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Samstag, 20. Oktober 2018
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Dachtest Du, es wäre einfach?

Hallo Schnecke,
ich hatte auch Dein letztes Posting schon gelesen, nur war ich da zu "angefasst" um darauf antworten zu können. Verzeihe mir also, wenn meine Antwort jetzt evtl. etwas wirr ausfällt, ich rege mich nämlich immer noch maßlos auf.
Es ist tatsächlich so, dass Menschen, die noch keine Kinder haben, schlecht bis gar nicht einschätzen können, wie das mit einem Kind ist. Emotional und/oder organisatorisch.
Ich kann Deinen Ex gut verstehen, dass er seine Tochter an jedem Wochenende sehen will, insgesamt kann er froh sein, dass er diese Möglichkeit hat.
Die Kinder brauchen nun mal beide Elternteile, und das möglichst zu gleichen Teilen. Er hat die Kleine an 5 von 14 Tagen, auch nur am Wochenende; das ist nicht viel, wenn man aktiv an Leben der Kinder und an der Erziehung teilhaben möchte. Du schreibst "meist wird ein 14-tägiges Besuchsrecht vereinbart" (und glaube mir, die meisten Väter sind damit nicht glücklich!) und überlegst, ob Dein Ex es nicht auch darauf reduzieren könnte "damit er sich mal erholt". Stell Dir einfach mal vor, dass er - als er noch seine komplette Familie hatte - seine Tochter immer um sich hatte, und das mit Sicherheit als Bereicherung und nicht als Belastung empfunden hat. Warum sollte das jetzt anders sein?
Stell Dir mal vor: es soll sogar komplett allein Erziehende geben, die es schaffen eine neue Beziehung aufzubauen, und das, obwohl sie ihr Kind immer dabei haben!
Als neue Partnerin eines Wochenend-Vaters hat man genau 2 Möglichkeiten: man nimmt die Situation an oder man lässt es bleiben. Die Kinder merken auch sehr schnell, wer sich gerne mit ihnen befasst und wer das nur tut, um dem Zwang zu genügen.
Bei mir ist es so, dass mein Ex und ich unsere Tochter (6) im Wechselmodell betreuen (d.h. 50/50). Jeder von uns springt flexibel ein, wenn der andere dienstlich unterwegs ist. Außerdem arbeiten wir beide über 40h Vollzeit. Es würde keinem von uns Dreien gut tun, wenn wir diese Situation ändern würden. Aber ich habe auch nie einen Freitagabend für mich alleine, mein Ex dafür keinen Samstag… na und? Das ist eben so mit Kindern, und das wäre auch kaum anders, wenn wir noch zusammenleben würden.
Dazu kommt, dass mein Freund seinen Sohn (7) alle 2 Wochen von Donnerstag bis Sonntagabend hat.
Eine zeitlang hatte mein Ex eine Freundin mit Tochter (11), die auch jedes Wochenende bei ihrem Vater ist, der auch eine neue Familie mit Kind (1) hat.
Trotzdem bekommen wir die Organisation hin, so dass wir Dinge zu Zweit, zu Dritt oder auch zu Viert unternehmen können. Oder auch mal nur ich mit meiner Tochter oder die beiden "Männer" zusammen. D.h. wir koordinierten zeitweise 8 Erwachsene und 4 Kinder. So viel zu Deinem Thema, Du hattest noch nie einen Freund, dessen Termine Du Dir eintragen musstest.
Sorry fürs Zutexten, aber mir geht wirklich die Hutschnur hoch, wenn ich so was lesen muss.
Stadtmaus
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Bisherige Antworten
  • 07.04.2009, 14:59 Uhr  |  Antworten: 1
    Hallo, ich denke ich habe hier ehrlich meine Gedanken geschrieben, um zu...  Mehr...
  • 07.04.2009, 16:03 Uhr  |  Antworten: 1
    daß ihr das wechselmodell erfolgreich praktiziert, hut ab davor - so könnte...  Mehr...
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