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Studie: Stillen und sozialer Aufstieg hängen zusammen

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2015

Kinder, die gestillt werden, haben laut einer britischen Studie später bessere Chancen, Karriere zu machen und sozial aufzusteigen. Kinder aus wohlhabenden Familien haben durch das Stillen demnach auch ein geringeres Risiko, sozial abzusteigen.

Studie: Stillen und sozialer Aufstieg hängen zusammen
Gestillte Kinder haben haben laut der Studie bessere Chancen aufzusteigen
Getty Images/iStockphoto

Zu diesem Ergebnis kommen britische Forscher in der bisher größten Studie zu diesem Thema. Ihre Theorie, warum Stillen den sozialen Aufstieg fördert: Muttermilch fördert vermutlich die Entwicklung des Gehirns und somit ebenfalls die Intelligenz. Vieles deutet darauf hin, dass gestillte Babys auch später nicht so stressanfällig sind. Der Grund hierfür ist nicht klar: Es könnte die Muttermilch, die enge Bindung von Mutter und Kind beim Stillen oder eine Kombination aus beidem sein.

Untersucht wurden von den Wissenschaftlern 17.000 Menschen mit dem Geburtsjahr 1958 und 1.000 Menschen, die 1970 geboren wurden. Die Personen wurden jeweils im Altern von 10 bis 11 Jahren und mit 33 bzw. 34 Jahren befragt. Demnach erhöhten sich die Chancen für einen sozialen Aufstieg bei gestillten Kindern um 25 Prozent, das Risiko für einen sozialen Abstieg würde durchs Stillen um 20 Prozent gesenkt. "Unsere Studie erweitert die Erkenntnisse über den gesundheitlichen Nutzen des Stillens insofern, als sie zeigt, dass es lebenslange soziale Vorteile haben kann", so die Forscher.

Vorteil des Stillens in der Studie: Hautkontakt & ungesättigte Fettsäuren

Als Erklärung für die Ergebnisse nennen die Forscher zwei Aspekte. Zum einen zeigten die Testpersonen, die als Babys gestillt wurden, bessere kognitive Fähigkeiten als Flaschenkinder, was sich teilweise durch die in der Muttermilch enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (LCPUFA), die für die Entwicklung des Gehirns wichtig sind, erklären lässt. Zum anderen könnte ein wirksamer Effekt der direkte Hautkontakt zur Mutter beim Stillen sein.

Stillempfehlung der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt das ausschließliche Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten. Nach Einführen der Beikost sollten Kinder bis ins Alter von zwei Jahren weitergestillt werden.

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2015
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