Vorbereitung auf die Geburt

Gut vorbereitet kann man der Geburt entspannter entgegenblicken

Gut vorbereitet kann man der Geburt entspannter entgegenblicken
(Foto: fStop)

Zur Vorbereitung auf die Geburt gibt es zahlreiche Kurse, in denen werdende Mütter und deren Partner lernen können, was rund um die Geburt geschieht und wie sich verschiedene Probleme und Schwierigkeiten überwinden lassen. Meistens beginnen Geburtsvorbereitungskurse zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche, deshalb sollte man eine Anmeldung etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche ins Auge fassen. Über Angebote können sich Interessierte in Kliniken, Familienbildungsstätten, Geburtshäusern, Krankenkassen und bei Hebammen informieren.


Worum geht es bei Geburtsvorbereitungskursen?
Werden die Kosten von Krankenkassen übernommen?
Was bringt ein Geburtsvorbereitungskurs?
Andere Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die Geburt

Worum geht es bei Geburtsvorbereitungskursen?

Geburtsvorbereitungskurse können je nach Art des Kurses inhaltlich sehr unterschiedlich gestaltet sein, grundsätzlich beinhalten sie in der Regel aber folgende Themen:

Schwangerschaft

  • Verlauf und Linderung bestimmter Beschwerden
  • Stärkung des Körperbewusstseins
  • Atem- und Auflockerungsübungen
  • Massagen

Geburt

  • Ablauf und Phasen
  • Wehentypen
  • Unterstützende Körperhaltungen
  • Atemtechniken
  • Entspannung zwischen den Wehen
  • Unterschiede zwischen Kliniken oder Geburtshäusern
  • Umgang mit Schmerzen
  • Umgang mit schwierigen Situationen wie Narkosen und operativen Eingriffen
  • Rolle des Partners/Begleiters

Die Zeit danach

  • Leben mit einem Neugeborenen
  • Pflege und Stillen
  • Neue Rolle als Eltern

Kurse speziell für Mehrgebärende

  • Verarbeitung des Erlebten
  • Entspannungsübungen
  • Vorbereitung der Geschwisterkinder auf das Neugeborene

Einige Geburtsvorbereitungskurse sind ausschließlich für werdende Mütter gedacht, andere sind dagegen für Paare ausgelegt. Bei manchen Kursen gibt es einzelne Termine, zu denen auch Partner mitgebracht werden können.


Werden die Kosten für Geburtsvorbereitungskurse von Krankenkassen übernommen?

Die Kosten für 14 Termine eines Geburtsvorbereitungskurses unter Leitung einer Hebamme werden in der Regel von Krankenkassen übernommen (ohne Partnerbegleitung). Kurse von Physiotherapeuten und Geburtsvorbereitern müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Es gibt außerdem spezielle Kurse für Risikoschwangerschaften, die eine ärztliche Bescheinigung der Risikoschwangerschaft erfordern.


Was bringt ein Geburtsvorbereitungskurs?

Bei Schwangeren, die an einem Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen haben, verläuft die Geburt im Durchschnitt etwas einfacher und unkomplizierter. Sie haben verkürzte Wehenzeiten, nehmen weniger Medikamente ein und stillen ihre Kinder häufiger. Die aktive Auseinandersetzung mit dem Geburtsvorgang und die praktischen Übungen helfen dabei, Ängste abzubauen und der Entbindung entspannter entgegenzublicken.


Andere Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die Geburt

Andere ergänzende Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die Geburt sind beispielsweise Gymnastik- oder Yogakurse und Akupunkturbehandlungen.



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Quellen:
Deans, A.: Die Schwangerschaftsbibel. Südwest Verlag, München 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, München 2007

 

Autor: Christian Emmerling 
Letzte Änderung am: 12.01.2010