch nicht jede Aufgabe gleich viel Spaß und auch da ist immer mal was dabei, was man lieber nicht täte. So ist es zuhause halt auch.
Dir ist Anerkennung von außen wichtig. Doch ich denke man muß im Umgang mit Kindern manchmal die Anerkennung sich selbst geben können, wenn die Kinder die eigenen Anstrengungen eben nicht würdigen. Klar, ist das manchmal sehr schwer und doch kann man sich dann sagen, dass man sein bestes gegeben hat, alles dafür getan hat, damit es dem Kind gut gehen könnte. Ist es dennoch nicht zufrieden, so liegt es eben nicht an mir und meinen Unzulänglichkeiten, sondern am Kind, das eben einfach an diesem Tag Schwierigkeiten hat, vielleicht kränklich ist, vielleicht einfach nur schlecht gelaunt ist oder Spaß daran hat, Mama zu ärgern, indem es sich entsprechend verhält. Im Beruf hat man auch manchmal Pech und einen Chef, der nicht zu führen versteht. Da muß man auch gelegenlich was erdulden. Wenn es arg zu schlimm wird, kann man zum Glück was dran ändern und sich ggf. eine neue Arbeit suchen. Mit dem Kind ist das nicht möglich. Das muß man nehmen wie es ist. Klar, wenn Du noch kein Kind hättest, dann könntest Du könntest Du Dich frei entscheiden. Heute sind die Würfel gefallen. Ich kann mir nicht auch nicht wirklich vorstellen, daß Du Deinem Beruf zuliebe, Dein Kind vernachlässigen würdest. Ich nehme an, daß Du also auch heute, wenn es nötig wäre, Dich für Dein Kind entscheiden würdest und es nicht unter Deiner Berufstätigkeit leiden lassen würdest.
Ich habe vor Monaten eine solche Entscheidung treffen müssen. Zunächst habe ich mich innerlich dagegen gewehrt die Karriere sausen zu lassen und nach Wegen gesucht, wie es doch gehen könnte. Doch es gab nur Wege, unter denen die Kinder gelitten hätten, die dann nämlich von morgens ganz früh bis abends ganz spät ständig von (wechselnden) Dritten betreut hätten werden müssen.
Ich habe ganz lange in mich gehorcht und erkannt, daß es das nicht wirklich sein kann. So sehr mich der Beruf auch ausfüllt und gelockt hat, ich bin erhobenenen Hauptes zu meinem Chef und habe sein Angebot abgelehnt (und damit risikiert, überhaupt keine Arbeit mehr zu haben) und ich habe mich dabei dennoch gut gefühlt, weil ich sicher bin, ich habe das richtige für unsere Familie getan. Und dabei hätte ich gerne ja gesagt, verstehst Du? Ich arbeite nämlich auch viel lieber, als den ganzen Tag zuhause nur mit den Kindern zu verbringen. Zum Glück konnten wir uns doch noch auf eine familienfreundliche Teilzeittätigkeit einigen. Doch das hätte auch schiefgehen können.
Ich drücke Dir die Daumen, daß Du solche Entscheidungen nicht wirst treffen müssen, doch wenn bin ich sicher, wirst auch Du Dich für Dein Kind entscheiden. Denn es wird immer eine Entscheidung zwischen Kind und Beruf, nicht aber zwischen Haushalt und Beruf sein. Alles andere kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.
LG
Petra

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Petra,
"Wenn Dein Mann sich weigert, eine Putzfrau ins Haus zu lassen, putzt er sicher selbst gern." Schön wär's, er macht selbst nicht gerne Hausarbeit, will aber auch keinen fremden Menschen im Haus. Seine Mutter hatte uns mal Hilfe angeboten, das wollte er auch nicht. Das Thema Putzen ist bei uns leider ein Thema, über das wir schon seit Jahren ergebnislos streiten und das teilweise so weit ging, dass unsere Beziehung auf der Kippe stand.
Ich bin im öffentlichen Dienst, mein Mann auch, so dass bei uns Teilzeitarbeit auch in qualifizierten Tätigkeiten (bei mir sogar eine Führungsposition) problemlos möglich ist, von daher ist eine Entscheidung zwischen Kind und Beruf bei uns hypothetisch. Was ich mit meiner Formulierung, dass ich mich im Falle eines Falles für den Beruf entscheiden würde, meine, ist, dass ich eher mein Kind in Betreuung geben würde als frustriert zu Hause herumzusitzen. So eine schlimme Zeit wie den Zwangsmutterschutz will ich nicht noch mal erleben. Bei uns ist es so, dass wir uns einig sind, dass mein Mann langfristig Teilzeit arbeiten wird. Eine volle Berufstätigkeit für mich würde für Tobi bedeuten, dass er zwei Tage die Woche zu seinen Großeltern geht - das halte ich nicht für unzumutbar für ein zweijähriges Kind. Aber noch steht das alles gar nicht zur Debatte. Wir haben zur Zeit ein Modell (mein Mann arbeitet an zwei Tagen insgesamt 16 Wochenstunden, ich an drei Bürotagen + Telearbeit an den Nicht-Bürotagen insgesamt 30 Wochenstunden), dass wir noch bis Ende Januar so weiterführen. Ab Februar will mein Mann auf ca. 22 Wochenstunden gehen, Tobi soll dann ein paar Stunden von seinen Großeltern betreut werden. Ab August nächsten Jahres kommt er wahrscheinlich in den Kindergarten, da müssen wir dann noch einmal neu überlegen.
Ich finde aber nicht, dass es immer nur die Mütter sind, die sich für Kind oder Beruf oder den Spagat zwischen beidem entscheiden müssen. Solange Kinder immer nur als ein Betreuungsproblem von Frauen gesehen werden, solange werden Frauen im Berufsleben benachteiligt werden. Unser Modell mit Teilzeit für beide ist für meinen Mann und mich das Idealmodell, so fühlen wir uns beide wohl.
Anerkennung im Beruf ist deutlich einfach zu erreichen als in der Familie. Ich habe bewusst keinen Beruf erwählt, bei dem mein Arbeitsergebnis stark vom Mitwirken anderer abhängig ist (z.B. soziale Berufe). Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich selbst steuern kann, welcher Input zu welchen Ergebnissen führt. Beruflich gelingt mir das sehr gut, zu Hause deutlich weniger gut, denn wie Du schon schreibst, ein Kind hat z.B. mal einen schlechten Tag, da kann man sich dann Mühe geben, wie man will und kriegt trotzdem nur Gemotze zu hören. Mit meinen Chefs dagegen hatte ich bisher großes Glück, da waren keine unberechenbaren oder ungerechten Typen darunter. Ich ziehe einfach deutlich mehr Befriedigung daraus, einen treffenden Vermerkt geschrieben oder einen guten Vortrag gehalten zu haben als daraus, Geschirr abgewaschen und die Küche geschrubbt zu haben. Hinzu kommt, dass mein Sohn meinen Mann mir deutlich vorzieht. Für Tobi wäre es das Beste, ich würde Vollzeit und mein Mann gar nicht arbeiten. Deshalb habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen an den Tagen, an denen ich arbeite: ich weiß, dass Tobi bei seinem Papa in besten Händen ist und viel Spaß hat.
Viele Grüße
Stefanie

Re: Geht euch das auch so?

Liebe Stefanie, Großelternbetreuung ist auch für meine Kinder der Hit. Meine beiden haben regelmäßig auch je einen halben Oma/Opatag und sie freuen sich darauf wie Teufel! Meine Eltern machen das auch wirklich klasse, gehen mit den Kindern im Sommer oft schwimmen oder unternehmen sonst was schönes.
Die Phobie Deines Mannes gegen Hilfe wäre für mich auch unerträglich. Zum Glück habe ich einen Mann, der mir da freie Hand läßt; er profitiert davon natürlich auch, denn auch er muß den Putzeimer nicht schwingen und am Wochenende und abends nicht ertragen, daß ich gehetzt im Haushalt untergehe und ihn da mit in die Pflicht nehmen. Wir haben ein Au Pair im Haus, das sowohl bei der Kinderbetreuung wie auch im Haushalt eine große Entlastung darstellt. Ohne hätten wir hier täglich Streß und das wäre eine Belastung für die Kinder, die ich Ihnen nicht zumuten wollte.
LG
Petra

Re: Geht euch das auch so?

Hmmm, nein, eigentlich nicht.
Ich arbeite 30 h, das ist ein gutes Mittelmaß für mich. Da kommen weder Job noch Familie etc. zu kurz.
Als ich damals ein halbes Jahr nach der Entbindung zuhause war, ist mir extrem die Decke auf den Kopf gefallen, und ich war froh, als ich mich tagsüber wieder mit Erwachsenen abgeben durfte... ;-)
Aber wenn Du dabei unglücklich bist, dann musst Du versuchen den Zustand zu ändern ;-)
Viel Erfolg dabei!
Stadtmaus

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia,
ich war auch immer berufstätig, und zur Zeit arbeite ich 26 h /Woche. Vollzeit wäre mir persönlich auch zu viel, da ich dann von den Kindern (2+5 Jahre) nicht mehr viel mitbekommen würde. In naher Zukunft möchte ich eventuell auf 30 h /Woche gehen. Dieses lässt sich realisieren, da mein Freund auch Teilzeit arbeitet. Aber ob das in ein bis zwei Jahren mit Schule vereinbar ist, weiss ich noch nicht.
Ganz mit dem Arbeiten aufzuhören kann ich mir nicht vorstellen. Bei mir gehört das zum Leben dazu, obwohl ich bestimmt nicht arbeitswütig bin.
An deiner Stelle würde ich versuchen, etwas zu ändern. Kann Dein Mann vielleicht auch Teilzeit arbeiten?
LG
Judie

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Judie,
theoretisch ja, praktisch nein. Siehe meine Antwort auf Jillis Beitrag, oben.
Dank und LG
Antonia

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia,
also eigentlich geht es mir eher anders rum, wüde gerne mehr Arbeiten ;-).
Also, natürlich liebe ich meine Kinder und ja ich freue mich über ihr Fortschritte und ein Lächeln etc. ABER igendwie reicht mir das nicht und ich glaube, dass andere sich VIEL BESSER mit meinen Kindern beschäftigen können ;-).
Ich liebe meinen Beruf, er ist mir wichtig, er macht mir Spass und ich kann da Dinge einfach "fertigmachen", heisst, ich fange etwas an und kann dann ein Projekt wirklich zu Ende bringen und dann bleibt es so, ich muss nicht wieder von vorne anfangen, wenn ich mich umdrehe ;-)
Ich weiss nicht wie es beschreiben soll: ich glaube ich brauche einfach mal Sachen, die beendet sind. Und nicht wie bei Kindererziehung, Garten und Haushalt immer wieder von vorne anfangen.
Nach Lisas Geurt war ich 2 Jahre zu Hause, weil Teilzeit in unserer Firma nicht möglich war - ich bin gestorben, war unausstehlich und mir fiel die Decke auf den Kopf. Jetzt geht es mir besser ;-)
Aber ich arbeite auch nur Teilzeit, im Augenblick 20 Stunden. Wie das ganze Vollzeit aussehen würde, weiss ich nicht. Gibt es denn für Euch die Möglichkeit, dass Du mit Deinem Mann tauscht? Oder dass ihr beide Teilzeit arbeiten könntet? Was meint Dein Mann? merkt er Deine Unzufriedenheit?
Grüße,
Anneliese

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Anneliese,
zurzeit haben wir die Möglichkeit nicht. Siehe meine Antwort auf Jillis Beitrag, oben.
Mein Mann möchte schon mal wieder irgendwann berufstätig werden. Er hatte ursprünglich nur geplant, für die Elternzeit eine Auszeit zu nehmen. Aber zurzeit sieht es schlecht aus.
Danke und LG
Antonia

Re: Geht euch das auch so?

Huhu,
verstehe ich voll und ganz. Nach der Geburt meines Sohnes im Mai 2005 arbeite seit seit Dezember 205 wieder halbtags. Da wir uns das finanziell nicht leisten können und wir uns auch noch etwas gönnen möchten. Manchmal bin ich schon traurig, Maik wieder zur Oma zu bringen, weil ich auch noch so doofe Arbeitstage habe (Mo + Di von 13 - 16 h und Do von 9 - 16 h). Die Vormittage Mo + Di sind hin, da ich schon um 11 h los muss, da der Weg zur Oma und dann weiter zur Arbeit nich so dicht ist. Aber andererseits genieße ich auch etwas die Zeit ohne Maik. Aber ich würde gerne viel mehr mit ihm unternehmen.
LG Conny

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia,
nein, das geht mir nicht so. Klar, machmal wenn ich morgens ins Buero haste und am Kidnergarten vorbeikomme und da die lässig angezogenen Mamas quatschen sehe, die gleich joggen / einkaufen / mit dem Hund spazieren und dann vielleicht gemütlich einen Kaffee trinken gehen - dann bin ich auch etwas neidisch. Aber ich denke, gelegentlich eingestreute Ferientage tun's auch.
Denn ich bin mit meiner 32-Stelle sehr zufrieden. So habe ich immer noch etwas Zeit abends mit den Kindern, und weimal pro Woche auch am Nachmittag.
LG Gin

Re: Geht euch das auch so?

Hallo Antonia,
ich habe gerade vor 6 Wochen wieder halbtags angefangen zu arbeiten, nach fast 2 Jahren Pause. Nur zu Hause bleiben wäre auf Dauer nichts für mich gewesen. Aber jetzt bin ich auch schon wieder total unzufrieden, was allerdings nicht am Arbeiten an sich liegt, sondern an meinem Job bzw. der Firma hier, wo ich einfach nicht mehr zufrieden bin. Den ganzen Tag arbeiten könnte ich mir aber auch nicht vorstellen, da ist mir meine Tochter doch zu wichtig für und ich freue mich immer total, den Nachmittag mit ihr verbringen zu können.
Ciao, Elisabeth

Re: Geht euch das auch so?

Hi Antonia,
ich war 3 Jahre zu Hause und jetzt arbeite ich halbtags. Ich finde das perfekt. Auf keinen Fall moechte ich wieder zu Hause sitzen. Ich mag meine Arbeit, die Kollegen, den Austausch, die Abwechslung. Ich koennte mir auch vorstellen, noch ein paar Stunden mehr zu arbeiten (z.Z. 20), aber muss nicht sein. So bleibt noch genug vom Tag fuer meine Tochter, Haushalt und mich selbst.
LG
Berit

Ging mir genau so, als ich Vollzeit arbeitete,

seit ich Teilzeit (29 Std.) arbeite, ist es ok.
LG Arielle. Alleinernährer und alleinerziehend

Späte Antwort...

Hallo Antonia,
ich hatte keine Wahl. Wäre ich nicht wieder arbeiten gegangen, wäre meine Stelle jetzt weg. Ich wollte auch arbeiten gehen. Man stellt sich das ja sowaws von einfach vor.
Aber ich war eifersuchtszerfressen, als nach einiger Zeit mein Sohn zu einem zünftigen Papakind mutierte. Und ich war jeden Morgen unglücklich, wenn ich das Haus verließ. Inzwischen haben wir eine Tagesmutter, bei der ich Hendrik auf dem Hinweg zur Arbeit abgebe und auf dem Rückweg wieder einsammle. Das ist gefühlsmäßig für mich besser. Jedoch würde ich trotzdem gerne mal eine Zeit lang einfach mit ihm zuhause sein. Es fehlt mir sehr. Du bist also bei aller Liebe zum Job nicht allein damit.
Können Dein Mann und Du nicht einfach mal tauschen?
Ganz liebe Grüße
Lena, die sich jetzt manchmal in den Hintern beißt, in die Forschung gegangen zu sein mit all den Überstunden und befristeten Verträgen

Re: Geht euch das auch so?

Ich arbeite Vollzeit, und das bedeutet bei mir eine 45-Stunden-Woche. Mein Mann hat dasselbe und ein strikt ausgeklügeltes Arrangement von gegeneinander verschobenen Arbeitszeiten, spät-abendlichen Telefonkonferenzen, Telearbeit am späten Abend oder frühen Morgen sowie eine Haushaltshilfe mit hohem Stundenkontingent ermöglichen es und, dennoch ziemlich viel Zeit mit den Kindern zu verbringen - etwa 5 Stunden pro Werktag, wenn wir keinen Auswärtstermin haben.
Meine Kinder sind mir wichtig, auch Garten und Haus - aber: das Haus macht meine Haushaltshilfe, Garten mache ich gemeinsam mit den Kindern, schwere Arbeiten gebe ich in Auftrag, für meine Kinder habe ich Zeit genug.
Würde ich weniger arbeiten, müsste ich mehr... Wäsche waschen.... putzen.... Müll sortieren - ehrlich, da ist mir meine qualifizierte Arbeit tausendmal lieber.
Klar, ich sehe auch die Mütter, die nach der Bringzeit vor dem KiGa stehen, Tennisschläger unter dem Arm und "etwas für sich tun müssen". Manchmal denke ich, ein paar Stunden für mich wären echt klasse - aber andererseits würde ich NIE im Leben mit den Tennismamis tauschen wollen.
Noch mehr arbeiten, so wie ich es früher gemacht habe, würde ich nicht mehr wollen. Was ich gerne hätte, wäre so eine Woche im Jahr ohne Arbeit, ohne Kinder ganz für mich alleine als pure Erholung - das dauert aber noch ein paar Jahre, bis ich das habe (und dann erde ich meine kleinen Kinder vermissen).
Jennifer.

DAs ist auch wirklich viel!!!

Ich kann dich gut verstehen. Denn 3 Kinder und HAushalt sind ja an sich schon ein Vollzeitjob. Und dann noch "nebenher" 100% arbeiten. Das ist wirklich eine ganz schöne Belastung. Da wäre ich auch unglücklich. Ich bin die letzten 4 Jahre "nur" Hausfrau gewesen und bin mitlerweile mit diesem Zustand auch unglücklich. Immer nur putzen, kochen und aufräumen, immer nur Mutter und Ehefrau sein, seine eigenen Ideen und seine Kreativität nicht ausleben können, ja, das frustet mit der Zeit. Deshalb fange ich jetzt - meine Kleine ist gerade 2 geworden- mit 25% an. Mehr würde ich auf gar keinen Fall wollen. Denn das andere Extrem wäre genauso unbefriedigend wie der jetzige Zustand.
An deiner Stelle würde ich, wenn es irgendwie geht auf 50% reduzieren. Dann wärst du auch nicht mehr so gestresst!
LG Maria
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