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Re: Ich vermisse mein Baby

Hallo liebe Annika

ich habe deinen Beitrag nun gelesen und möchte mit dir gerne meine Geschichte teilen, da es bei mir sehr ähnlich ging.

Aber erstmal möchte ich sagen, es tut mir sehr leid, dass ihr euren Fiete verloren habt. Vielleicht könnt ihr es mittlerweile etwas besser verkraften, vielleicht auch nicht - ich hoffe jedenfalls, dass die Zeit euch ein kleinbisschen hilft. 

Wir haben unseren Sohn in der 20. SSW Ende Februar verloren. Aber eigentlich hat er sich zu dem Zeitpunkt seit mehreren Wochen nicht mehr entwickelt, seine Größe entspach so wie bei euch auch 14 SSW. Seinen schlagenden Herz habe ich letztens bei einer Routineuntersuchung in der 13+5 SSW gesehen, und irgendwann kurz danach hat er offensichtlich aufgehört zu schlagen.

Ich habe auch nichts gemerkt in den Wochen, wo unser Sohn nicht mehr lebte, und habe mir erstmal viele Gedanke darüber gemacht, wie das überhaupt so sein konnte. Irgendwann habe ich in meinem Mutterpass gemerkt, dass ich in dieser Zeit eigentlich ganz normal zugenommen hatte, und ich hatte ja auch alle andere Schwangerschaftszeichen immer noch. Ja mein Bauch selbst ist nicht mehr größer geworden (wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke), aber ich habe einfach gedacht es ist noch nicht ganz die Zeit wo er so schnell wachsen würde, und es ging mir ja gut. Ich konnte mir gar nicht denken, dass mein Baby einfach so leise gehen würde, ohne das ich das überhaupt mitbekommen könnte. Jetzt finde ich das allerdings tröstend, dass ich ihn etwas länger bei mir behalten durfte. Vielleicht wollte er ja auch bei mir so lange wie möglich noch bleiben. 

Wir haben ja noch eine Tochter, die 3,5 ist. Sie hat sich schon sehr auf das Geschwister gefreut und wir haben sie deswegen auch von Anfang an einbezogen. Sie macht sehr gut mit. Es wäre ja sowieso unmöglich, das von ihr zu verbergen, sie wusste schon, dass Mama ein Baby im Bauch hat, hat allen davon voller Stolz erzählt und mit ihm geredet. 

Das es ein Junge war, haben wir erst nach der Geburt erfahren. Ich hatte also eine eingeleitete Geburt im Krankenhaus. 

Unseren Sohn haben wir Wombat genannt, was ein spilerischer Name ist, den unsere Tocher schon ganz früh ausgedacht und benutz hat. Wir haben ihn zwei Wochen nach der Geburt auf einen ganz schönen Sternenfeld nicht weit von uns beerdigt. Es war schön und unendlich traurig zugleich. Wir gehen immer wieder zu dem Ort und es gibt uns Trost.

Also bei uns ist es noch ganz frisch und ich habe immer wieder schlechte Tage und einfach schlechte Zeiten wo ich das immer noch nicht glauben kann, dass er nicht mehr da ist. Aber ich weiß schon, wir werden ihn für immer in unseren Herzen tragen. Es tut einfach unheimlich weh.

Falls du immer noch reden möchtest, würde ich mich freuen, von dir zu hören. Ich würde sehr gerne hören, wie es euch mittlerweile geht und wie ihr euren Weg wieder findet. 

Ich wünsche euch jedenfalls weiterhin ganz viel Kraft und alles Gute,

Liebe Grüße

Elena

 

 

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