Über- oder Untergewicht in der Schwangerschaft

Wenn eine Schwangere über- oder untergewichtig ist, ergeben sich verschiedene Probleme in der Schwangerschaft. Eine Diät ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Falls Sie sich nicht rechtzeitig vor der Schwangerschaft Ihrem Idealgewicht genähert haben, ist jetzt auf jeden Fall eine ausgewogene und gesunde Kost angeraten.

Die Schwangerschaft ist bei starkem Über- oder Untergewicht in jedem Fall vom Facharzt regelmäßig zu überprüfen.

Gewichtskontrolle in der Schwangerschaft


Übergewicht in der Schwangerschaft

Bei Frauen mit starkem Übergewicht verläuft die Schwangerschaft häufiger problematisch als bei normalgewichtigen.

Wann sind Sie übergewichtig?
Starkes Übergewicht liegt vor, wenn die werdende Mutter zu Beginn der Schwangerschaft einen Körper-Massen-Index (Body-Mass-Index, BMI) von deutlich mehr als 30 kg/m² hat. Der Body-Mass-Index errechnet sich aus dem Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Größe. Stark übergewichtig wäre z.B. eine Frau mit mehr als 90 Kilogramm bei 1,65 Metern Größe.

Welche Risiken bestehen für Mutter und Kind?
Man beobachtet eine erhöhte Rate von Fehlbildungen, etwa Neuralrohrdefekte, also offene Rücken, aber auch Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Fehlbildungen des Herzens, der Bauchwand und des Gehirns. Auch die Rate der Frühgeburten und der vorgeburtlichen Infektionen ist erhöht. Da die Kinder oft sehr groß sind, ist ihr Verletzungsrisiko bei der Geburt größer, auch ein Kaiserschnitt ist wahrscheinlicher. Darüber hinaus bekommen stark übergewichtige Frauen in der Schwangerschaft öfter Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und starken Bluthochdruck.

Ursachen unbekannt
Genau kennt man die Ursachen der Probleme nicht. Aber deutlich erhöhtes Übergewicht ist gleichbedeutend mit schweren Ernährungsfehlern. Deshalb vermutet man Vitaminmangel und Stoffwechselprobleme, die sich auf das Kind und die Mutter auswirken.

Empfehlung
Keinesfalls dürfen Sie während der Schwangerschaft radikal abnehmen - das wäre gefährlich. Wichtig sind wirklich regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen, Tests auf Schwangerschafts-Diabetes und Neuralrohr-Defekte. Außerdem sollte man das werdende Kind von einem Ultraschall-Spezialisten auf Fehlbildungen untersuchen lassen. Wenn eine Geburtskomplikation vorauszusehen ist, sollte die Frau in einem spezialisierten Perinatalzentrum entbinden. Dort kann man das Neugeborene notfalls sofort intensivmedizinisch betreuen.

 

Autor: Qualimedic.com AG 
Letzte Änderung am: 13.04.2008