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Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Wie finde ich die richtigen Kindermöbel für mein Kind?

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 26. September 2018

Wie finde ich die richtigen Kindermöbel für mein Kind?

Bald schon brauchen Töchterchen und Sohnemann richtige Möbel – aber worauf muss man beim Kauf der Kindermöbel achten? Von Kinderschreibtischstühlen über Kinderbetten hin zu Sitzsäcken: Wir haben die besten Tipps, wie sich die richtigen Kindermöbel finden lassen.

Kinderschreibtischstühle: Sicher, bequem, kindgerecht

Vielleicht schon im Kindergartenalter, spätestens jedoch, wenn das Kind zur Schule geht, benötigt es einen Schreibtisch mit einem dazu passenden Kinderschreibtischstuhl. Schließlich sind die Beine noch viel zu kurz, um einen normal großen Schreibtischstuhl erklimmen zu können. Und auch das schwarze Leder eines herkömmlichen Schreibtischstuhls würde wohl kaum in das farbenfrohe Zimmer des Kindes passen.

Kinderschreibtischstühle: Darauf solltest du beim Kauf achten

Verstellbarer Sitz: Kinder wachsen schneller in die Höhe als so manche Zimmerpflanze. Kinderschreibtischstühle sollten da unbedingt mithalten können und der Sitz deshalb höhenverstellbar sein. Gut zu wissen: Viele Hersteller geben an, wie lange der Stuhl mit dem Kind “mitwachsen” kann. Die perfekte Sitzhaltung hat man übrigens, wenn beide Füße fest auf dem Boden stehen und Ober- und Unterschenkel zueinander einen Winkel von 90 Grad bilden.

Verstellbare Rückenlehne: Wenn der Kinderschreibtischstuhl der Wahl über eine Rückenlehne verfügt, sollte sich diese ebenfalls an die Größe deines Kindes anpassen können. Das unterstützt die natürliche Form der Wirbelsäule und beugt Rückenschmerzen vor. Die Lehnenoberkante sollte dabei ungefähr bis zu den Schulterblättern reichen.

Stabilität: Kinder zappeln viel – irgendwo muss die aufgestaute Energie ja hin. Kinderschreibtischstühle sollten deshalb unbedingt stabil sein und dürfen nicht schon beim kleinsten Wippen umkippen. Hier hat sich vor allem das klassische Sicherheitsfußkreuz mit fünf Rollen bewährt.

Rollen: Kinderschreibtischstühle mit Rollen lassen sich selbst von kleinen Händen ganz einfach von einer Ecke des Zimmers in die andere bewegen und sind deshalb bei Eltern und Nachwuchs gleichermaßen beliebt. Beim Kauf eines Kinderschreibtischstuhls mit Rollen sollte man allerdings die Härte der Rollen beachten, um den Fußboden nicht zu beschädigen: Harte Rollen eignen sich für Teppichböden, weiche für Laminat oder Parkett. Alternativ kann auch ein Teppich unter dem Kinderschreibtischstuhl platziert werden.

Robustes Material: Wo Kinder am Werk sind, kann es schon einmal unordentlich werden: Filzstift, Saft und Knete hinterlassen hässliche Flecken. Gut ist es deshalb, wenn der Kinderschreibtischstuhl aus schmutzabweisendem Material oder sogar abwaschbar ist.

Geprüfte Sicherheit: Ein unglücklicher Sturz von einem qualitativ schlechten Kinderschreibtischstuhl kann im schlechtesten Fall ernste Verletzungen nach sich ziehen. Deshalb sollte man immer auf dem GS-Zeichen auf dem Kinderschreibtischstuhl suchen. Es steht für “Geprüfte Sicherheit” und zeigt, dass die Qualität des Stuhles europäischen Standards entspricht.

Kinderschreibtischstühle gibt es in vielen verschiedenen Designs, mit oder ohne Lehne, als Drehstuhl oder Freischwinger. Erfahrungsgemäß bevorzugen viele Kinder einen Drehstuhl, mit dem sie sich ganz einfach in jede beliebige Richtung drehen können. Welches Modell es letztendlich ins Kinderzimmer schafft, bleibt ganz den Vorlieben des Nachwuchses überlassen – aber auf einige grundlegende Details solltest du beim Kauf jedes Kinderschreibtischstuhls achten:

Für eine gute Nacht: Kinderbetten

 

Etwa ab dem 2. Lebensjahr werden die meisten Kinder zu groß für ihr Babybett. Dann heißt es: Eine Alternative muss her. Weil auch für die Jüngsten kaum etwas so wichtig ist wie ein erholsamer Schlaf, ist kaum ein Kindermöbel so wichtig wie das Bett. Vor allem, weil Kinder viel mehr Zeit darin verbringen als Erwachsene: Kinder zwischen 6 und 13 Jahren brauchen durchschnittlich 10 Stunden Schlaf, jüngere Kinder noch einige Stunden mehr. Und damit sie auch wirklich ausgeruht sind, ist ein passendes, bequemes Kinderbett essentiell. Doch worauf sollte man beim Kauf von Kinderbetten achten?

Verschiedene Modelle von Kinderbetten

 

● Das einfache Einzelbett besteht in der Regel aus einem Rahmen aus Holz, in den der Lattenrost und die Matratze gelegt werden, und ist in unterschiedlichen Längen und Breiten erhältlich.

● Ein Stockbett oder Etagenbett eignet sich dann, wenn zwei Kinder in einem Raum schlafen. Diese sollten allerdings schon alt genug sein, um die Leiter ins obere “Stockwerk” alleine hochsteigen zu können.

● Ähnlich ist es beim Hochbett: Hier befindet sich die Schlaffläche ebenfalls erhöht. Statt einer zweiten Schlafstätte bleibt darunter genug Platz für Schreibtisch, Kommode, Sitzsack oder andere Kindermöbel – das Hochbett ist ein echtes Platzwunder.

● Ein Themenbett begeistert vor allem die Kleinsten: In Form eines Rennautos, einer Kutsche oder anderer Gegenstände, die Kinder lieben, macht es jeden Abend Lust auf die Schlafenszeit.

Bitte beachten: Stock- und Hochbetten sind sehr beliebt, können aber bei unsachgemäßer Verwendung zu Verletzungen durch Herabfallen führen. Der DIN-Verbraucherrat empfiehlt für den Gebrauch von Stock- und Hochbetten deshalb ein Mindestalter von 6 Jahren. Außerdem sollte die Absturzsicherung, also das “Gitter” um das Hochbett herum, mindestens 16 Zentimeter hoch sein und die Verbindung der Leiter mit dem Bett regelmäßig überprüft werden.

Es gibt nahezu unendlich viele Kinderbett-Modelle von schlicht bis ausgefallen. Die beliebtesten Materialien sind Massivholz und Metall, was dieses Kindermöbel besonders widerstandsfähig und stabil macht. Bei der Auswahl eines Kinderbetts spielen nicht nur die räumlichen Gegebenheiten des Kinderzimmers, sondern auch die Ansprüche des Kindes an das Design eine Rolle.

Kinderbetten: Darauf solltest du beim Kauf achten

 

Für welches Modell von Kinderbett man sich auch entscheidet: Achten sollte man – neben den passenden Maßen – in jedem Fall darauf, dass ungiftige und umweltfreundliche Lacke verwendet wurden und dass keine Verletzungsgefahr durch spitze Kanten besteht. Das GS-Siegel gibt es ebenfalls für Kinderbetten und ist auch hier eine Bescheinigung, dass die Sicherheit des Kindes gewährleistet ist. Und natürlich ist es äußerst wichtig, dass dem Kind das Bett auch gefällt; es sollte daher unbedingt in den Kaufprozess mit einbezogen werden.

Matratze, Lattenrost und Bezüge für Kinderbetten

 

https://unsplash.com/photos/dAMvcGb8Vog Bildunterschrift: Weil Kinder auch gerne mal auf der Matratze toben, sorgt ein verstärkter Rand für mehr Sicherheit. Ganz wie bei den Erwachsenen ist die Wahl einer Matratze auch für Kinder bis zu einem gewissen Grad Geschmackssache. Die einen mögen härtere Matratzen, die anderen etwas weichere – um das Probeliegen kommt man da nicht herum. Experten empfehlen, im Zweifelsfall immer zur härteren Variante zu greifen. Immer gut ist ein verstärkter Rand, der verhindert, dass die Matratze zu sehr nachgibt, wenn darauf herumgetobt wird. Das beugt Verletzungen vor. Und auch bei Matratzen ist es besser, Modelle aus schadstofffreien Materialien zu wählen, um allergische Reaktionen von vornherein auszuschließen. Qualitätssiegel, zum Beispiel von Stiftung Warentest, helfen dabei. Für Kinder, die erst lernen, ohne Windeln zu schlafen, bietet sich außerdem eine waschbare Schutzauflage an, die einfach über die Matratze gespannt wird und so effektiv davor schützt, dass Nässe in die Matratze dringen kann. Das verlängert nicht nur die Haltbarkeit der Matratze, sondern gibt auch Schimmel keine Chance. Viele Kinderbetten werden ohne Lattenrost, dafür aber mit einer Span- oder Sperrholzplatte geliefert. Diese reicht aber nicht aus – ein Lattenrost ist für einen gesunden Schlaf zwingend notwendig. Der Grund: Wenn wir nachts im Bett schwitzen und dabei auf einer abgeschlossenen Platte liegen, hemmt das den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch und sorgt für ein sehr warmes, feuchtes Schlafklima. Das ist ein Nährboden für Schimmel und Bakterien, führt aber auch dazu, dass es im Bett einfach viel zu heiß wird. Lattenroste lassen sich äußerst preisgünstig erwerben und sollten in jedem Fall ein fester Bestandteil von Kinderbetten sein – auch weil sie die Stabilität und damit die Sicherheit des Bettes nochmals erhöhen!

Sitzsäcke: Die perfekte Ergänzung fürs Kinderzimmer

 

Nicht nur in hippen Büros sind sie der absolute Renner: Sitzsäcke machen sich auch im Kinderzimmer äußerst gut. Als vielfältiges Kindermöbel ohne scharfe Ecken und Kanten dienen sie als Sitzplatz, als perfekter Ort für ein kleines Nickerchen und als knalliger Hingucker. Sitzsäcke für Kinder haben ein geringeres Volumen als Sitzsäcke für Erwachsene, damit die Kleinen auch wirklich bequem darin sitzen oder liegen können und nicht darin versinken – das kann gefährlich werden. Für Kinder bis 5 Jahre eignet sich ein Volumen von etwa 90 Litern, grundsätzlich sollte man aber immer Probesitzen, um die perfekte Größe zu finden und die Herstellerangaben beachten. Ähnlich wie beim Kinderschreibtischstuhl ist es hilfreich, Sitzsäcke aus waschbaren Materialien zu wählen, damit Krümel und Spritzer das gute Stück nicht sofort ruinieren. Baumwolle und Polyester sind hier sehr verbreitet, wobei die Naturfaser Baumwolle frei von Allergenen ist. Außerdem sollte der Verschluss kindersicher sein, damit das Füllmaterial, meist Kunststoffkügelchen, nicht herausgenommen werden kann – sonst droht Verschluckungsgefahr! Wer sich sorgt, dass der Sitzsatz die Haltung des Kindes negativ beeinflussen könnte, sollte statt zu formlosen zu vorgeformten Modellen greifen. Diese sind auch für kleinere Kinder besser geeignet, da sie einen sicheren Halt bieten. Es spricht aber an sich nichts dagegen, regelmäßig auf einem Sitzsack zu sitzen – solange man die Körperhaltung immer wieder ändert. Kinder machen genau das sowieso weitaus öfter als Erwachsene.

Kindermöbel kaufen: Auf Qualität achten

Für alle Kindermöbel gilt: Gerade hier solltest du beim Kauf unbedingt auf gute Qualität, hochwertige Verarbeitung, schadstofffreie Materialien und zertifizierte Gütesiegel achten. Damit sorgst du nicht nur für uneingeschränkte Sicherheit, sondern auch für strahlende Kinderaugen!  

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 26. September 2018

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