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Re: Amalias Geburtsbericht - sehr lang!!

Zum Thema Kaiserschnitt kann ich nur aus zweiter Hand berichten, aber vielleicht hilft es der einen oder anderen, die einen KS hinter sich hat, oder auch noch vor sich - auch wenn sie es noch nicht weiß...

Eine Freundin hat inzwischen 3 Kinder; alle per Kaiserschnitt. Bei ihrem ersten Sohn lag sie schon 20 Stunden in den Wehen, als der Arzt dann feststellte, dass der Kleine nicht in den Geburtskanal rutschen würde. Daher wurde der KS gemacht. Die Bindung zu ihrem Baby war nicht von Anfang an so stark, wie bei ihrem zweiten Sohn. Bei dessen Geburt begann nach 5 oder 6 Stunden Wehen die KS-Narbe dermaßen zu schmerzen, sodass eine natürliche Geburt nicht mehr möglich war. Den Unterschied zwischen den Bindungen zu den Jungs machte meine Freundin daran fest, dass man ihr ihren Erstgeborenen zwar gezeigt hatte, es aber zu keinem direkten Körperkontakt kam. Beim Zweiten hat sie darauf bestanden, dass sie ihren Sohn an ihre Wange gehalten bekommt, und zu ihm hatte sie, wie gesagt, sofort eine gute Bindung. Ihre Tochter wurde jetzt per geplanten KS geholt, weil es unwahrscheinlich war, dass eine spontane Geburt diesmal funktioniert hätte.

Eine Bekannte, die 3 Tage nach uns entbunden hat, musste auch die spontane Geburt gegen einen KS tauschen. Es war die dritte Geburt, nach zweimal spontaner Geburt. Bei Kind Nummer 2 ist der Kleine aufgrund seiner Größe (ca. 4 kg) mit der Schulter stecken geblieben. Er konnte nach einer Drehung normal zur Welt kommen. Da das dritte Kind jetzt auch wieder an die 4 kg gewogen hat, wurde sie darauf hingewiesen, dass es diesmal auch wieder sein könnte, dass die Kleine stecken bleiben könnte, was auch dauerhafte Schäden nach sich ziehen könnte... das war für die Eltern Grund genug, den KS in Betracht zu ziehen. Noch dazu hat sie in dieser Schwangerschaft sehr viel zugenommen. Hauptsächlich durch Wassereinlagerungen; allein in der letzten Woche vor der Geburt waren es nochmal 3 Kilo. Dadurch fühlte sie sich auch nicht fit genug für die spontane Geburt. Auch wenn es die beste Entscheidung für sie und das Baby war, brauchte sie nach der Geburt einige Zeit um damit klar zu kommen; einfach deshalb, weil sie ursprünglich keinen KS wollte. 

Zum Schluss hab ich noch die Erfahrung meiner Arbeitskollegin: ihre Tochter (Kind 1) kam per geplanten KS (Steißlage) zur Welt. Ihren Sohn konnte sie trotzdem auf natürlichem Weg entbinden. 

Meiner Meinung nach sollte es keine Rolle spielen, wie die kleinen Wunder in unser Leben treten, solange sie gesund sind! Und über die Fähigkeiten der Mutter sagt es schon mal gar nichts aus!!! Wer sein Kind liebt (auch wenn diese Liebe erst wachsen muss) und alles dafür tut, dass es ihm gut geht, macht alles richtig.

Alles gute noch für euch!

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