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Samstag, 22. September 2018
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*neuvorstellung* (vorsicht, wirklich extrem lang)

Hallo ihr Lieben,
ich bin noch ziemlich neu bei Quali und eigentlich im Forum Ich will schwanger werden unterwegs.
Da mein Mann zwei Kinder mit in die Ehe gebracht hat, von dem ich eins auf ADS testen lassen wollte, habe ich hier allerdings schon ab und an, still mitgelesen, aber heute muss ich mal was loswerden.
Wir waren mit der Tochter meines Mannes (5 Jahre alt), im Juni zu einem Erstgespräch bei einer Psychologin, die auch ausgebildet ist, ADS Tests zu machen. Wir waren noch keine 15 Minuten im Zimmer (wir "Erwachsenen" haben gesprochen und die kleine hat gespielt), als sie sagte, dass mit dem Kind auf jeden Fall irgendwas nicht stimmen würde.
Im ersten Moment dachte ich: "Wow, endlich fällt es mal einem Aussenstehenden auf"...doch im zweiten Moment dachte ich: "Hoppla, ist das nicht etwas sehr schnell (ver)urteilt?".
Wir besprachen, dass die kleine einmal wöchentlich zur Heilpädagogischen Behandlung in die Praxis kommt, wir ein Elterntraining machen, die kleine zur Ergotherapie muss, ADS Tests gemacht werden und die Logopädische Behandlung wie gehabt weitergeführt wird.
Ich fand das ziemlich krass, weil das 3 Sitzungen pro Woche sind (die aus organisatorischen Gründen auch noch alle an einem Tag in der Woche stattfinden müssen).
Das Erstgespräch fand bei der Psychologin an sich statt.
Letzte Woche Donnerstag war die erste Heilpädagogische Sitzung und am Montag war der erste Test.
Bei allen drei Sachen, hat Anna (die Tochter) eine andere Frau vor die Nase gesetzt bekommen (fand ich nicht so toll).
Am Montag fand halt die erste Testreihe statt und die war mit 60 Minuten angesetzt. Nach guten zwanzig Minuten kam eine etwas genervte "Testerin" mit Anna aus dem Zimmer und meinte, sie könnte sich ja garnicht mehr konzentrieren, es müsste erst mal eine Pause gemacht werden. Also gut, 5 Minuten Pause, danach weiter im Text. Nach der Stunde dann nach hause. Anna sagte es hätte ihr Spaß gemacht (ich durfte nicht mit in den Raum), somit war ich wenigstens ein bisschen beruhigt.
Am nächsten Tag, war die nächste Testreihe angesetzt (mit 90 Minuten). Erst wurde noch jemand in unserer Terminzeit "abgefertigt" und ich wurde gebeten den Fragebogen zurückzugeben. Als ich erwiderte, dass ich den noch nicht erhalten hätte, wurde mir gesagt, ich sollte ihn dann bitte jetzt ausfüllen (was mir garnicht passte, da ich die Fragen gerne in Absprache mit meinem Mann beantwortet hätte) und die Stunde würde nur 45 Minuten dauern (hä? nur noch die hälfte?..."Ja wir haben gestern so viel geschafft, da sind wir heute schnell mit durch." *ich hab die Welt nicht mehr verstanden, siehe Ablauf am Montag*)
Nun gut, heute wäre die nächste Heilpädagogische Sitzung gewesen. Nur die haben mit den Terminen irgendwas durcheinander geworfen, so dass jemand anders auch einen Termin um die Zeit hatte. Ich bekam dann allerdings angeboten, das man das Befundgespräch nun führen könnte, damit ich nicht ganz umsonst gekommen wäre (passte mir auch nicht wirklich, da ich wieder ohne meinen Mann da war.)
Und dann kam die Ernüchterung (muss noch kurz dazu sagen, dass ich die Befürchtung wegen ADS hatte und die Tests "angezettelt" habe).
*erst mal wurde ich begrüßt mit: Hallo Frau..., na da haben sie ja ein Erbe angetreten...*
BEFUND:
STARK AUSGEPRÄGTES ADS mit HYPERAKTIVITÄT
(wumms, dass saß, obwohl ich es ja geahnt hatte).
Aus der Traum, von einer normalen Erziehung usw...mir gingen tausend sachen durch den Kopf, aber das war erst die Spitze des Eisbergs *sorry bin ein wenig aufgewühlt*.
Sie kann nicht richtig hören (nicht organisch gesehen, aber sie kann das was ihr gesagt wird, nicht umsetzten), sie hat einen "normalen" IQ , allerdings im untersten Bereich.
Sie kann sich Maximal 20 Minuten konzentrieren, kann (krass gesagt) sinn nicht von schwachsinn unterscheiden, hat ein "Bindungsproblem" (das aber auf ihre leibliche Mutter zurück zu führen ist) tja und eigentlich kann man nichts dran machen. *bumms das saß auch*
Am liebsten wäre ich direkt in Tränen ausgebrochen *sorry*, ich bin 21...für mich ist eine Welt zusammengebrochen.
Auf die Frage wie es weitergeht, kam auch nicht viel.
Es wird erst mal nicht mit Medikamenten gearbeitet (ist aber für die Schule sehr wahrscheinlich unumgänglich), die Heilpädagogischen Sitzungen werden weiter gemacht, die Logopädie auch, die Ergotherapie auch und auf uns wartet das Elterntraining.
Ich weiß nicht, wie es weitergeht...wie soll ich denn ihrer großen Schwester weiterhin gerecht werden?
Sorry ihr lieben, es ist ein elendig langer Text geworden, aber ich kann im Moment einfach nicht mehr, und musste das mal los werden.
Hat jemand von euch vielleicht irgendwelche Tipps, oder Erfahrungen, die er an mich weitergeben kann?
Bin für jede Hilfe dankbar
LG Bianca *die gerade in Tränen aufgelöst da sitzt und keinen klaren Gedanken fassen kann*
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