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Studie zur Einführung von Beikost

Richtige Abstillmethode fördert gesunde Ernährung

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 05. August 2016

Es ist unter Müttern oft eine Glaubensfrage: Wann und wie soll ich mein Kind abstillen und feste Nahrung dazu geben? Viele glauben, dass das Baby möglichst früh „normal“ essen sollte, statt dauerhaft mit Brei großgezogen zu werden.

Richtige Abstillmethode fördert gesunde Ernährung
Die vom Kind geführte Abstillmethode reduziert anscheinend Risiko für Übergewicht
Getty Images/iStockphoto

Ihnen gibt eine britische Studie recht, die herausfand, dass diese Vorgehensweise tatsächlich dabei helfen kann, dass Kinder später nicht übergewichtig werden.

Ziel der Studie der University of Nottingham war es, herauszufinden, ob die Methode des Abstillens die Nahrungsvorlieben und damit auch die künftige Gesundheit des Kindes beeinflussen kann. Dazu untersuchten die Wissenschaftler 155 Kinder im Alter von 20 Monaten bis sechseinhalb Jahren und befragten deren Mütter nach der Ernährung des Kindes beim Abstillen. 

Vielfalt: Fingerfood nach Interesse reichen

92 Eltern wendeten die durch das Kind geführte Entwöhnungsmethode an, bei der sich das Baby ab dem Alter von sechs Monaten aus einer Vielzahl von Fingerfood auswählen darf. Bei dieser Abstillmethode bekommen die Kinder immer wieder auch feste Nahrung wie zum Beispiel weiche Brotstückchen und dürfen auch darauf herumkauen. Das Baby isst dadurch allmählich immer mehr Beikost und beginnt von selbst, immer weniger Muttermilch zu trinken. Dieses babygeführte Abstillen wird auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. 63 Eltern verwendeten dagegen die konventionelle Löffel-Fütterung, bei der dem Baby vorwiegend Brei gegeben wird.

Nur Brei zu füttern scheint sich negativ auszuwirken

Die Studie zeigte, dass es sich offenbar eher negativ auswirkt, wenn ein Baby nach dem Abstillen zunächst nur mit Brei und Püree gefüttert wird. Denn diese Babys würden später häufiger übergewichtig, wie die Studienautorinnen Ellen Townsend und Nicola Pitchford erklären. Besser für die spätere Gesundheit der Kinder sei es, wenn ein Baby neben der Muttermilch schon früh auch feste Nahrung probieren dürfe. Diese Kinder entwickelten eine Vorliebe für stärkehaltige und damit eher gesunde Lebensmittel und hätten später einen deutlich geringeren Body-Mass-Index als die nur mit Brei gefütterten Babys, die eher Süßes bevorzugten.

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 05. August 2016
Quellen

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