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Sonntag, 22. Juli 2018
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Sonnenschutz für Kinder

Sonnenschutz für Baby und Kind ist wichtig, denn gerade Kinder sind gern im Freien, ihre Haut ist aber noch besonders empfindlich. Direkte Sonnenbestrahlung sollte in jedem Fall vermieden werden, da die Kinderhaut noch nicht schnell und ausreichend Pigmente produzieren kann, die einen hauteigenen UV-Schutz darstellen. Sie bekommen also besonders schnell einen Sonnenbrand.

Sonnenschutz für Kinder
Sonnenschutz für Kinder ist wichtig und gar nicht so schwer: Ein Plätzchen im Schatten und ein Sonnenhut sind schon mal ein guter Anfang
iStock/ArtMarie

Sie ist Lebensspender und gibt uns ein gutes Gefühl: Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr wieder unsere Nasen kitzeln, fühlen wir uns oft gleich viel motivierter und verbringen gern unsere Zeit draußen an der frischen Luft. Eher zurückhaltend denkt man dann an Sonnenschutz. Doch bei allem Guten, das die Sonne für uns tut (ohne sie können wir kein Vitamin D produzieren) - ein Zuviel führt schnell zu Sonnenbrand, Sonnenstich: Symptome und Behandlung und Hautschäden. Besonders die empfindliche Haut von Baby und Kind ist daher darauf angewiesen, dass wir sie vor der Sonne schützen.

In diesem Artikel lesen Sie:

Bester Sonnenschutz: Schatten

Ganz klar: Schatten ist der beste Schutz. Baby- und Kinderhaut ist noch nicht in der Lage, UV-Schäden zu reparieren. Erst mit zunehmendem Alter entwickelt sich dieser körpereigene Schutz, aber auch dann gilt: Jeder Sonnenbrand, egal, ob im Kindes- oder Erwachsenenalter, erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Für Babys bis zu zwölf Monaten und besser noch bis zu 24 Monaten heißt es daher: Sie sollten sich ausschließlich im Schatten aufhalten, im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr am besten drinnen spielen und sonnengerechte, lange Kleidung und Hütchen tragen. Vor allem im Urlaub können Sie es daher durchaus wie die Menschen in den südeuropäischen Ländern halten: Machen Sie eine Siesta und meiden Sie Sandstrand, Poolliege und Co. während der Mittagszeit. Dann hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht und selbst der Sand am Strand ist brennend heiß.

Sonnenschutz fürs Baby

Gefährliche UV-B-Strahlung

Die UV-Strahlung der Sonne ist für den Menschen wichtig, sie fördert die Vitalität, die seelische Ausgeglichenheit und regt die Bildung von Vitamin D an, welches den Knochenbau und das Immunsystem stärkt. Auf die Haut kann sich UV-Strahlung jedoch sehr negativ auswirken und Hautkrebs verursachen.

UV-Strahlen werden abhängig von ihrer Wellenlänge in UV-A- und UV-B-Strahlen unterteilt. UV-A-Strahlen können unter anderem eine vorzeitige Alterung der Haut, Sonnenallergien und andere Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Eine starke UV-B-Strahlung kann für Hautkrebs verantwortlich sein.

Durch die dünner werdende schützende Ozonhülle gelangen vermehrt UV-Strahlen, vor allem UV-B-Strahlen, auf die Erde. Damit wird Sonnenbestrahlung immer gefährlicher für die Haut. Wie schädigend die Sonne für die Haut ist, ist von einigen Faktoren - wie dem Breitengrad des Aufenthaltsorts, der Jahres- und Tageszeit und der Dauer der Sonnenbestrahlung - abhängig.

Jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand können die Zellstruktur der empfindlichen Kinderhaut verändern und steigern das Risiko, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken. Da bereits ein kurzer Aufenthalt in der prallen Sonne gefährlich sein kann und 80 Prozent der UV-Bestrahlung im Kindes- und Jugendalter aufgenommen werden, ist es wichtig, immer für einen ausreichenden Sonnenschutz zu sorgen.

Direkte Sonnenbestrahlung vermeiden

Wenige Vorsichtsmaßnahmen reichen aus, um Kinder vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne zu schützen. Im ersten Lebensjahr sollten Babys nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein. Die positiven Auswirkungen der Sonnenbestrahlung erfährt ein Kind auch durch indirekte Sonnenbestrahlung im Schatten.

Um zudem eine Überhitzung des Babys oder einen  Sonnenstich zu vermeiden, ist ein zusätzlicher Sonnenschutz wie ein Schirm oder Verdeck ratsam. Da die Babyhaut sehr empfindlich ist, sollte auf Sonnenschutzcremes oder -öle verzichtet und stattdessen auf eine sonnengerechte Kleidung geachtet werden.

Auch nach dem ersten Geburtstag ist es nicht zu empfehlen, dass Kleinkinder in der direkten Sonne spielen. Schattige Plätze und kindgerechte Sonnenschutzmittel für Gesicht und Hände bieten einen guten Sonnenschutz für Kinder zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr. Ab dem siebten Lebensjahr verträgt die Kinderhaut die direkte Sonne in Maßen, eine Sonnencreme ab Lichtschutzfaktor (LSF) 20, besser noch LSF 30, ist an unbekleideten Körperstellen empfehlenswert. Die Mittagssonne sollte in jedem Alter aufgrund ihrer Intensität gemieden werden.

Vorsicht vor Hitzschlag

Bei allzu heißen Temperaturen, meist in Verbindung mit praller Sonne, steigt die Gefahr für einen Hitzschlag. Wir alle kennen zum Beispiel die alljährlichen Berichte im Sommer, wenn Kinder oder Tiere aus überhitzten Autos befreit werden müssen, weil die Eltern "nur kurz" zum Einkaufen wollten. Doch bereits wenige Minuten in der Sonne können ausreichen, um das Auto auf 50 Grad und mehr aufzuheizen. Dann hilft auch kein Spaltbreit geöffnetes Fenster mehr und Hitzschlag droht.

Gefahr: Hitze im Auto I ADAC 2017

Hitzschlag: Symptome

Zuviel Sonne und/oder Hitze kann besonders bei Kindern zu einem Hitzschlag führen. Ein Hitzschlag zeigt sich vor allem durch Symptome wie

  • rote und trockene Haut, kein Schweiß
  • hohe Körpertemperatur bis über 40 Grad Celsius
  • niedriger Blutdruck
  • erhöhte Herzfrequenz

Menschen mit einem Hitzschlag wirken oft orientierungslos und erkennbar hilfsbedürftig. Die Kinder können verwirrt sein, krampfen und im Bewusstsein getrübt sein bis hin zur Bewusstlosigkeit. Auch plötzliche Appetit- und Lustlosigkeit kann auf eine Überhitzung hindeuten.

Hitzschlag - was tun?

Bei Verdacht auf einen Hitzschlag, also wenn das Kind apathisch ist, kann es sich um einen Sonnenstich: Symptome und Behandlungoder um den lebensgefährlichen Hitzschlag handeln. Es muss immer sofort ein Notarzt gerufen werden - 112! Bis dieser eintrifft, sollte das Kind abgekühlt werden, am besten mit kalten Tüchern und Eispacks oder in einem kühlen Wasserbad. Unbedingt muss dabei auch der Kopf gekühlt werden, indem die Haare nass gemacht oder ein kaltes Tuch aufgelegt wird. Kühle Getränke (nicht eiskalt!) helfen bei Durst.

Vorbeugung vor Hitzschlag bei Kindern

Zur Vorbeugung eines Hitzschlags gibt es verschiedene Maßnahmen:

  • Kinder sollten nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden.
  • Ausgelassenes Toben und sportliche Aktivitäten sind bei starker Hitze nicht empfehlenswert.
  • Kopfschutz und lockere (bitte keine synthetische!) Kleidung können vor Überhitzung schützen.
  • Ausreichend trinken!
  • Im Auto kann die Klimaanlage kühlen oder wenn nicht vorhanden, Fenster zum Lüften geöffnet werden (auch wenn es zieht).
  • Ein Sonnenschutz fürs Auto kann Baby und Kinder vor Hitze durch starke Sonneneinstrahlung schützen.
  • Kinder sollten niemals im geparkten Auto zurückgelassen werden, auch nicht für wenige Minuten.
  • Am Kinderwagen sollte ein Sonnenschutz angebracht werden.
  • Unterwegs ohne Kopfbedeckung sollte immer mal wieder Wasser über den Kopf geschüttet werden (etwa aus einer Wasserflasche).
  • Suchen Sie draußen einen Schattenplatz, an dem etwas Wind geht - Wind kühlt!

Überhitzung und Hitzschlag bei Babys

Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regeln wie Erwachsene und müssen deshalb besonders geschützt werden. Viele Eltern haben vor Überhitzung Angst, da diese auch mit dem plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht wird. Wie die Körpertemperatur eines Babys ist, lässt sich am besten im Nacken prüfen. Baumwollkleidung hilft an heißen Tagen zu kühlen. Anzeichen für eine Überhitzung beim Babys sind Unruhe und Erschöpfung, feuchte und heiße Haut. In einem solchen Fall sollte das Baby sofort an einen kühleren Platz gebracht werden, ihm viel zu trinken (keine warmen Getränke) gegeben oder gestillt und möglichst die Haut bei geeigneter Raumtemperatur mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden.

10 coole Tipps - so schützen Sie Ihr Baby vor der Hitze!

Sonnengerechte Kleidung

Um einen ausreichenden Sonnenschutz für Kinder zu garantieren, ist die sonnengerechte Kleidung sehr wichtig.

  • Ein Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nachenschutz schützen den Kopf und insbesondere das empfindliche Gesicht, den Nacken und die Ohren.
  • Langärmelige Hemden oder T-Shirts sowie möglichst lange Hosen sind ideal, um möglichst viel vom Körper zu bedecken.
  • T-Shirts, Hemden und Hosen sollten aus einem Stoff sein, der UV-Schutz bietet. Der so genannte UV-Protektionsfaktor (UVP) sollte mehr als 30 betragen.
  • Im Wasser schützt ein T-Shirt mit einem hohen UVP die Schultern und den Rücken. Ein nasses Baumwoll-T-Shirt bietet hingegen keinen ausreichenden Schutz, da es strahlungsdurchlässig ist.
  • Schuhe, die den Fuß möglichst weitgehend bedecken, schützen den empfindlichen Fußrücken und die Ferse.
  • Sonnenbrille: Auch die Augen brauchen einen ausreichenden Schutz vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, um Entzündungen der Horn- und Bindehaut zu vermeiden. Eine spezielle Sonnenbrille für Kinder sollte einen UV-Filter nach DIN E 836 und dem Standard UV 400 haben.

Sonnenschutz am Kinderwagen

Um Babys und Kinder vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, empfiehlt sich ein Sonnenschutz für den Kinderwagen. Die speziellen Sonnensegel oder Sonnenschirme werden meist zwischen Verdeck und Schieber gespannt oder lose am Verdeck befestigt. Achten Sie darauf, dass noch genügend Luft zirkulieren kann, das ist besonders an heißen Tagen wichtig.

Sonnenschirme sind ebenfalls als Sonnenschutz für den Kinderwagen geeignet. Sie werden am Gestell befestigt und sind oft flexibel knickbar, lassen sich also je nach Sonnenstand ausrichten. Idealerweise haben Sonnensegel oder Sonnenschirm einen Lichtschutzfaktor. Viele verfügen über Lichtschutzfaktor 50+.

Sonnenschutz im Auto: So wird es Baby und Kind nicht zu warm

Um direkte Sonneneinstrahlung auch unterwegs zu vermeiden und die Insassen vor Hitze zu schützen, empfiehlt sich ein Sonnenschutz fürs Auto. Dieser ist besonders bei längeren Autofahren empfehlenswert. Sonnenblenden werden an der Innenseite der Autoscheibe befestigt. Neben den herkömmlichen Saugnäpfen sind auch moderne Befestigungstechniken im Angebot. Sie sind entweder selbsthaftend oder lassen sich flexibel in den Fensterrahmen ziehen.

Sonnencreme für Baby und Kind

Im ersten Lebensjahr sollte auf Sonnenschutzmittel verzichtet werden. Auch anschließend ist ein sparsamer Umgang damit ratsam. Zwar schützen Sonnencreme und -lotion vor einem Sonnenbrand, fördern aber die Bildung von Pigmentmalen. Diese stellen ebenfalls einen Risikofaktor für Hautkrebs dar.

Bei Kleinkindern empfiehlt sich eine spezielle Kinder-Sonnencreme, die die Kinderhaut weniger austrocknet. Der geeignete Lichtschutzfaktor (LSF) für Kinder beträgt mindestens 20. Das Sonnenschutzmittel sollte UV-A- und UV-B-Strahlen blocken. Wichtig ist, dass die Sonnencreme rechtzeitig, am besten eine halbe Stunde vor dem Hinausgehen an allen unbedeckten Körperstellen sorgfältig aufgetragen wird. Bei längeren Aufenthalten im Freien muss die Haut wiederholt eingecremt werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Beim Schwimmen oder Spielen am Wasser ist es wichtig, wasserfeste Sonnenschutzmittel aufzutragen. Es ist ratsam, das Kind nach jedem Baden erneut mit Sonnencreme einzucremen.

Da auch bei bedecktem Himmel noch etwa 80 Prozent der UV-Strahlung durchkommen, ist hier auch besondere Vorsicht angesagt.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Falls es doch einmal zu einem Sonnenbrand kommen sollte, helfen bei leichten bis mittleren Fällen kalte Umschläge, um die Haut zu kühlen. Zudem können juckreizstillende Gele aus der Apotheke oder eine After-Sun-Lotion die Haut beruhigen. Bei schweren Sonnenbränden ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Rein oberflächlich erholt sich die Haut in der Regel schnell von einem Sonnenbrand, tiefer gehende Schäden können jedoch nicht behoben werden.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Kinder lernen vor allem durch Abschauen. Gehen Sie daher mit gutem Beispiel voran, halten Sie sich ebenfalls überwiegend im Schatten auf, cremen Sie sich mit Sonnenschutzmittel ein und tragen Sie lange Kleidung. Auch Ihre Haut profitiert von ausreichendem Sonnenschutz.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 15. Mai 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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