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Dienstag, 25. September 2018
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Der Frühchenblues...

Hallo zusammen!
Ich habe schon oft hier mitgelesen, heute möchte ich mich mal vorstellen, habe die letzte Zeit sehr stark das Bedürfnis, mich auszutauschen, meine SS und Geburtserlebnisse irgendwie aufzuarbeiten - wenn`s denn gelingt :-)
Ich heiße Andrea, habe 5 Kinder, davon 4 Frühchen. Ronja kam 2000 in der 41. SSW spontan zur Welt. Julius und Jonathan wurden 2002 bei 32+3 per KS geholt, nachdem ich zuvor 4 Wochen zur engen Kontrolle im KH lag, da die Dopplerwerte bei Julius auffällig waren. Zum Glück waren beide relativ schnell stabil, von diversen harmlosen bis schaurigen Befunden hat sich Gott sei Dank nichts bestätigt, sie holten ihren Rückstand schon im ersten Jahr auf und heute...halten sie mich mit ihren kreativen Einfällen auf Trab ;-). Leider hat sich diese Geschichte wie ein Film wiederholt (dabei sollten doch nur die guten zweimal gesendet werden!), und das macht mir gerade unheimlich zu schaffen. Hannah und Amelie wurden am 09.Januar diesen Jahres bei 32+5 geholt, ebenfalls weil ein Kind über die Nabelschnur nicht ausreichend versorgt und kleiner war. Nur, daß es diesmal "erst" in der 30. SSW festgestellt wurde, ich also nur 2 Wochen in der Klinik war. Hannah war gleich stabil, brauchte nur ein paar Tage zusätzlichen Sauerstoff und durfte schon nach 4 Wochen heim. Amelie war noch leichter als erwartet (1000 g verteilt auf 40 cm), mußte gleich intubiert werden, sonst hätt` sie`s nicht geschafft. Bei Amelie hatten wir auch mehr Sorgen wegen verschiedener Sachen, doch zum Glück ist sie trotz ihrer Zartheit ziemlich robust und entwickelt sich gut.
Vielleicht ist es, weil die Jungs am Montag 4 Jahre alt werden und ich an solchen Feiertagen oft sentimantal werde, da ziehen die Filme eben wieder an mir vorbei. Vielleicht ist es, weil die Zeit seit kurz vor Weihnachten, als die SS problematisch wurde, bis jetzt völlig an mir vorbeigerast ist. Die Zeit im KH, immer in der Ungewissheit, wie lange hält es noch, wird alles gut gehen. Wieder ein KS. Die Angst um die Kleinen. Die erste Zeit nach der Geburt habe ich nur funktionniert, jeden Tag zerissen zwischen KH und den Großen daheim, niemand wirklich gerecht werden, die Würmchen wieder zurück lassen,eine richtige Bindung erst viel später aufbauen können. Nicht stillen können. Zu wissen: das sind meine letzen Kinder, ich werde nie eine ganz nomale SS und Geburt erleben (Ronjas Geburt war leider auch so ein Alptraum). Ganz klar: ich bin froh und dankbar, 5 gesunde Kinder zu haben,das ist das Einzige was unterm Strich zählt, froh, daß die Medizin heute so weit ist, daß sich alle 4 wohl gut entwickeln werden. Ich bin eigentlich auch nicht der Mensch, der ewig zurück schaut, ich kann es schon akzeptieren, so war es eben, nicht schön, aber wer weiß, wozu diese Erfahrungen gut sind. UND TROTZDEM...es tut mir sehr weh im Moment, ihr könnt das verstehen, gell? in Gedanken hänge ich da gerade so oft fest in diesen Bildern, die immer wieder hoch kommen. Einerseits denke ich, es muß so sein, ist eben ein Teil meiner Geschichte. Aber irgendwie lähmt es mich auch gerade, nimmt mir ein bißchen die Kraft, die ich im Alltag ja bracuhe.
Wie habt ihr Eure Erlebnisse verarbeitet? Was hat Euch geholfen? Würde mich echt freuen, mich hier mit Euch austauschen zu können! Sorry, ist ein bißchen länger geworden der Text...
Allen hier einen schönen Sonntag und viele liebe Grüße,
Andrea
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