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Windeln und Wickeln

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Welche Windeln ein Kind trägt und wie es gewickelt wird ist egal - Hauptsache es ist trocken und zufrieden damit
(c) iStockphoto/Milan Zeremski

Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie und womit ein Kind gewickelt werden kann. Ob Wegwerfwindeln oder Stoffwindeln, alle Arten haben Vor- und Nachteile. Welche Windeln verwendet werden, muss jedes Elternpaar daher für sich selbst entscheiden.

Wegwerfwindeln

Wegwerfwindeln werden in Deutschland erst seit den 1950er-Jahren verwendet. Es gibt sie in verschiedenen Größen, die sich nach dem Gewicht des Kinds richten. Wegwerfwindeln sind sehr praktisch in der Anwendung und werden nach dem Gebrauch über den Hausmüll entsorgt. Aufgrund ihres Saugkerns bieten sie einen guten Nässeschutz.

Heute werden alle Wegwerfwindeln nach der so genannten Breitwickelmethode hergestellt, welche die gespreizte Beinhaltung provoziert und so einer Fehlentwicklung der Hüfte (Hüftdysplasie) entgegenwirken soll. Der Nachteil der Wegwerfwindeln liegt in den hohen Kosten und der Umweltbelastung. Es gibt inzwischen aber auch Öko-Wegwerfwindeln, die zumindest teilweise leichter zersetzbar sind.

Stoffwindeln

Bei den Stoffwindeln gibt es immer noch die Wahl zwischen herkömmlichen Mullwindeln und anderen Materialien. In Babyläden und auch Naturläden stehen meistens verschiedene Produkte zur Auswahl. Es gibt vorgefaltete Systeme, Bindewindeln, vorgeformte Windeln und Modelle mit oder ohne Klettverschluss. In Fachgeschäften kann man die verschiedenen Arten meistens an einer Puppe ausprobieren, damit die Wahl leichter fällt.

Inzwischen gibt es in vielen Gegenden auch Windeldienste, bei denen man eine bestimmte Anzahl Windeln pro Woche buchen kann. Diese Anbieter holen die gebrauchten Windeln dann ab, übernehmen die Reinigung und liefern frische Windeln. Über die Stoffwindel wird noch eine Überziehhose angezogen, die aus Wolle, Baumwolle, Mikrofaser oder ähnlichen Materialien bestehen kann.

Kinder, die mit Stoffwindeln gewickelt werden, werden früher trocken als Kinder, die Wegwerfwindeln tragen. Zudem ist der Faktor der Umweltbelastung bei Stoffwindeln deutlich geringer als bei Wegwerfwindeln. Stoffwindeln sind außerdem preisgünstiger, da sie eine einmalige Anschaffung sind und auch für ein weiteres Kind noch verwendet werden können.

Pflege des Windelbereichs

Beim Wechseln der Windel kann der Po des Babys mit einem Waschlappen und lauwarmem Wasser gereinigt werden. Dann wird der Windelbereich mit einem anderen Tuch trocken getupft oder trocken gefönt. Ein Hüftdysplasie ist nur notwendig, wenn die Haut gereizt oder wund ist. Dann kann man eine abdeckende Creme ohne Parfum- und Konservierungsstoffe verwenden. Dies trägt außerdem dazu bei, einer Windeldermatitis vorzubeugen.

Wickeltisch

Ein Wickeltisch oder auch eine Wickelkommode ist hilfreich, da die meisten Kinder bis mindestens ins dritte Lebensjahr gewickelt werden. Er sollte eine ausreichende Arbeitshöhe haben und an einem warmen Platz stehen. Sollte dies nicht möglich sein, lohnt sich die Anschaffung einer Wärmelampe über dem Wickeltisch. Der Rand sollte etwas höher sein, sodass das Kind, auch wenn es sich drehen kann, nicht Gefahr läuft, vom Wickeltisch zu fallen. Der Boden vor dem Wickeltisch sollte leicht zu reinigen sein, falls einmal ein kleines Unglück passiert.

Als Auflage auf dem Wickeltisch ist eine abwaschbare, weiche Matte hilfreich. Durch ein aufgelegtes weiches Handtuch wird der Wickelplatz schön kuschelig für das Baby. Für unterwegs eignet sich eine Wickeltasche, damit Sie alle wichtigen Wickel-Utensilien mitnehmen können.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 17. August 2016
Quellen: Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts-Bibel. Südwest Verlag, München 2007 Höfer, S., Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, München 2007

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