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Verbrennungen bei Kindern

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 15. September 2016

Verbrennungen oder Verbrühungen sind bei Kleinkindern eine häufige Unfallart. Immer, wenn übermäßige Hitze auf Haut oder Schleimhäute einwirkt, können unterschiedliche Schweregrade von Verbrennungen auftreten.

Verbrennungen bei Kindern
Achtung, in der Küche lauert die Gefahr für Verbrennungen bei Kindern
© iStock.com/monkeybusinessimages

Im Ernstfall ist hier keine Zeit zu verlieren.

Drei Schweregrade von Verbrennungen bei Kindern

Verbrennungen oder Verbrühungen bei Kindern werden in drei Schweregrade unterteilt. Während es bei Grad I zu schmerzhafter Rötung und Schwellung kommt, zeigt Grad II Blasenbildung und nässende Hautstellen. Auch Grad II ist schmerzhaft, aber Teile der Hautschichten sind zum Glück noch intakt. Bei Verbrennungen dritten Grades ist das Schmerzempfinden meist aufgehoben. Hautpartien sind bereits abgestorben und große Brandblasen sind zu sehen.

Gefahr für Verbrennungen lauert in der Küche

Verbrennungen bei Kindern treten zu 80 Prozent durch heiße Flüssigkeiten auf. Oft ist der Unfallhergang, dass ein Kind einen Topf mit heißem Inhalt vom Herd zieht und sich damit übergießt oder in heißes Wasser fällt. Andere Verbrennungsursachen bei Kindern entstehen durch heißen Dampf oder Flammen von einem Grill, auch Explosionen.

Ab zehn Prozent Verbrennungen der Hautoberfläche besteht Schockgefahr

Sind bei Verbrennungen bei Kindern mehr als zehn Prozent der Haut betroffen, kann dies zu einem Schockzustand des Kindes führen, dem schmerzbedingten neurogenen oder hypovolämischer Schock. Bei Verbrennungen und Verbrühungen mit Grad III kann es bereits bei weniger als zehn Prozent betroffener Körperoberfläche zum Schockzustand kommen.

Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen bei Kindern

Um einem durch Verbrennungen verunglückten Kind zu helfen, sollten die Beteiligten unbedingt Ruhe bewahren und Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden. Die drei Hauptmaßnahmen sind Löschen, Kühlen und einen Notruf absetzen. Bei einem Brand muss die betreffende Person zuerst gelöscht werden. Dies kann mit einer Decke geschehen oder mit Wasser. Wenn ein Feuerlöscher benutzt wird, darf dieser der brennenden Person nicht auf den Kopf gerichtet werden. Anschließend sollten die Brandwunden mit Wasser, dass nicht kälter als 15 Grad Celsius sein sollte, gekühlt werden. Auch feuchte Tücher können zur Kühlung von Brandwunden dienen. Bis zu einer Stunde soll dieses Kühlen stattfinden, anschließend werden Brandwunden möglichst steril abgedeckt.

Ist jedoch die Erstversorgung erfolgt, sollte sofort der Notruf (Rufnummer 112) abgesetzt werden.

Brandwunden bei Kindern nicht mit Hausmittelchen versorgen

Brandwunden sollten bei der Erstversorgung ausschließlich mit Wasser gekühlt werden. Brandblasen dürfen wegen Infektionsgefahr keinesfalls geöffnet werden. Auch alte fragwürdige Hausmittel wie Mehl oder Öl dürfen keinesfalls in die Wunde gelangen.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 15. September 2016
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