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Lagewechsel gegen platten Hinterkopf bei Säuglingen

Autor: Deutsches Grünes Kreuz / 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 01. Oktober 2017

Alles ist weich an einem kleinen Baby, selbst sein Köpfchen. Die Schädelnähte sind noch nicht geschlossen, damit das Gehirn wachsen kann. Der Kopf bleibt formbar – und er kann verformt werden.

Lagewechsel gegen platten Hinterkopf bei Säuglingen
Es drohen Verformungen des Hinterkopfs, wenn Babys immer in der gleichen Position liegen
(c) iStock

Seit Studien gezeigt haben, dass das Schlafen in Rückenlage das Risiko für den gefürchteten plötzlichen Kindstod deutlich verringert, legen Eltern Neugeborene zum Schlafen gezielt auf den Rücken. Das ist auch richtig. Doch diese Position begünstigt leichte Verformungen des Hinterkopfs. Ein verformter Kopf ist nicht nur äußerlich auffällig, er kann später zu einer frühzeitigen Abnutzung der Halswirbelsäule und der Kiefergelenke führen. Amerikanische Kinder- und Jugendärzte schätzen, dass etwa 13 Prozent der Säuglinge von einer einseitigen Verformung oder einem abgeflachten Hinterkopf betroffen sind.

Beim wachen Baby für Lagewechsel sorgen

Eltern sollen dennoch weiterhin dafür sorgen, dass ihr Säugling auf dem Rücken schläft, so Guido Fitze, Chefarzt der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Dresden. Sei das Kind jedoch wach, können Eltern es von Anfang an abwechslungsreich auf beiden Seiten und vor allem auf dem Bauch lagern und auch in dieser Lage spielen lassen. „Das fördert die Beweglichkeit des Kopfes und den Muskelaufbau, außerdem verhindert es einseitige Liegegewohnheiten“, so Fitze.

Bei Problemen Lochkissen für Babys Kopf verwenden

Deuten sich Verformungen an, kann der Kopf des Kindes nachts auf ein spezielles „Lochkissen“ gebettet werden, das den Hinterkopf entlastet. Manchen Kindern fällt die Drehung des Kopfes zu einer Seite hin leichter, so dass sie in der Rückenposition den Kopf immer auf dieser Seite lagern. Dadurch kann der Kopf seitlich verformt werden. Eltern können dann gegensteuern: Anreize z. B. durch die Stimmen der Eltern, ein Spielzeug oder eine Spieluhr können die Drehung zur anderen Seite fördern. Viele, vor allem leichte Kopfverformungen wachsen sich von allein wieder aus, andere lassen sich im ersten Lebensjahr gut durch Therapien wie Osteopathie, Physiotherapie und Chiropraktik korrigieren. Bei stärkeren Verformungen des Schädels hilft ein speziell angepasster Helm, der dauerhaft getragen wird und das Wachstum des Schädels gezielt in die gewünschte Richtung lenkt.

Autor: Deutsches Grünes Kreuz / 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 01. Oktober 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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