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Montag, 24. September 2018
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Re: einschleich

Prima, daß Du die Kippen nicht in die Wiese drückst! Das ist doch schon mal mehr, als viele Zeitgenossen zustande bringen.
Niemand wird auch wohl ernstlich erwarten, daß Du Dein Kind im Wasser alleine lässt, um eine zu rauchen. Die Kinder von Rauchereltern müßten dann halt leider mit in die Raucherzone, damit sie beaufsichtigt sind. Du wirst sie ja auch nun in Nichtraucherbereichen z.B. in Restaurants oder Behörden kaum alleine lassen, derweil Du irgendwo eine rauchen gehst.
Niemand soll von mir gezwungen werden, aufzuhören. Aber es kann nicht sein, daß Gesundheitsgefahren auf unbeteiltigte Dritte übergehen, um Deine Freiheit (bzw. Deine Schwäche es nicht aufgeben zu können) zu schützen. Die Freiheit des einzelnen hört m.E. immer da auf, wo er die Freiheit des anderen und dessen körperliche Unversehrtheit gefährdet wird.
Und Raucher - auch auf Spielplätzen oder in Schwimmbädern draußen - belästigen und gefährden nun einmal alle anderen sich dort aufhaltenden Personen. Der Qualm zieht durch die Gegend und stört Nichtraucher. Wohl um den Streit anzufachen, zieht der Qualm aber auch immer genau in die Richtung von Nichtrauchern. ;-) Natürlich ist es in geschlossenen Räumen noch schlimmer, doch auch draußen stört es. Ich weiß, daß man den Qualm als Raucher nicht als störend empfindet. Ich war selbst lange Suchtraucher und habe den Gestank in der aktiven Raucherzeit nicht als solchen wahrgenommen. Erst als ich einige Zeit nicht mehr rauchte, merkte ich, wie sehr auch nur der Geruch einen Nichtraucher stören kann (und krank macht er noch dazu).
Ich habe übrigens fünf Jahre lang Anlauf gebraucht, um meine letzte Zigarette zu rauchen und rund ein Jahr lang wirklich gelitten. Und doch habe ich es geschafft. Bei mir war der Leidensdruck erst nach 5 Jahren groß genug. Ich habe fünf Jahre lang gebraucht, um es wirklich konsequent zu wollen mit allen beschissenen Folgen wie sehr unleidlich und angespannt werden, dicker werden, ständigen Gefühlen es fehlt was und ich will unbedingt mein Nikotion und dem Gefühl, täglich xfach die Wände raufgehen zu können, die psychischen Entzugserscheinungen haben bei mir sehr lange angehalten.
Ich drücke Dir die Daumen, daß Du es - wenn Du es willst - auch eines Tages angehst. Wenn aber nicht, auch gut, doch bitte denke darüber nach, warum andere unter Deiner Sucht leiden sollten. Ich kann das nicht einsehen. Und ich weiß, Du weist das auch, sonst hättest Du diesen Beitrag wohl nicht geschrieben.
Unser Bürgermeister kann sich leider noch nicht zu einem Verbot durchringen, er will es erst mit Appellen an Vernunft und Rücksichtnahme und der Ausgabe von Aschenbechern versuchen. Erst wenn das nichts bringen würde, würde er ein Verbot aussprechen. Ich befürchte, es wird nichts nutzen. Immerhin hat er aber überhaupt auf mein Schreiben reagiert. Das finde ich schon einmal klasse.
LG
Petra
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  • 25.09.2006, 14:53 Uhr  |  Antworten: 1
    Hallo Petra, jetzt verstehe ich Dich noch ein Stückchen besser, als...  Mehr...
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