Trainieren des Beckenbodens
Die Beckenbodenmuskeln umschließen bei der Frau die Öffnungen von Vagina und Harnröhre und stützen die Öffnung des Afters, den Darm und die Gebärmutter. Wenn sie nicht ausreichend bewegt oder unter der Geburt extrem ausgedehnt werden, können diese Muskeln ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Die Folge: Das Gewebe der Vagina wird mehr oder weniger schlaff und es kann zur Inkontinenz kommen.
Ungefähr die Hälfte aller Frauen, die Kinder geboren haben, leiden an einer Schwäche des Beckenbodens. Bei ihnen kommt es zu unfreiwilligem Harnverlust. Um dem entgegenzuwirken, haben Physiotherapeutinnen und Hebammen eine Reihe verschiedener Übungen entwickelt.
Neben den medizinischen Effekten kann die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur durchaus auch Vorteile beim Geschlechtsverkehr haben. Die Klitoris wird bei den Übungen näher an die Vagina herangeführt. Bei der Vereinigung mit dem Partner wird die Klitoris direkt und sehr kräftig stimuliert. Daraus ergibt sich ein völlig neues Körpergefühl, eine bessere Durchblutung im Scheidenbereich und eine Steigerung der Empfindungsfähigkeit.
Was Sie selbst tun können: Beckenbodenübungen tun prinzipiell allen Frauen gut, aber gerade nach den höheren Belastungen in der Schwangerschaft sind sie besonders wichtig. Alle Übungen können im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden und sollten nach der Entbindung mehrmals am Tag wiederholt werden. Hier zwei einfache Beispiele:
Den Beckenboden so zusammenziehen, als wenn Sie beim Wasserlassen innehalten wollten. Bis fünf zählen und entspannen.
Wenn Sie ein gutes Körpergefühl entwickelt haben, können Sie zwischen der vorderen und hinteren Beckenbodenmuskulatur, das heißt zwischen der Scheide- und Schließmuskelmuskulatur differenzieren und diese getrennt und bewusst trainieren.Ziehen Sie die Beckenboden- und Gesäßmuskulatur an, als ob sie die Blase leeren wollten, aber warten müssen. Bis fünf zählen und entspannen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
