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Vitamin-K-Prophylaxe bei Babys

Die Vitamin-K-Prophylaxe schützt das Neugeborene vor Blutungen, die aufgrund von Vitamin-K-Mangel auftreten können. Solche Komplikationen sind zwar sehr selten, können jedoch ernsthafte Folgen für das Baby haben.

Vitamin-K-Prophylaxe bei Babys
Vitamin K wird üblicherweise direkt nach der Geburt sowie bei der U2 und U3 verabreicht
(c) Getty Images/iStockphoto

Die Vitamin-K-Prophylaxe wird von Land zu Land unterschiedlich durchgeführt. In Deutschland wird eine dreimalige orale Gabe von 2 mg Vitamin K empfohlen. Diese wird jeweils bei den Vorsorgeuntersuchungen U1U2und U3verabreicht. Vitamin K ist fürs Baby wichtig, um schwere Blutungen zu verhindern. Babys können Vitamin K erst nach einigen Lebenswochen selber produzieren. Vitamin K ist in der Vormilch enthalten und wird Säuglingsnahrung auch künstlich zugesetzt.

Vitamin-K-Mangel–Erkrankung

Die Komplikationen einer Vitamin-K-Mangel-Erkrankung wird in die frühe Vitamin-K-Mangel-Blutung und die spätmanifeste Blutung unterschieden.

Frühe Vitamin-K-Mangel-Blutung

Die frühe Vitamin-K-Mangel-Blutung tritt in der Regel zwischen dem zweiten und vierten Lebenstag auf. Bei nicht gestillten Neugeborenen, die kein Vitamin K erhalten, kann es manchmal zu Blutungen, der Haut oder Schleimhaut kommen. Auch Blutungen am Nabel und Magen-Darm-Blutungen werden bei der frühen Vitamin-K-Blutung häufig beobachtet. Vitamin-K-Mangel-Blutung

Die spätmanifeste Vitamin-K-Mangelblutung tritt bei ausschließlich gestillten Kindern auf, die zuvor keine Vitamin-K-Prophylaxe erhielten. Am häufigsten zwischen der zweiten und sechsten, manchmal bis zur zehnten Lebenswoche, wenn die körpereigenen Vitamin-K-Reserven aufgebraucht sind, tritt diese spätmanifeste Blutung auf. Sie ist besonders gefürchtet, da bei ihr oft Hirnblutungen auftreten können, die zu folgenschweren Schäden des Kindes führen kann.

Wie wird die Vitamin-K-Prophylaxe verabreicht?

In der Regel besteht die Vitamin-K-Prophylaxe aus dreimaliger oraler Gabe von 2 mg Vitamin K als Tropfen, jeweils bei U1, U2 und U3. Neugeborene, bei denen diese orale Gabe, aus welchen Gründen auch immer, nicht verabreicht werden kann, erhalten Vitamin K intravenös, also als Injektion. Bei der ersten Gabe direkt nach der Geburt sollte das Baby möglichst zuerst an die Brust angelegt werden. Danach kann die orale Gabe der Vitamin-K-Tropfen erfolgen und das Kind anschließend wieder angelegt werden. Viele Hebammen sind der Meinung, dass das erste Geschmackserlebnis des Kindes nicht die Vitamin-K-Prophylaxe sein sollte.

Die Vitamin-K-Prophylaxe wird in den Ländern jeweils unterschiedlich gehandhabt. Dort, wo die Säuglinge nach der Geburt eine intravenöse Vitamin-K-Prophylaxe erhalten, ist die Rate Vitamin-K-Mangelblutungen noch etwas geringer als in Deutschland, wo die Prophylaxe schon sehr gut ist.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 15. Dezember 2017
Quellen: De Gruyter: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2014. de Gruyter Verlag, Berlin 2013; Gortner, L., Meyer, S., Sitzmann, F.: Pädiatrie. Thieme Verlag, Stuttgart 2012; Online-Informationen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF): http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/024-005l_S2k_Betreuung_von_gesunden_reifen_Neugeborenen_2012-10.pdf (Stand: Juli 2014) Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. Berlin: http://www.dgkj.de (Stand: Juli 2014)

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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