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Sonnenblenden für Kinder

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2019

Den richtigen Sonnenschutz fürs Baby finden

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als mit den lieben Kleinen einen wunderbaren Tag an der frischen Luft zu verbringen. Ab ins Auto und los geht’s! Allerdings lauert eine oft unterschätzte Gefahr am Himmel: die Sonne! Die ist für zarte Babyhaut gar nicht gut, weshalb Babys und Kleinkinder nie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollten – auch nicht im Auto. Die Haut ist schlichtweg noch zu dünn dafür. 15 Minuten in der prallen Sonne reichen schon aus, um sie zu verbrennen. Damit das nicht passiert, widmet sich dieser Artikel dem Finden von passendem Baby-Sonnenschutz und Sonnenblenden für das Auto.

Kann ich mein Baby nicht einfach mit Sonnencreme eincremen?

Wofür brauche ich überhaupt Sonnenblenden und Co., wenn es doch Sonnencreme gibt?, mag sich der ein oder andere fragen. Tatsächlich wird aber davon abgeraten, Babys unter einem Jahr mit Sonnencreme einzureiben. Der Grund: Sonnencreme enthält oft viele verschiedene Chemikalien, die über die Haut aufgenommen werden. Da Babys im Vergleich zu erwachsenen Menschen eine größere Hautoberfläche haben, nehmen sie in der Folge auch mehr Chemikalien beim Eincremen auf. Darüber hinaus können Babys auch noch nicht richtig schwitzen – Sonnencreme erschwert das Schwitzen noch zusätzlich. Es müssen also alternative Lösungen her.

Klar, auch Babys profitieren von den positiven Eigenschaften der Sonne. Dafür reicht aber auch indirekte Sonneneinstrahlung: 15 Minuten im Schatten bzw. Halbschatten sind schon genug, um Vitamin D-Mangel vorzubeugen.

 

Die verschiedenen Arten von Sonnenschutz für Babys im Auto

Sobald ein Baby mit an Bord ist, muss der Sonnenschutz im Auto neu überdacht werden. Die Klimaanlage mag zwar angenehm kühlen, aber die schädliche UV-Strahlung hält sie natürlich nicht ab. Diese Sonnenschutz-Arten aber schon:

● Sonnenschutzfolie

Man kann die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe von innen mit Sonnenschutzfolie bekleben. Sie bieten Schutz vor Sonneneinstrahlung und fangen die schädlichen UV-A- und UV-B-Strahlen ab. Ein großer Vorteil von Sonnenschutzfolien ist, dass sie recht einfach angebracht werden können – entweder vom Experten oder von dir selbst. Aber Vorsicht: Du darfst wirklich nur die Seiten- und die Heckscheibe abkleben, das ist gesetzlich so vorgeschrieben.

● Sonnenschutzrollo

Ein Sonnenschutzrollo ist die wohl bequemste Variante, das Auto sonnensicher zu machen. Es lässt sich von innen mit Saugfüßen oder Klemmvorrichtung an den hinteren Seitenscheiben des Autos anbringen. Das geht extrem schnell und ist auch recht kostengünstig. Nebenbei lässt sich das Sonnenschutzrollo auch ganz einfach wieder entfernen. Wie ein echtes Rollo kannst du auch das Sonnenschutzrollo ein- und ausfahren – je nachdem, ob du gerade Sonnenschutz brauchst oder nicht. Allerdings verfügen die meisten Sonnenschutzrollos nicht über UV-Schutz, sondern blocken einfach “nur” die Sonne ab.

● Sonnenschutzgardine

Eine Sonnenschutzgardine blockt an Seiten- und Heckfenstern nicht nur die Sonne ab, sondern bietet auch noch zusätzlich etwas mehr Privatsphäre. Es gibt Sonnenschutzgardinen in Dutzenden Ausführungen, sodass für jeden Fahrzeugtyp und jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Der Nachteil ist, dass sich viele Sonnenschutzgardinen nur recht aufwendig befestigen lassen – ums Bohren kommt man oft nicht herum.

● Sonnenschutz-Fensterüberzug

Der Name ist Programm: Fensterüberzüge bestehen aus netzartigem Material, werden einfach über die obere Hälfte der hinteren Autotür gestülpt und blocken so zuverlässig die Sonne ab, wobei die Fenster nach wie vor herauf- und heruntergelassen werden können. Aufgepasst: Achte beim Kauf darauf, dass die Überzüge zu deinem Auto passen, hier helfen die Herstellerangaben weiter.

● Sonnenschutzblende

Eine Sonnenschutzblende kann man sich wie ein Schild vorstellen, das mit Alufolie beschichtet ist und damit die Sonne reflektiert. Es verhindert so, dass sich die Luft im Auto zu stark aufheizt, wenn der Wagen zum Beispiel in der Sonne geparkt wurde. Vor dem Fahrtantritt muss die Blende natürlich wieder entfernt werden. Eine Sonnenschutzblende sollte in keinem Kofferraum fehlen – vor UV-Strahlung schützt sie aber nicht. 

Worauf man beim Kauf von Sonnenschutz fürs Auto achten sollte

Neben Optik und Preis spielen noch einige Details eine wesentliche Rolle bei der Auswahl des passenden Sonnenschutzes:

  • Das Fenster-Problem: mit Sonnenschutzrollo und teilweise auch bei Sonnenschutzgardinen lassen sich die Fenster nicht mehr öffnen und schließen. Der Sonnenschutz muss hierfür vorher abgenommen werden, was unter Umständen nerven kann.

     
  • Gerade Fensterüberzüge, aber auch einige Sonnenschutzfolien verdunkeln das Auto doch erheblich. Hier solltest du darauf achten, dass noch genügend Licht ins Fahrzeuginnere vordringt und auch nur die hinteren Autofenster damit ausstatten.

     
  • Zu beachten ist auch, dass man den Sonnenschutz vielleicht nicht ständig an den Fenstern haben möchte. Wer flexibel bleiben möchte, sollte also keine permanente Lösung wie eine Sonnenschutzgardine oder eine Sonnenschutzfolie, sondern eher ein Sonnenschutzrollo mit Saugnapf wählen.

 

Ein Sonnenschutzrollo, das mit einem Saugnapf am Fenster befestigt wird, ist die einfachste, günstigste und bequemste Lösung, dein Baby vor schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen. Es gibt Sonnenschutzrollos schon für unter 10 Euro – praktischer wird’s nicht!

 

Weitere Tipps, um Sonnenbrand bei Babys vorzubeugen

  • Während der Mittagshitze ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Babys und Kleinkinder deshalb nur im Schatten spielen. Aber bis ins Vorschulalter gilt es, pralle Sonne so gut es geht zu vermeiden.

     
  • Kopf, Gesicht und Nacken des Babys sind besonders empfindlich. Mit einer Kappe, einem Tuch oder einem Hut wird die Gefahr durch Sonne modisch gemindert – natürlich auch im Auto.

     
  • Babykleidung gibt es mittlerweile auch mit besonderem UV-Schutz: durch Imprägnierung oder besondere Webarten bieten Hose, Shirt und Co. zusätzlichen Schutz. Wichtig: beim Kauf auf „UV-Standard 801“ und einen UV-Schutzfaktor von mindestens 30 achten.