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Mittwoch, 12. Dezember 2018
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So finde ich die richtige Kinderhängematte für mein Kind

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 02. November 2018

Schon die Kleinsten lieben es, ab und zu den Moment zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Eine Kinderhängematte ist für diesen Zweck ideal. In sie können Kids nach Lust und Laune hineinschlüpfen, sich einkuscheln und unter sanftem Wiegen ein Buch lesen, Hörspielen lauschen oder vor sich hinträumen. Eltern, die das Zimmer ihres Nachwuchses um eine dieser Spiel- und Entspannungs-Oasen bereichern wollen, haben es angesichts des riesigen Angebots nicht einfach. Denn bei näherem Hinsehen zeigt sich schnell, dass nicht jede Hängematte für Kinder geeignet ist und es große Qualitätsunterschiede gibt. Die nachfolgenden Tipps helfen, eine altersgerechte und sichere Kinderhängematte zu finden. 
 

Kinderhängematten – was ist das? 

Hängematten gibt es für jede Altersgruppe, vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Spezielle Kinderhängematten zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie – anders als die bei Erwachsenen beliebten Stabhängematten – keinen Spreizstock an den Enden besitzen. Stattdessen werden die Enden des Hängemattentuchs über eine Seilaufhängung an den Wänden befestigt. Auf diese Weise bleibt der Schwerpunkt des Körpers unten. Das sorgt für mehr Stabilität und verhindert, dass Kinder beim Toben aus dem Tuch fallen können. Willkommener Nebeneffekt: Das Tuch schmiegt sich bei einer Hängematte ohne Spreizstock stärker an den Körper, was viele Kinder als angenehm und beruhigend empfinden. 

Kinder nutzen ihre Hängematte nicht nur zum Ausruhen. Sie lieben es auch, in dem Tuch zu spielen und alleine oder zusammen mit Freunden zu toben. Um dieser zusätzlichen Belastung standhalten zu können, muss das Material des Tuchs robust sein. Viele Kinderhängematten besitzen deshalb gewebte Tücher. Diese sind belastbarer als Tücher aus geflochtenem Gewebe, bieten zur Freude der Kinder farbenfrohere Gestaltungsmöglichkeiten und sind pflegeleichter. 

 

Gibt es auch Hängematten für Babys? 

Schon die Kleinsten mögen es, in einer Kinderhängematte zu schaukeln. Es heißt, dass sie die sanften Wiegebewegungen der Babyhängematte an die Bewegungen erinnern, die sie im Mutterleib erlebt haben. Aus diesem Grund wird der Hängematte für Babys eine beruhigende Wirkung zugeschrieben, von der auch Schreibabys profitieren. Das Baby fühlt sich geborgen und sicher – vorausgesetzt, die Hängematte ist auf die Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern bis zu einem Alter von 3 Jahren ausgelegt. 

Für Babyhängematten gelten besondere Sicherheitsanforderungen, deshalb sollten Babys und Kleinkinder nicht in einer Hängematte für ältere Kinder oder gar für Erwachsene liegen. Wichtig ist vor allem, dass die Babyhängematte mit Sicherheitsgurten ausgestattet ist. Sie verhindern, dass das Baby beim Strampeln oder Drehen herausfallen kann. Außerdem sollten sich an der Hängematte keine kleinen, verschluckbaren Teile befinden und die Halterungen keine spitzen Kanten haben. Das Tuch sollte aus einem gesundheitlich unbedenklichen Material bestehen und darf auf keinen Fall Weichmacher oder gefährliche Substanzen enthalten. Gerade Babys nehmen den Stoff gerne in den Mund, um daran zu nuckeln. 

Das Wichtigste zur Babyhängematte auf einen Blick: 

Varianten der klassischen Kinderhängematte 

Neben der klassischen Kinderhängematte gibt es noch zwei weitere Varianten, die sich durch ihren geringen Platzbedarf vor allem für kleinere Räume eignen: Hängesessel und Hängehöhlen. 

Der Hängesessel (auch Sitzhängematte genannt) sieht aus wie eine Hängematte im Kleinformat, in der Kinder nicht liegen, sondern sitzen. Er besteht aus einem einfarbigen oder bunten Baumwolltuch, das mithilfe einer speziellen Seilkonstruktion an den beiden Enden an einem Querstab aufgehangen ist. Die Montage kann an einem zentralen Punkt an der Decke oder an einem Hochbett erfolgen. 

Die Hängehöhle ist dagegen ein kokonartiger, länglicher Hängesack, der nur an einer Seite geöffnet ist. Typisch ist der mit Kissen gepolsterte Boden, der ein gemütliches Sitzen oder Hocken erlaubt. Wie der Hängesessel lässt sich auch die Hängehöhle mit einem gut verankerten Haken in der Decke montieren. 

Wichtig: Die richtige Größe der Kinderhängematte 

Kinderhängematten gibt es in unterschiedlichen Größen, angefangen von der Babyhängematte über verschieden große Modelle für Kinder bis hin zur Hängematte für Jugendliche. Bei der Wahl der richtigen Hängemattengröße empfiehlt sich ein gutes Mittelmaß. Die Hängematte sollte nicht zu klein sein, da sie sonst unbequem ist. Sie sollte aber auch nicht zu groß sein, denn in ihr fühlen sich manche Kinder schnell verloren und dieses Unwohlsein macht jeden Entspannungseffekt zunichte. 

Als Faustregel gilt, dass das Tuch der Hängematte (ohne Spreizstock) mindestens 30 cm länger sein sollte als die Körpergröße des Nutzers. Da ein Kind sich aber im Wachstum befindet und die Hängematte bei den meisten Familien länger im Gebrauch sein soll, dürfen Eltern bei der Wahl der Größe großzügig sein, sofern es der Platz erlaubt. 

Tipp: Wer gerne mit der ganzen Familie in der Hängematte kuscheln möchte, der sollte zur Kinderhängematte am besten gleich noch nach einer XXL-Familien-Hängematte Ausschau halten. In ihr können Eltern und Kinder ganz gemütlich gemeinsam liegen und entspannen. 

Warum sind Hängematten gut für Kinder? 

Zum einen sind Kinderhängematten vielseitig und ein idealer Rückzugsort für die Momente, in denen der Nachwuchs für sich sein möchte. Die Kinder können sich in ihnen aber nicht nur ausruhen oder schlafen, sondern auch schaukeln oder spielen, mit Geschwistern und Freunden Bilderbücher ansehen oder lesen, ihre Lieblingslieder mitsingen oder einer spannenden Geschichte lauschen. All das macht in der Hängematte viel mehr Spaß als auf dem Bett oder dem Kinderzimmerboden. 

Neben dem Spaß, den die Kinder dabei erleben, gibt es noch weitere positive Auswirkungen, die teilweise wissenschaftlich untersucht sind: So zeigen Studien, dass die Schwingungen und schaukelnden Bewegungen der Hängematte die motorische Entwicklung von Kindern fördern können. Das sanfte Schaukeln wirkt insgesamt beruhigend, sodass viele Kinder hierbei leichter in den Schlaf finden. 

Auch zu therapeutischen Zwecken werden Kinderhängematten eingesetzt. So zum Beispiel in der Ergotherapie von Kindern mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS). 

Vorteile von Kinderhängematten auf einen Blick 

 

Sind Kinderhängematten gefährlich? 

Richtig genutzt sind Kinderhängematten nicht gefährlich. Die falsche oder unbedachte Nutzung birgt jedoch einige Risiken, die sich mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen minimieren lassen. 

Um zu verhindern, dass die Hängematte aus der Aufhängung an der Decke oder der Wand herunterfällt, muss sie gut befestigt sein. Voraussetzung hierfür ist, dass die Wand, an der die Hängematte aufgehängt werden soll, nicht porös, sondern stabil ist – was auf die meisten Wohnungswände zutrifft. Bei berechtigten Zweifeln sollten Eltern jedoch lieber ihren Vermieter fragen oder auf eine andere Wand ausweichen. 

Die größte Gefahr von Kinderhängematten besteht darin, dass das Kind beim Spielen oder Schaukeln aus der Hängematte fällt. Aber auch dieses Risiko lässt sich minimieren. Erstens sollte die Kinderhängematte nicht zu hoch aufgehängt werden. Als Faustregel gilt: Sie sollte nur so hoch hängen, dass ein Fall auf den Boden aus dieser Höhe keine ernsthaften Verletzungen nach sich zieht. Zweitens sollte unter der Hängematte stets ein Teppich liegen. Das weiche Material federt den Körper im Notfall ab und schützt vor Verletzungen. 

Checkliste für den sicheren Umgang mit der Kinderhängematte 

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen sind Kinder gut gerüstet, um sicher in ihrer Hängematte zu schaukeln und zu spielen. Die Sicherheit einer Hängematte hängt auch von ihrer Qualität ab. Deshalb sollten Eltern darauf achten, aus welchem Material die Kinderhängematte gefertigt wurde. 

 

Aus welchen Materialien besteht eine gute Kinderhängematte? 

Das Angebot an Kinderhängematten ist groß und die Auswahl entsprechend schwer. Die im Handel angebotenen Modelle unterscheiden sich jedoch teilweise erheblich in ihrer Qualität. Vor allem von günstigen Angeboten ist abzuraten, denn oft stammen diese Hängematten von Billig-Herstellern aus Fernost und gelangen ohne Qualitätsprüfung in den Handel. Der vermeintlich günstige Preis wird teuer bezahlt, denn in vielen Fällen werden diese Hängematten unter unbekannten Bedingungen aus minderwertigem Material produziert und können gesundheitsschädliche Farbstoffe enthalten. 

Wer auf Qualität achten möchte, kann sich an unabhängigen Prüfsiegeln orientieren, wie: 

Grundsätzlich zu empfehlen sind Produkte aus hochwertiger Baumwolle. Sie sind fusselfrei, pflegeleicht, robust und fühlen sich trotzdem angenehm auf der Haut an. Darüber hinaus sollten Kinderhängematten geschlossene, kindgerechte Aufhängungen besitzen, an denen sich das Kind nicht verletzen kann. 

Bei den Kleinen kann mal etwas danebengehen. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Kinderhängematte ganz einfach (und vor allem oft) waschen lässt. Gute Produkte aus hochwertiger Baumwolle können bei niedrigen Temperaturen (30 °C) in die Waschmaschine und trocknen danach an der Luft.

 

Fazit: Kinderhängematten sind ein willkommener Rückzugsort für Kinder

Mit einer Kinderhängematte schaffen Eltern ihren Kindern einen Ort zum Wohlfühlen, an dem sie das tun können, worauf sie gerade Lust haben. Ob entspannt träumen, mit Freunden spielen oder mit Geschwistern kuscheln – eine robuste Hängematte hält einiges aus. Wichtig ist die Wahl hochwertiger Materialien und einer soliden Verarbeitung sowie eine sichere Befestigung. So ist die Kinderhängematte eine sichere und platzsparende Alternative zu Sesseln, Sofas oder Matratzen im Kinderzimmer.

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 02. November 2018

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