Thrombophilie und Schwangerschaft
Thrombophilie in der Schwangerschaft
Trotz erblicher oder erworbener Thromboseneigung kann eine Frau
eine Schwangerschaft gesund austragen.
Gefahren bei Thromboseneigung
Bekannt ist
bei einer Thromboseneigung ein erhöhtes Risiko für
Spontanaborte.
Häufigkeit von Thrombophilie
Bei etwa 25% der Patientinnen mit spontanen Aborten oder anderen
Fertilitätsproblemen werden Blutgerinnungsstörungen
gefunden. Schwangerschafts-Komplikationen unklarer Ursache sollten
deshalb ein Anlass sein, nach einer Thrombophilie zu suchen.
Häufigste Gerinnungsstörung ist eine Resistenz gegen
aktiviertes Protein C (APC-Resistenz). Ursache ist ein genetischer
Defekt, die Fakror-V-Leiden-Mutation.
Therapie
Mit einem niedermolekularen
Heparin wie Enoxaparin können während
der Schwangerschaft bei Thrombophilien Komplikationen verhindert
werden.
Patientinnen mit Gerinnungsstörungen können, sobald die
Schwangerschaft festgestellt wird, adäquat mit einem
niedermolekularen Heparin behandelt werden. Dabei hängt die
Dosierung vom Körpergewicht ab oder auch davon, ob etwa
Gerinnungsstörungen kombiniert vorliegen, also etwa die
Kombination einer APC-Resistenz mit einem Antiphospholipid-Syndrom
(APS). Kontrollen des Blutbildes und der Aktivitätsparameter
der Gerinnung sind alle sechs Wochen nötig.
Die Therapie wird bis sechs Wochen nach der Entbindung fortgeführt, da das Thromboserisiko im Wochenbett hoch ist. Bei den meisten Schwangeren bleiben dann die Komplikationen aus. Auch das Stillen ist unter niedermolekularen Heparinen möglich.
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 17.09.2007
