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Donnerstag, 20. September 2018
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Eine Geschichte wenn....

Eure Kinder Geschwister bekommen
Sofies neuer Spielkamerad
Die erste Blume bahnt sich ihren Weg durch den schmelzenden Schnee. Sofie hüpft fröhlich durch den Wald. Merlin, der kleine Huskiwelpe, springt mit wedelndem Schwanz hinter ihr her. ?Lauf nicht soweit vor!? warnt Sofies Mutter. Sofie hat Merlin zu Ihrem Geburtstag bekommen. Jetzt geht sie jeden Tag mit ihren Eltern im nahe liegenden Wald spazieren. Sie hat die gleichen leuchtend roten Haare wie ihre Mutter und auf ihrer Nase tummeln sich ganz viele lustige Sommersprossen. Plötzlich entdeckt Sofie die kleine gelbe Blume die Ihren Kopf tapfer aus dem Schnee steckt. ?Schau Merlin, eine Blume. Jetzt kommt der Frühling!? ,ruft sie aufgeregt. Sofie und Ihre Eltern laufen weiter durch den Wald. Sofie hat ihre Mama an der Hand und die erzählt Sofie ein Geheimnis. Ein ganz wichtiges, großes Geheimnis. ?Rate mal, Sofie?? ,sagt sie. ?Bald wirst Du noch einen neuen Spielkameraden bekommen. Papa und Mama bekommen ein Baby und Du wirst eine große Schwester. Was denkst Du darüber?? ?Wird es zu Hause sein, wenn wir zu-rück sind?? ,fragt Sofie neugierig. Sofies Vater lacht! Durch seine dunklen Locken und die blauen Augen sieht es immer besonders lustig aus, wenn er lacht. Dann springen die Locken lustig hin und her! ?Nein!? sagt er. ?Wir müssen noch bis zum Winter warten. Es wird ein Winterbaby.?
Den ganzen Sommer über wartet Sofie auf das Baby. Eines Abends im Bett sagt sie zu Merlin, der schon in ihrem Bett schläft: ?Merlin, Du musst bald umziehen. Jemand ganz wichtiges kommt uns bald besuchen.? Sofie hat noch nie im Leben so lange auf etwas warten müssen. Manchmal vergaß sie einfach, dass ihre Mama immer rundlicher wurde und sie vergaß, dass sie bald eine große Schwes-ter sein würde. Manchmal sprach sie mit Ihrer Mama über das neue Baby und wie sehr sie sich darauf freut, endlich jemanden zum Spielen zu bekommen!
Eines Tages schwebte ein braunes Blatt vom Baum im Garten her-ab. Sofie und Merlin liefen los, um es einzufangen. Doch das Blatt schwang von rechts nach links und landete prompt auf Merlins Nase. Sofies Vater lächelte. ?Siehst Du Sofie, jetzt kommt der Herbst!? ,sagte er. ?Das Baby wird bald kommen!?
Den Herbst verbrachte Sofie damit, Ihrer Mutter zu helfen. Sie half Ihr bei der Wäsche, beim Geschirrspülen und beim Betten ma-chen.
Den größten Spaß hatte sie, beim Einrichten des Babyzimmers zu helfen. Sofie hat ein neues, großes Zimmer bekommen und die Wände wurden in rosa und gelb gestrichen. Ihr Vater hat ihr ein paar gelbe Sterne an die Zimmerdecke gemalt. Und ihre Mutter hat passende Gardinen genäht. Das Babyzimmer wurde in hell-blau gestrichen.
Der Arzt von Sofies Mutter hat Sofie schon verraten, dass sie einen kleinen Bruder bekommen wird. Das Zimmer war wunderschön geworden. Das kleine Bettchen mit der Spieluhr. Eine Wickel-kommode, und ein Mobile aus kleinen Vögeln. Sofie hat ein paar Bilder gemalt. Ihr Vater hat die Bilder in Rahmen gesteckt und an die Wand, über dem Bettchen, gehängt. In der Wiege hat Sofie schon gelegen, als sie noch ein Baby war. Doch jetzt ist sie viel zu groß dafür geworden. Neben die Wiege hat Sofie eine Decke von Merlin gelegt. Sie hatte beschlossen, dass Merlin nachts auf das Baby aufpassen soll.
Die Abende wurden nun immer kürzer. Es wurde schon früh dun-kel. Sofie und ihr Vater spielten jetzt viel drinnen. Nach draußen wollte nur noch Merlin. Der Wind fegte so stark ums Haus, dass man aufpassen musste, nicht weggeweht zu werden. Sofies Mutter hatte keine Lust mehr zum Spielen. Sie lag hauptsächlich auf dem Sofa und sah zu wie Sofie mit ihrem Vater herumtollte. Fast immer schlief sie nach ein paar Minuten ein! Ihr Bauch war schon richtig schwer und rund. Lange konnte es nicht mehr dauern. Sofie war schon richtig ausgeregt.
Sehr spät in der Nacht wurde Sofie wach. Irgendetwas war anders. Irgendetwas passierte. ?Warum ist alles so ruhig?? , fragte Sofie Merlin, der zusammengerollt am Fußende ihres Bettes lag. Sofie schlich auf Zehenspitzen die Treppe herunter. Ihr Vater stand am Fenster und schaute hinaus. Er legte seinen Arm um Sofie. ?Schau mal Sofie,? flüsterte er. ?Es fängt an zu schneien.? Sofie, sah hinauf zum Mond. Und dann sah sie die allererste Schneeflocke zu Boden fallen. Sofie wünschte sich, sie könne für immer da stehen. Nur sie und ihr Vater, zusehend wie die Welt sich verwandelt.
In dieser Nacht wurde ihr Bruder geboren.
Sofie begrüßte ihn am nächsten Morgen mit großer Freude. ?Hallo kleiner Mann! Ich bin die Sofie und ich bin deine große Schwes-ter!? ,sagt die stolz. ?Wie soll er denn heißen?? ?Wir dachten, dass Du vielleicht Lust hast einen Namen auszusuchen?? ,sagten ihre Eltern einstimmig. ?Ich? Das ist toll. Dann finde ich er sollte Ben-jamin heißen. Er hat so schöne rote Locken und eine lustige Nase. Aber ich werde ihn nur Ben nennen!? ?Da hast Du einen schönen Namen ausgesucht. Ab heute soll er Benjamin heißen.? ,sagte ihr Vater stolz.
Als erstes schlief Benjamin den ganzen Tag. Sein Gesicht war sehr schrumpelig, als wäre er den ganzen Tag in der Badewanne gewe-sen. Manchmal gähnte er und dann beugte sich Sofie zu ihm run-ter und gab ihm einen Kuss. Dann roch sie das Puder und die Cremes. Mit denen puderte ihre Mutter den kleinen Benjamin beim Wickeln immer ein. Und sie fühlte sein weiches kleines Ge-sicht.
Aber es gab auch andere Tage. Ihr Bruder schrie. Er wedelte mit den Armen in der Luft herum und schrie sehr laut. Sofie brachte ihm alle ihre Spielsachen, aber die interessierten ihn nicht. Er hör-te noch nicht mal auf, als er Merlin sah.
Er wollte gefüttert werden, er wollte eine frische Windel, er wollte schmusen und er wollte es jetzt, sofort!
Sofie war verzweifelt. ?Mama, wann geht er denn wieder nach Hause?? , fragte Sofie ihre Mutter. Ihre Mutter lachte. ?Das Baby geht nicht mehr weg!? ,sagte sie. ?Er bleibt hier, für immer. Wir können ihn nicht mehr hergeben!?
Sofie wollte in den Wald spazieren gehen. Doch ihre Eltern hatten keine Zeit. Sie waren zu beschäftigt mit dem Baby.
Sofie war sauer. Sie zeigte auf Benjamin: ?Ihr habt mir gesagt, er kann mit mir spielen!? ?Du musst noch ein bisschen warten!? ,antwortete ihr Vater ruhig. ?Er ist noch nicht groß genug. Aber bald kann er mit Dir spielen. Du musst noch ein bisschen warten!?
?Immer muss ich warten.? ,schrie sie enttäuscht. Dann packte sie sich sie Hundeleine und ging alleine hinaus. Merlin hinter ihr her. Der freute sich, dass endlich jemand mit ihm vor die Tür ging. Draußen war es kühl und richtig ruhig. Kein Baby das schrie. Sofie wollte diese Ruhe wieder haben, für immer. Sie nahm Merlin an die Leine und ging mit ihm in den Wald spazieren. Völlig gedan-kenverloren und traurig lief sie den Weg, den sie sonst jeden Tag mit ihren Eltern gelaufen ist, entlang. Aber seit das Baby da ist, ist alles ganz anders.
Nach einer Weile hatte sie sich beruhigt. Sie war enttäuscht und böse auf ihren kleinen Bruder. Ihre Eltern hatten nur noch Zeit für ihn! Aber eigentlich hatte sie ihn auch sehr lieb. Aber sie wollte ihre Eltern wieder für sich haben.
Wieder zu Hause angekommen, war es schon dunkel geworden und im Haus brannte
Licht. Durch das Küchenfenster konnte sie sehen, wie Ihre Eltern mit Benjamin spielten und lachten. Sofie liefen Tränen über das Gesicht. Ihr war kalt und sie fühlte sich so allein. Merlin spürte das und kuschelte sich ganz fest in ihre Hand. ?Wenigstens bist Du noch für mich da!? , schluchzte sie.
Und dann schrie sie ganz laut!
?I C H W I L L D A S B A B Y N I C H T M E H R!?
Sie schrie so laut, dass sie gar nicht merkte, dass ihr Vater in den Garten gekommen war und sie in den Arm nahm. ?Ich weiß, es ist schwierig, Sofie!? ,sagte er. ?Alles ist anders für Dich. Das heißt aber nicht, dass wir Dich jetzt weniger lieb haben!?
In der Küche machte Sofies Mutter schon einen herrlich warmen Kakao mit viel Sahne.
Nach einiger Zeit konnte Sofie mit ihrem kleinen Bruder spielen. Er fing an, lustige Geräusche zu machen, wenn er Sofie sah. Und dann war sie es, die es schaffte, ihrem Bruder das erste Lachen zu entlocken.
Eines Morgens wurde Sofie sehr früh wach.
Irgendetwas war anders. Irgendetwas passierte.
Sofie schlich auf Zehenspitzen die Treppe herunter. Ihr Vater stand am Fenster und schaute hinaus. Er legte seinen Arm um So-fie. ?Schau mal Sofie,? flüsterte er. ?Es ist wieder Frühling.?
Sofie sah hinaus in die aufgehende Sonne und war richtig zufrie-den. Sie hatte einen kleinen Bruder zum Spielen und Ihre Eltern hatten auch sie sehr lieb!
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