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Expertin-Schleich
Registriert seit:
19.12.2012
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508

Re: Spezialfrage zu Arbeitsanspruch nach Elternzeit

Liebe Manuela, 

 

vielen lieben Dank für Ihre Frage. 

Wenn Sie wieder in Ihr Arbeitsleben einsteigen möchten, haben Sie eine Garantie auf einen Arbeitsplatz. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie an ihre alte Stelle zurückkehren. Stattdessen kann der Arbeitgeber gemäß seinem Direktions- und Weisungsrecht eine gleichwertige Position anbieten. Die neue Tätigkeit muss aber im Wesentlichen dem entsprechen, was im Arbeitsvertrag festgeschrieben ist und was der Arbeitnehmer zuvor geleistet hat. Auch Qualifikation, Bezahlung, Arbeitszeit und -ort müssen die vorherigen Bedingungen erfüllen.

Den Anspruch darauf hat jeder Arbeitnehmer, nicht nur ein Wiedereinsteiger nach der Elternzeit. Doch vor allem Mütter machen davon Gebrauch.Ein Anspruch auf eine geringere Arbeitszeit besteht grundsätzlich dann,

wenn das Unternehmen mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt,

wenn das Arbeitsverhältnis bereits länger als sechs Monate andauern

und wenn es vonseiten des Arbeitgebers keinen betrieblichen Grund gibt, um eine Reduzierung der Arbeitszeit abzulehnen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Organisation, der Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb durch eine Verringerung der Arbeitszeit wesentlich beeinträchtigt wird oder der Wechsel zu Teilzeit für das Unternehmen unverhältnismäßige Kosten verursacht.Wer in Teilzeit arbeiten möchte, muss dies spätestens drei Monate vorher schriftlich oder mündlich anmelden. "Wie viele Stunden man reduziert, sollte man sich gut überlegen", empfiehlt Andrea Mohr von der Arbeitsagentur Frankfurt/Main. Oft sei die Teilzeittätigkeit geringer qualifiziert als die Vollzeitstelle - und auch dementsprechend schlechter bezahlt. Frauen und Männer, die ihre Familienzeit planen, sollten darum laut Mohr ihre weiteren Karriereschritte nicht vernachlässigen und genau prüfen, mit wie vielen Wochenstunden sie später zurückkehren können.

Quelle : süddeutsche.de

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit weiterhelfen und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute 

Herzliche Grüße

Yvonne Schleich
(Diplom- Sozialpädagogin)

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