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Fußsack Kaufberatung

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2019

Geschützt von Kopf bis Fuß: Der Fußsack für die Kleinsten

Gerade in den ersten Lebensmonaten ist der Nachwuchs noch sehr empfindlich, was extreme Temperaturen oder Wind angeht: Für die ersten Monate oder gar Jahre im Kinderwagen empfiehlt sich deshalb ein spezieller Fußsack, in dem das Baby – anders als es der Name vermuten lässt, bis zu den Schultern hineingesteckt wird wie in einen Schlafsack: Damit ist der Liebling wirklich von Kopf bis Fuß vor Kälte oder Regen geschützt.

Ein Fußsack ist in erster Linie für den Kinderwagen gedacht, kann aber auch in der Babywanne verwendet werden, also im Maxi Cosi, im Auto, auf dem Fahrradanhänger oder gar im Schlitten. Noch eine Anschaffung, mögen viele werdende Eltern jetzt aufstöhnen – und sie haben Recht: Es gibt heutzutage so viel Zubehör, dass man schon mal den Überblick verlieren kann, was überhaupt nötig ist und was nicht. Als Kälteschutz ist ein Fußsack jedoch unbedingt sinnvoll, denn im Gegensatz zu einer Decke kann er in der Babyschale nicht verrutschen oder abgestrampelt werden. Außerdem werden fast alle Fußsäcke mit integrierten Gurtschlitzen angeboten, sodass sie in die Gurtsysteme von Auto oder Buggy passen und auch dort fest und sicher sitzen.

Welcher Fußsack sich für welche Jahreszeit eignet und worauf man beim Kauf noch achten sollte, erfährt man hier. Und für alle, die sich trotzdem unsicher sind, werden am Ende dieses kleinen Guides ein paar Alternativen zum Fußsack vorgestellt.

Darauf sollte man beim Kauf eines Fußsacks achten

● Farbe und Motiv

Das Design des Fußsacks steht natürlich nicht unbedingt an erster Stelle, sondern die Funktion und Sicherheit. Viele Eltern und Kinder erfreuen sich jedoch an schönen Designs, schließlich bildet der Fußsack ja einen erheblichen Hingucker im Kinderwagen oder in der Babywanne. Einige bevorzugen geschlechtsspezifische Varianten in blau oder rosa, andere wählen lieber neutrale Muster – die kann man auch im Falle des Falles für Geschwisterkinder weiterverwenden. Fußsäcke für den Winter werden gern in dunklen Blau- oder Grautönen gehalten, damit fallen Flecken und Schmutzspritzer auch nicht so auf, im Sommer sorgen dagegen helle und fröhliche Designs für gute Laune.

● Material

Fußsäcke gibt es in verschiedenen Materialien, hauptsächlich wird dabei zwischen Sommer- und Winterfußsäcken unterschieden. Während das Außenmaterial am besten aus wasserabweisenden und pflegeleichten Kunstfasern wie Nylon oder Polyester besteht, eignen sich für die Fütterung speziell im Winter wärmende Stoffe wie Thermo-Fleece, Lammfell oder sogar Daunen; im Winter reichen dünne Baumwollstoffe. Für Allergiker eignen sich Fütterungen aus Kunstfaserkugeln.

● Jahreszeit

Wie bereits erwähnt, hängt die Wahl des optimalen Fußsacks natürlich von der Jahreszeit ab: Es empfiehlt sich zwar zu jeder Jahreszeit, allerdings sind die Modelle für milde Tage in den Sommermonaten natürlich andere als die für kalte Winter. Orientierung verschafft dabei das sogenannte TOG-System: Dieser Wert ist nämlich eine Maßeinheit für den Wärmewiderstand von Textilien; je höher der TOG, desto wärmer hält das Material. TOG-Werte werden hauptsächlich für Babyschlafsäcke angegeben, man findet sie aber auch bei Fußsäcken. Da die Angabe jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, kann man sich auch an groben Empfehlungen für die verschiedenen Jahreszeiten orientieren.

TOG-Wert Bedeutung Jahreszeit Passender Fußsack
0,5 tog ungefütterter Stoff Sommer Sommerfußsack
1,0 tog leicht gefütterter Stoff Übergangszeit Übergangsfußsack
2,5 tog wattierter Stoff ganzjährig Ganzjahresfußsack
3,5 tog warm wattierter Stoff Winter Winterfußsack

● Größe

Die perfekte Größe des Fußsacks hängt natürlich von der Größe des Babys ab; idealerweise sollte es weder darüber hinausragen noch darin verschwinden. Wer den Fußsack in verschiedenen Gefährten nutzt, sollte außerdem darauf achten, dass immer genug Platz ist. Die meisten Fußsäcke sind durchschnittlich zwischen 40 und 50 cm breit und zwischen 90 und 100 cm lang.

● Gurtschlitze

Wie schon erwähnt, ist es essentiell, dass der Fußsack in die verschiedenen Gurtsysteme von Auto- oder Buggysitz integriert werden kann und somit nichts verrutscht. Die meisten Fußsäcke verfügen über drei bis fünf Öffnungen, in die sowohl ein 3-Punkte- als auch ein 5-Punkte-Gurtsystem hindurchgefädelt und somit befestigt werden können.

● Verschluss

Fußsäcke werden in der Regel mit Reißverschlüssen angeboten. Der Vorteil von einem mittig verlaufenden Reißverschluss ist dabei, dass das Kind rundherum gut verpackt ist, Luftzug von oben kann man mit einem Schal oder Ähnlichem schließen. Allerdings gestaltet sich dabei das Herausheben und Einwickeln erheblich aufwendiger, da man jeweils die Seiten aufklappen und aus dem Weg halten muss. Bei seitlichen Reißverschlüssen geht das Rein- und Rausheben sehr viel einfacher, dafür können seitlich kalte Luftzüge reinziehen.

Extrakniff: Der unten abnehmbare Fußsack

Besonders praktisch sind Fußsäcke mit einer zusätzlichen, unten verlaufenden Öffnung: Aktive Kerle können somit herumtollen und wenn sie müde sind, wieder in den wärmenden Kinderwagen flüchten – dreckige Stiefelchen schauen dann einfach unten raus und der Fußsack bleibt sauber.

 

● Reinigung

Wasserabweisende Materialien sind wie immer im Vorteil. Viele Fußsäcke lassen sich außerdem in der Waschmaschine bei 40 oder 30 Grad reinigen, hierbei sollte man auf den Pflegehinweis der Hersteller achten.

Und was, wenn nicht? Vier Alternativen zum Fußsack

Wem die Anschaffung eines speziellen Fußsacks trotz allem zu aufwendig oder einfach zu teuer ist, kann sich auch nach Alternativen umsehen: Schließlich ist ein Fußsack zwar vielleicht die effektivste Methode, sein Kind verlässlich warm zu halten, sicher aber nicht die einzige.

  • Babydecke: Eine Babydecke scheint die naheliegendste Option – schließlich ist die meist eh schon vorhanden. Während sie im Sommer eine gute Alternative darstellen kann, wird sie im Winter jedoch schnell zu kühl sein; außerdem werden Decken meist schnell weg gestrampelt und halten so nicht immer warm.

     
  • Einschlagdecke: Mit einer gefütterten Einschlagdecke kommt man dem Fußsack schon recht nahe. Außerdem ist sie etwas flexibler in der Handhabung und nimmt etwas weniger Platz in der Babyschale ein.

     
  • Warme Kleidung: Auch dicke Kleidung kann eine Option sein, um den Nachwuchs warm zu halten: Hier empfiehlt sich der Look in Zwiebellagen. Das wird nur etwas umständlich, wenn ein Windelwechsel oder ähnliches ansteht.

     
  • Babyschlafsack: Der Babyschlafsack ist ja eh dazu da, um das Kind warm zu halten – warum also auch nicht im Kinderwagen? Der TOG-Wert bestätigt diese Ähnlichkeit ja. Und in der Tat leistet ein Babyschlafsack auch als Fußsack-Ersatz gute Dienste – allerdings sind die meisten Modelle nicht für den Einsatz im Freien ausgelegt und schützen deshalb nicht ausreichend gegen Wind oder Regen.