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Montag, 18. Juni 2018
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Kontrolle im Kinderzimmer

Babyphone: Digitaler Helfer zur Babyüberwachung

Für viele Eltern ist das Babyphone eine praktische Hilfe. Welche Babyphones es auf dem Markt gibt, wie sie sich qualitativ unterscheiden, welche Funktionen wirklich nützlich sind und warum Eltern trotz elektronischer Tools regelmäßig nach Ihrem Nachwuchs schauen sollten.

Babyphone: Digitaler Helfer zur Babyüberwachung
Das klassische Babyphone überträgt die Geräusche des Babys - andere Geräte ermöglichen auch eine Videoüberwachung
(c) iStockphoto/andriano_cz

Das Babyphone gehört für die meisten Mütter und Väter heutzutage zur Erstausstattung. Schläft das Neugeborene in einem anderen Raum, ist es für die Eltern beruhigend, seine Geräusche jederzeit über das Babyphone wahrnehmen zu können. Wacht das Kind auf, können die Eltern schnell reagieren, es füttern oder trösten, mit ihm kuscheln oder spielen.

Das Angebot von Babyphones auf dem Markt ist riesig. Es gibt sie in unterschiedlicher Ausstattung – auch als Babyphone-Apps für Smartphone und Tablet:

  • Babyphone mit reiner Tonübertragung
  • Babyphone mit Video
  • Babyphone mit Nachtlichtfunktion
  • Babyphone zum Hineinsprechen (Walkie-Talkie)
  • Babyphone mit Atmungs- und Bewegungsüberwachung

Das klassische Babyphone setzt sich aus einem Sender und einem Empfänger zusammen. Das Sendegerät wird im Kinderzimmer aufgestellt, das Empfangsgerät ist meist mobil und begleitet die Eltern in den restlichen Wohnräumen. Bei der Anschaffung sollten Eltern darauf achten, dass die Reichweite für ihr Zuhause ausreichend ist – gerade klassische Babyphones funktionieren nicht immer über mehrere Stockwerke hinweg einwandfrei.

Babyphones mit Videoüberwachung zeigen zudem Live-Bilder aus dem Kinderzimmer. Dies kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn das Kind beim Aufwachen still bleibt oder es im Schlaf oft Geräusche macht, obwohl es nicht wach ist.

Babyphones im Test

Die Zuverlässigkeit von Babyphones wurde Anfang 2018 von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen – mit dem Ergebnis, dass nur zwei der 17 getesteten Geräte (Preise zwischen 45 und 250 Euro) die Note "gut" erhielten. Getestet wurden sechs Geräte, die ausschließlich Ton übertragen, sechs mit Videoüberwachung und fünf Baby-Webcams – alle in Bezug auf Reichweite, Qualität der Übertragung, Handhabung, Langlebigkeit des Akkus und Umwelteigenschaften.

Am zuverlässigsten funktionierten die klassischen Funkgeräte, die entweder nur Ton oder zusätzlich auch Bilder übertragen. Webcams, die sich über das Internet mit einer App auf dem Smartphone oder Tablet verbinden lassen, schnitten nicht so gut ab: Die Geräte können zwar eine längere Distanz zwischen Sender und Empfänger überbrücken, ihre Einrichtung gestaltet sich aber oft umständlich und sie sind anspruchsvoller im Gebrauch. Außerdem heißt es bei Stiftung Warentest zu den Webcams: "Sie warnen bei Störungen jedoch nicht immer akkurat und sind in einem ungeschützten WLAN-Netz teils leichte Beute für Hacker."

Ein positives Ergebnis konnten die Tester bei allen Geräten feststellen: Keines der geprüften Babyphones gibt bei einem Abstand von einem Meter zum Kinderbett elektromagnetische Strahlung ab, die den zulässigen Grenzwert überschreitet.

Als Testsieger in den drei Kategorien gingen folgende Produkte hervor:

  • Mit Ton: Philips SCD585 für rund 136 Euro (Testurteil "gut") - ordentliche Tonübertragung, zuverlässige Warnung bei Störungen, gute Reichweite, Akkulaufzeit des Empfängers 42 Stunden. Das zweite Modell mit dem Testurteil "gut" erhielt das VTech BM 2300 für rund 64 Euro.

  • Mit Ton und zusätzlicher Videoüberwachung: Philips SCD630/26 für rund 176 Euro (Testurteil "befriedigend") - simple Handhabung, befriedigende Reichweite, Videos sind im Dunklen verrauscht, aber das Kind ist zu erkennen.

  • Mit Baby-Webcam: Philips SCD870 für rund 170 Euro (Testurteil "befriedigend") - transportiert Videos passabel, riesige Reichweite, Warnung bei Störungen.

Babyphone und Strahlung

Apropos Strahlung: Die meisten Babyphones arbeiten mit Funk, der hochfrequente elektromagnetische Felder erzeugt. Werden die Geräte mit Strom aus der Steckdose versorgt, erzeugen sie auch niederfrequente elektrische und magnetische Felder.

Das Bundesamt für Strahlenschutz rät dazu, die Belastung gerade für Babys und Kleinkinder so gering wie möglich zu halten, da bei ihnen eine besondere Empfindlichkeit bestehen könnte. Das Babyphone sollte deshalb eine niedrige Feldintensität besitzen und in einem großen Abstand zum Bett aufgestellt werden, ohne dass dessen Funktion dadurch beeinträchtigt wird. Außerdem sind Geräte mit Akkus strahlungsärmer als solche, die mit einem Netzteil betrieben werden. Eine weitere Empfehlung lautet: Verzichten Sie auf eine Reichweitenkontrolle, bei der das Gerät andauernd aus dem Kinderzimmer heraus sendet, sondern überprüfen Sie die Reichweite vor der Nutzung selbst.

2018 führte ÖKO-TEST einen Test durch, bei dem zehn von 14 Babyphones in puncto "Elektrosmog" mit "mangelhaft" oder "ungenügend" abschnitten, während in den Testbereichen Akustik, Sicherheit und Technik keines der Geräte schlechter als "gut" bewertet wurde. Fünf der getesteten Geräte waren Dauersender, die auch senden, wenn keine Geräusche übertragen werden. Bei neun Babyphones ließ sich außerdem die Reichweitenkontrolle nicht abstellen, sodass diese ebenfalls dauerhaft Strahlung erzeugten. Testsieger mit der Note "sehr gut" wurde das Angelcare Babyphon AC423-D für rund 78 Euro.

Der Vermerk "Eco-Modus" dient häufig als Hinweis darauf, dass die Reichweitenkontrolle deaktiviert werden kann. ÖKO-TEST fand allerdings heraus, dass dies nicht überall auch tatsächlich der Fall ist, sondern die Dauerstrahlung bei einigen Geräten nur auf Eltern-, nicht aber auf Babyseite deaktiviert werden konnte.

Babyphones, die mit dem Gütesiegel "Blauer Engel" ausgezeichnet werden, müssen verschiedene Umweltaspekte wie Strahlenschutz, Recyclingfähigkeit und Energieverbrauch berücksichtigen und Standards erfüllen.

Babyphone und plötzlicher Kindstod

Babyphones, Monitore oder Sensormatten, die Atmung und Bewegung des Säuglings überwachen, sind bei vielen Eltern beliebt geworden. Die Technik soll dabei helfen, Eltern rechtzeitig zu warnen, wenn bei den schlafenden Babys die Atmung aussetzt. Experten empfehlen allerdings, dass Eltern unabhängig von der technischen Ausstattung des Babyphones regelmäßig nach Ihrem Kind schauen und vorbeugende Maßnahmen beachten sollten, um einen plötzlichen Kindstod zu verhindern. Dazu gehört das Schlafen in Rückenlage, in einem Schlafsack mit einer angemessenen Größe, ohne Decke, Kissen, Kuscheltiere oder weiche Umpolsterung, bei einer Raumtemperatur von etwa 16 bis 18 Grad, in nicht zu warmer Bekleidung und in einer rauchfreien Umgebung. Aufgrund zahlreicher Untersuchungen wird davon ausgegangen, dass fast 90 Prozent der Todesfälle durch die Beachtung der Maßnahmen verhindert werden können.

Lesen Sie hier alles über die richtige Schlafumgebung für Babys.

Schlafstörungen: Diese sechs Tipps helfen Ihrem Kind beim Einschlafen

Autor:
Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2018
Quellen: Bundesamts für Strahlenschutz (BfS): Babyüberwachungsgeräte. www.bfs.de (Stand: 09.04.18; Abruf: 07.06.18); Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Wirksame Vorbeugung ist möglich – Empfehlungen. www.kindergesundheit-info.de (Abruf: 07.06.18); ÖKO-TEST: Babyfon. Sendepause? www.oekotest.de (Stand: 18.01.18; Abruf: 07.06.18); Stiftung Warentest: Babyphones im Test: Nur 2 von 17 sind gut. www.test.de (Stand: 23.01.18; Abruf: 07.06.18)

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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