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Montag, 20. November 2017
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Handelt es sich um eine Notsituation?

Handelt es sich um eine Notsituation?
Manchmal ist es schwer einzuschätzen, ob eine Notsituation vorliegt
Getty Images/Steve Wisbauer

Manchmal, wenn ein Kind krank ist, ist es schwer, einzuschätzen, ob eine Notsituation vorliegt, die ein unverzügliche Untersuchung beim Arzt bzw. im Krankenhaus erforderlich macht. Hat Ihr Säugling oder Kleinkind eines der folgenden Symptome, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren behandelnden Kinderarzt bzw. wenn dieser nicht erreichbar ist, an die nächste Klinik.

Bedenken Sie bitte, dass es sich auch um eine Notsituation handeln kann, wenn keines der unteren Symptome zutrifft. Die Checkliste soll Ihnen lediglich helfen, die Situation besser einschätzen zu können.

Checkliste: Handelt es sich um eine Notsituation?

  • Wenn der Nacken steif ist.
    Meistens halten die Kinder den Kopf nach hinten etwas überstreckt. Versucht man vorsichtig, das Kinn auf die Brust zu schieben, verspürt man einen deutlichen Widerstand.

  • Wenn die Fontanelle vorgewölbt ist.
    Die Schädelknochen des Säuglings sind noch nicht miteinander verwachsen. Zwischen den beiden vorderen Schädelknochen in der Mitte des Kopfes liegt eine "Lücke" ohne Knochen, die Fontanelle. Steigt der Druck im Inneren des Kopfes an - zum Beispiel bei einer Hirnhautentzündung - so können sich Hirnhäute und unter Umständen auch Gehirn durch diese Lücke zwischen den Knochen nach außen wölben.

  • Wenn Ihr Kind plötzlich lethargisch ist, sich nur sehr schwer oder gar nicht wecken lässt.

  • Wenn Ihr Kind hohes Fieber hat.
    Falls Sie die Ursache nicht kennen, suchen Sie im Zweifel den Arzt auf. Je jünger das Kind und je höher die Körpertemperatur, desto dringlicher ist der Arztbesuch.
    Zwar haben viele Säuglinge gelegentlich sehr hohes Fieber, das durch eine harmlose Virusinfektion bedingt ist, aber auch ernst zu nehmende Erkrankungen wie zum Beispiel eine bakterielle Hirnhautentzündung kann in diesem Alter anfangs alleine durch eine hohes Fieber auffallen.

  • Wenn die Krankheitssymptome sich ändern
    Falls Sie mit dem Kind schon beim Arzt waren, dieser eine Diagnose gestellt hat und wenn dann später neue Symptome auftreten, sollten Sie den Arzt noch einmal anrufen oder noch einmal zur Untersuchung gehen. Für den Arzt ist der Verlauf einer Erkrankung oft eine Hilfe zur besseren Diagnose.

  • Wenn der Bauch schmerzempfindlich ist.

  • Wenn der Hoden schmerzempfindlich oder gerötet und geschwollen ist.

  • Wenn auf der Haut kleine violettfarbene, rote oder blaue Punkte erscheinen, die auch auf Druck nicht verschwinden.
    Drücken Sie mal ein Wasserglas auf einen solchen Fleck. Bleibt der Fleck dann sichtbar, könnte es sich um eine Hautblutung ("Petechien") handeln. Hautblutungen können Alarmzeichen für zum Beispiel eine Gerinnungsstörung des Blutes sein. Sie treten manchmal infolge schwerer Infektionskrankheiten auf.

  • Wenn das Kind sehr berührungsempfindlich ist.
    Das könnte auf eine Hirnhautentzündung hinweisen.
  • Wenn auch bei Wärme die Lippen blau sind.
    Das könnte auf einen Sauerstoffmangel hinweisen.

  • Wenn das Kind auch in Ruhe geräuschvoll atmet.
    Das kann unter anderem auf Asthma, Pseudokrupp oder einen verschluckten Fremdkörper hinweisen.

  • Wenn das Kind rasch und schwer atmet.

  • Wenn das Kind länger als zwei Stunden unstillbar schreit.

Diese Liste ist nicht vollständig!

Wichtig: Diese Liste ist nicht vollständig. Es ist gut möglich, dass Ihr Kind weitere Symptome zeigt, die auf dieser Checkliste nicht aufgeführt sind - und es sich trotzdem um einen Notfall handelt. Im Zweifelsfall suchen Sie bitte trotzdem einen Arzt auf.

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Letzte Aktualisierung: 21. November 2016

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