Ein Angebot von Lifeline
Montag, 24. September 2018
Menu

Re: Ich bin stolz auf meine Grosse!!!

Hallo Brigitte
eigentlich muesste ich am Anfang mal erklaeren, wie ich erzogen wurde, denn ich bin der Meinung, dass meine Erziehung meinen Erziehungsstil sehr beeinflusst, das Schlimme ist, ich will nicht so sein, wie meine Mutter war, merke aber oft, dass ich ihre Verhaltensmuster kopiere...
Ich denke aber, es ist okay, wenn ich dir das erspare, was ich erleben musste...
Meine Mutter hat uns erzogen, wie sie von ihrer Mutter erzogen wurde, irgendwo muss dem ein Ende gesetzt werden, deswegen gehe ich bewusst andere Wege, lese viele verschiedene Buecher ueber Erziehung und rede offen mit BEkannten, wie sie die Dinge sehen und handhaben..
Was mache ich im Wesentlichen...
Ich bin konsequent, ueberlege mir vorher, was ich sage, da ich das auch einhalte.
Ich bestrafe die Kinder nicht, lasse sie aber die logische Konsequenz aus ihrem Verhalten spueren, als Beispiel: meine Tochter bekam von mir die Erlaubnis, ihre Freundin zu besuchen, sie sollte allerdings vorher noch ihre Hausaufgaben erledigen und ihr Zimmer aufraeumen.. 2x erwischte ich sie beim Lesen ihrer Buecher - einmal bemerkte ich, dass ihr Leseplatz warm war, ein deutliches Zeichen, dass sie dort gesessen hatte, einmal war das Buch um 20 Seiten weitergeblaettert... ich sagte ihr, dass ich sie nicht vom Lesen abhalten wolle und ihr deswegen den ganzen Nachmittag dafuer Zeit goenne, gab ihr das Telefon und bat sie, der Freundin zu sagen, dass sie nicht kommen wolle, da sie lieber ihre Buecher lesen moechte.
Meine Kinder haben im Haushalt feste Aufgaben, wir haben aehnlich dem Stundenplan der Schule einen Plan fuer Nachmittags aufgestellt, mit all ihren musikalischen und sportlichen Aktivitaeten und eben mit einem festen Zeitpunkt fuer ihr Hausarbeitsaufgabe, sie haben sich die Aufgabe selber aussuchen duerfen.
Ich spanne die Kinder obendrein auch noch mal ad hoc fuer kleinere Aufgaben ein, sei es nun den Muell wegzutragen, den Hund an die Wiese zu bringen oder Milch aus dem Keller zu holen.
Ausserdem achten wir sehr auf gute Tischmanieren und einen einigermassen hoeflichen und respektvollen Umgang in der Familie, so kann es beim Essen schon passieren, dass ich die Kinder oefter als einmal ermahne, gewisse Dinge zu tun oder bleiben zu lassen.
In bestimmten Situationen verlange ich auh bedingungslosen Hoeren und Handlen, zum Beispiel muss ein Kind am Strassenrand anhalten, wenn es vorgelaufen ist und ich Halt rufe, gerade meine dreijaehrige ist ein Wirbelwind auf zwei Beinen.
Ich lasse liebend gerne mal den Staubsauger aus und spiele statt dessen mit ihnen, oder wir legen die Waesche schnell gemeinsam zusammen, denn wenn sie mir helfen, habe ich mehr Zeit, mit ihnen im Sand zu wuehlen.
Die Vorwuerfe, die ich immer bekomme sind folgende...
Ich lasse meine Kinder zu wenig Kind sein, ich bin zu streng und in vielen Dingen zu pedantisch(zwanghaft), ich verlange zu viel von ihnen, goenne ihnen zu wenig Freiraum. Generell scheine ich zuviel von den Maedels zu erwarten, verpflichte sie zu zu vielen Dingen, ich bin naemlich der Meinung, dass man nicht alle zwei Wochen die Sportart wechseln kann oder dass man den Instrumentenunterricht auch gerne mal schwaenzen koennte der dass man nicht jede Woche zum Turnen muss.
Dass ich meinen Grossen auch gerne mal unser Baby zum Bespielen gebe, damit ich vernuenftig kochen kann, steigert die Sympathie fuer mich nicht unbedingt...
Obendrei erwarte ich auch von meinem Mann Mitarbeit im Haushalt, er kann seine Waesche allein in den Waeschekorb raeumen und das Duschbecken nach dem Duschen ausspuelen, ich erwarte nicht viel, aber ich moechte nicht hinter ihm herraeumen muessen.
Deswegen bin ich so gluecklich, dass meine Grosse so selbstlos sein kann, als es mir vor einigen Wochen nicht so gut ging und mein Mann in England war, hat sie ihre Geschwister abends ins Bett gebracht, ich brauchte mich nur um unser Baby zu kuemmern...
Und ja, ich bin stolz auf die Kinder, und auch da bekomme ich dann zu hoeren, dass Stolz gleich Hochmut sei und vor dem Fall komme...
Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr, warum sie an mir herummeckern, ich bin nunmal anders, gehe andere Wege, bin nicht der Putzlappen der Familie sondern versuche den Kindern beizubringen, dass sich das Haus nicht von alleine putzt und dass jeder in der Familie seinen Teil zur Sauberkeit und sonstigem beitragen muss.
Als meine Schwiegereltern im Juni 10 Tage auf die drei Grossen aufpassten, Tag und Nacht, in unserem Haus, da waren sie am Ende total begeistert, wie gut es mit den Dreien lief, wie sie aufeinander aufpassen koennen, wie die Grosse mitdenkt, damit die Juengere ihren Sport/Klavierunterricht nicht verpasst, wie gut sie sich am Tisch benehmen koennen...
Klar, Engel habe ich nicht in meinen Kinderbetten liegen, das sind ganz normale Kinder, aber gerade seit Juni weiss ich ganz sicher, dass ich nicht allzuviel verkehrt machen kann..
So, wenn du das alles gelesen hast, dann danke ich dir, dass du mir durch deine Frage die Moeglichkeit gegeben hast, mal alles, was mir zu dem Thema durch den Kopf geht, niederzuschreiben...
LG
Peanut
Beitrag melden Antworten
Bisherige Antworten
Meistgelesen auf 9monate.de
  • Kliniktasche packen

    Wann ist der richtige Zeitpunkt die Kliniktasche zu packen? Sinnvoll ist in jedem Fall, die Tasche ab der 30.Schwangerschaftswoche gepackt zu haben, denn die wenigsten Babys halten... Mehr...

Diskussionsverlauf
9monate Top-Service

Gestalte jetzt deine individuelle Einladung oder Dankeskarte zu Geburt, Taufe, Geburtstag oder Hochzeit.

Zum Kartenshop > Alle Tools & Services
Übersicht aller Foren

Zum Seitenanfang