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Wie finde ich einen guten Kinderarzt?

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017

Wie man einen guten Kinderarzt findet, fragen sich häufig Mütter, die ihr erstes Kind bekommen (haben). Natürlich möchten alle Eltern für ihre Kinder die bestmögliche medizinische Versorgung. Aber Vorsicht: So manch übermotivierter Elternteil hat genaue Vorstellungen von der medizinischen Versorgung seines Kindes, ohne jedoch fachliche Kenntnisse zu haben.

Wie finde ich einen guten Kinderarzt?
Ein guter Kinderarzt geht aufmerksam und geduldig auf das Kind ein
(c) iStock

Kinderärzte sind sozusagen die Hausärzte der jungen Menschen. Von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sollten sie erster Ansprechpartner für die kleinen Patienten sein. Das Regelstudium für Mediziner dauert für gewöhnlich mindestens sechs Jahre und drei Monate. Nur zwei von fünf Studenten absolvieren den Studiengang in diesem Zeitraum.

Der lange Weg zum Facharzt für Pädiatrie

Die Weiterbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde dauert weitere fünf Jahre. Bis sich ein Mediziner nach erfolgreichen Prüfungen Kinderarzt nennen darf, vergehen also mindestens elf Jahre von Beginn des Grundstudiums an. Dies verdeutlicht, wie kompliziert und umfangreich ein solcher Ausbildungsweg ist.

Wie finde ich einen guten Kinderarzt – die Checkliste

Manche Eltern stützen sich auf Erfahrungswerte anderer Eltern. Die medizinische Qualität einer Kinderarztpraxis sollte jedoch nicht von medizinischen Laien bewertet werden. Allerdings können Eltern, die mit ihren Kindern die jeweilige Praxis schon besucht haben, organisatorische Aspekte wie zeitnahe Terminvergabe, Sauberkeit der Praxis oder die Kommunikation mit dem Anmeldungspersonal bewerten und diese Informationen an andere weitergeben.

Folgende Punkte sollten Ihnen der Suche nach dem richtigen Kinderarzt helfen:

  • Der vermutlich wichtigste Aspekt neben der fachlichen Kompetenz ist die Nähe der Kinderarztpraxis zum Wohnort des Kindes. Im Notfall kann jede Minute zählen, auch wenn der Arzt einen Hausbesuch machen muss. Im Idealfall verfügt die Praxis über eigene Parkplätze.
  • Termine werden im allgemeinen dazu festgelegt, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Müssen Eltern trotz fest vereinbartem Termin mehrere Stunden warten, bis ihr Kind endlich zur Sprechstunde darf, ist dies kein Zeichen für gute Organisation. Dass Ärzte jedoch auch mal einen Notfall zwischendurch drannehmen, sollte selbstverständlich sein. Zu lange darf ein Patient trotz festem Termin nicht im Wartezimmer sitzen gelassen werden.
  • Eine Arztpraxis sollte sauber und ordentlich aussehen. Um Wartezeiten zu überbrücken, sollte gerade beim Kinderarzt eine Spielecke oder Kinderspielzeug vorhanden sein.
  • In der Praxis sollte eine professionelle und trotzdem freundliche Atmosphäre herrschen. Macht das Personal an der Anmeldung schon einen guten Eindruck, können Eltern und Kind leichter Vertrauen entwickeln.
  • Der Kinderarzt sollte gut mit Kindern „können“. Ein aufmerksames, freundliches Wesen ist hier von Vorteil. Eltern wünschen sich hohe Aufmerksamkeit von Seiten des Kinderarztes. Er sollte dem Kind und den Eltern zuhören und auf ihre Sorgen eingehen.
  • Ein Arzt braucht für eingehende Untersuchungen meistens Zeit. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass man als Patient oder Elternteil schnell abgefertigt wird.
  • Ein Kinderarzt sollte souverän wirken und auch bei anstrengenden Kindern oder deren Eltern die Ruhe bewahren.
  • Die Praxisausstattung sollte professionell wirken und möglichst auf dem neuesten Stand sein.  Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Arzt mit älteren medizinischen Geräten keine gute Diagnostik gewährleisten kann.

Kinderarzt auch wichtig für Vorsorgeuntersuchungen

Gerade in der heutigen Zeit, in der sich immer mehr Menschen aus verschiedenen Gründen fragwürdigen „Alternativheilkundlern“ zuwenden, ist es gerade für Eltern wichtig, einem ausgebildeten Facharzt für Kinderheilkunde erst einmal zu vertrauen. Nicht umsonst werden alle so genannten U- und J-Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen, die in Frankreich sogar Pflichtuntersuchungen sind, beim Kinderarzt durchgeführt und nicht beim Homöopathen oder beim Akupunkteur. Um den für das jeweilige Kind den richtigen Kinderarzt zu finden, sollten Eltern sich auf ihren gesunden Menschenverstand verlassen.

Wann einen Kinderarzt suchen?

Prinzipiell ist es vollkommen ausreichend, sich nach der Geburt des Kindes einen Kinderarzt zu suchen. Wenn die Entbindung jedoch im Geburtshaus, als Hausgeburt oder ambulant stattfindet, ist es sinnvoll, sich für die Durchführung der Vorsorgeuntersuchung U2 bereits vor der Geburt nach einem Kinderarzt umzuschauen und diesen dann für diese Untersuchung zu kontaktieren.

Autor: Christian Fiala
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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