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Aortenisthmusstenose (ISTA)

Aortenisthmusstenose (ISTA)
Wurde eine Aortenisthmusstenose (ISTA) operiert, ist die Prognose gut, aber es sind regelmäßige Nachuntersuchungen erforderlich
(c) iStockphotofotostorm

Eine Aortenisthmusstenose ist ein angeborener Herzfehler. In der Häufigkeit aller angeborenen Herzfehler liegt sie auf Platz sechs.

Experten halten genetische Ursachen bei einer Aortenisthmusstenose für wahrscheinlich. Die Hauptschlagader (Aorta) ist hierbei in einem bestimmten Bereich eingeengt, was zu einer verminderten Herzleistung führen kann.

Angeborene Herzfehler oft in Kombination

Wie viele angeborene Herzfehler tritt auch die Aortenisthmusstenose nicht selten ohne weitere Komplikationen auf. In 60 Prozent aller Fälle tritt zusätzlich ein Klappenfehler (bikuspidale Aortenklappe) auf. Dazu kommt ein häufigeres Vorkommen von Ventrikelseptumdefekten im Rahmen einer Aortenisthmusstenose. Die Verengung besteht in der absteigenden Körperschlagader, dort wo die linke Armarterie abzweigt. Sie kann auch zusammen mit weiteren Herzfehlern (z.B.  schmale linke Herzkammer, schmale Herzklappe oder offener Ductus arteriosus) vorliegen.

Zwei Einteilungen einer Aortenisthmusstenose bei offenem Ductus arteriosus

Anhand ihrer Lokalisation wird eine Aortenisthmusstenose bei offenem Ductus arteriosus in zwei Arten unterteilt. Der präduktale Typ liegt vor der arteriellen Einmündung des sogenannten Duktus arteriosus, der postduktale Typ dahinter.

Welche Symptome kann eine Aortenisthmusstenose hervorrufen?

Als Leitsymptome gelten Herzgeräusche, die der Untersucher am Rücken wahrnehmen kann. Auch Wadenschmerzen nach Belastung oder ein schlecht tastbarer Leistenpuls werden oft festgestellt. Im frühen Säuglingsalter können beschleunigte Atmung, schlechtes Trinkverhalten des Kindes oder Entwicklung eines Herzversagens deutliche Anzeichen sein. Ein weiteres Symptom ist auch eine messbare Blutdruckdifferenz zwischen den Armen und den Beinen.

Diagnostik bei Aortenisthmusstenose

Die Diagnostik bei Aortenisthmusstenose beinhaltet neben der klinischen Untersuchung des Arztes auch eine Ultraschalluntersuchung (Echokardiografie, Herzsonografie). Nicht selten wird auch eine Röntgenuntersuchung der Blutgefäße (Angiografie) durchgeführt.

Wie sieht die Therapie bei Aortenisthmusstenose aus?

Sind die Symptome ausgeprägt, wird häufig eine Operation durchgeführt, bei der die Enge in der Aorta reguliert wird. Je nach Alter des Kindes sind hier unterschiedliche Eingriffe möglich (Stent, Gefäßerweiterung mit Ballon). Häufig werden auch Medikamente verordnet.

Weitere Prognose

War eine Operation notwendig und ist sie erfolgreich verlaufen, ist eine weitere Prognose gut. Allerdings ist es notwendig, regelmäßige Nachuntersuchungen durchzuführen, da die operierte Aorta später auch noch zu Problemen führen kann, die eventuell behandelt werden müssen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017
Quellen: De Gruyter: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2014. de Gruyter Verlag, Berlin 2013; Gortner, L., Meyer, S., Sitzmann, F.: Pädiatrie. Thieme Verlag, Stuttgart 2012; Online-Informationen des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler e. V.: http://www.kompetenznetz-ahf.de (Stand: September 2014)

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