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Sonntag, 19. November 2017
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Nabelpflege beim Baby

Pflege des Nabels
Nabelpflege beim Baby ist wichtig, damit er nach der Geburt vollständig abheilen kann
(c) iStockphoto

Nabelpflege beim Baby ist wichtig, denn der verheilende Bauchnabel muss wie eine andere Wunde auch täglich kontrolliert werden. In der Regel geschieht dies durch die Hebamme. Sie zeigt der Mutter, wie sie den Bachnabel ihres neugeborenen Babys am besten versorgt.

Nabelschnur und Bauchnabel: Wann fällt er ab?

Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und das Ende, das am Bauch des Babys hängt, wird mit einer Klemme oder einen Bändchen verschlossen. Diese verhindern ein Nachbluten aus dem Nabelschnurende und werden oft bereits zwei Tage nach der Geburt entfernt. Bis das Nabelschnurende schließlich vom Bauchnabel beim Baby abgefallen ist, dauert es etwa fünf bis zehn Lebenstage. Die Nabelschnur verbindet während der Schwangerschaft Mutter und Kind. Vom Mutterkuchen (Plazenta) entspringt sie als eine Art fingerdicker Schlauch, der Blutgefäße in sich führt und das Ungeborene mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und „verbrauchtes“ Blut wieder in den Kreislauf der Mutter zurückführt.

Nabelpflege Zuhause

Nach einer fachgerechten Abnabelung empfehlen Ärzte, den Nabelschnurrest beim Baby regelmäßig mit einer 70%igen Alkohollösung zu reinigen. Dies dient dem Schutz vor einer Bakterieninfektion und fördert den Heilungsprozess. In der zweiten Lebenswoche des Babys fällt der bis dahin mumifizierte Nabelschnurrest dann meistens von selber ab. Sind bis dahin keine Komplikationen bezüglich der Heilung entstanden, sollte der Bauchnabel des Babys nun trocken und möglichst offen an der Luft sein. Die Windel sollte den Bauchnabel nicht überdecken. Sie kann gegebenenfalls umgeschlagen werden. Der Bauchnabel des Babys sollte stets trocken und sauber gehalten werden, um ihn vor Infektionen zu schützen. Bei jedem Wickeln sollte er kontrolliert werden. Das Baby kann auch mit Nabelschnurrest gebadet werden.

Welche Mittel werden bei der Bauchnabelpflege beim Baby benutzt?

Die Bauchnabelpflege beim Baby kann mit unterschiedlichen Mitteln erfolgen. Jede Hebamme hat ihr eigenes Rezept und es gibt nicht "das Richtige", sondern viele Arten, die gut funktionieren. Einige Hebammen benutzen antiseptischen Puder, andere nehmen flüssige Lösungen und viele Mütter weltweit pflegen den Bauchnabel ihres Babys lediglich mit Wasser und Seife. Solange der Bauchnabel unauffällig aussieht, sollte nur so viel Pflege wie nötig erfolgen. In Apotheken sind spezielle Nabelpflegesets erhältlich, die aber prinzipiell nicht nötig sind. Im Wochenbett ohne Betreuung durch eine Hebamme kann ein Nabelpflegeset jedoch hilfreich sein.

Folgende Komplikationen erfordern eine besondere Behandlung bei der Nabelpflege des Babys:

  • Das Nabelgranulom bezeichnet eine Veränderung in der Gewebebildung. Eine meist etwa erbsengroße Gewebswucherung wird von ärztlicher Seite mit Silbernitrat verätzt, manchmal auch operiert.
  • Ein Nabelgangrän ist eine Symptomatik, die bei der Zersetzung des Nabelschnurendes auftreten kann. Als übelriechender Fäulnisprozess sollte er konsequent mit Alkohollösung behandelt werden, damit er heilt.
  • Die Nabelentzündung, die beispielsweise durch ein Gangrän oder eine bakterielle Infektion entsteht, kann unter Umständen zu einer Neugeborenensepsis führen. Oft muss sie mit einer Antibiotikum-Therapie behandelt werden.

Wann Sie den Nabel kontrollieren lassen sollten

  • das Baby bekommt Fieber, wirkt apathisch
  • der Nabel und manchmal auch das Gebiet um den Nabel sind gerötet, blutig oder geschwollen
  • der Nabelschnurrest ist geschwollen und stinkt

Wenn die Bauchnabelpflege beim Baby normal verläuft wird, treten in der Regel nur selten Komplikationen auf. Eltern sollten aufmerksam sein, wenn der Bauchnabel ihres Babys blutig ist. Auch ein roter Nabel oder ein wunder Bauchnabel sollte der Hebamme oder dem Kinderarzt gezeigt werden, um drohende Komplikationen auszuschließen oder abzuwenden. Die Nabelpflege beim Baby bis zu dessen Abheilen ist sehr wichtig, verläuft aber in den allermeisten Fällen unkompliziert.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2017
Quellen: Geist, C. , Harder, U. , Stiefel, S. Hebammenkunde, Hippokratesverlag ,Stuttgart 2007; Steck, T., Hertel, E., Morgenstern, C., Pachmann, H., Kompendium der Geburtshilfe für Hebammen. Springer Verlag, Wien 2008; Diedrich, Holzgreve, Jonat, Schultze-Mosgau, Schneider, Weiss, Gynäkologie & Geburtshilfe, Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2007

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