Selbsttest für Wochenbettdepressionen und Depressionen in der Schwangerschaft
Dieser Depressions-Test ist speziell für Schwangere und Frauen, die vermuten, dass sie an einer Wochenbettdepression leiden. Der Test hilft Ihnen dabei, Ihr aktuelles Befinden besser einschätzen zu können. Überlegen Sie bei jeder Frage, wie Sie sich in den letzten zwei Wochen gefühlt haben. Entscheiden Sie sich jeweils für die Antwort, die Ihr Empfinden am besten beschreibt.
I. Ich konnte lachen und die schöne Seite des Lebens sehen.
[0] So wie immer.
[1] Nicht ganz so wie früher.
[2] Deutlich weniger als früher.
[3] Überhaupt nicht.
II. Ich konnte mich so richtig auf etwas freuen.
[0] So wie immer.
[1] Etwas weniger als sonst.
[2] Deutlich weniger als früher.
[3] Kaum oder gar nicht.
III. Ich habe mich grundlos schuldig gefühlt, wenn etwas schief ging.
[3] Ja, sehr oft.
[2] Ja, gelegentlich.
[1] Nein, nicht sehr oft.
[0] Nein, niemals.
IV. Ich war aus unerfindlichen Gründen ängstlich oder besorgt.
[0] Nein, gar nicht.
[1] Selten.
[2] Ja, gelegentlich.
[3] Ja, sehr oft.
V. Ich erschrak leicht oder geriet grundlos in Panik.
[3] Ja, sehr häufig.
[2] Ja, gelegentlich.
[1] Nein, kaum.
[0] Nein, überhaupt nicht.
VI. Ich fühlte mich durch verschiedene Umstände überfordert.
[3] Ja, meistens konnte ich die Situationen nicht meistern.
[2] Ja, gelegentlich konnte ich die Dinge nicht so meistern wie sonst.
[1] Nein, meistens konnte ich die Situation meistern.
[0] Nein, ich bewältigte die Dinge so gut wie immer.
VII. Ich war so unglücklich, dass ich nur schlecht schlafen konnte.
[3] Ja, meistens.
[2]Ja, gelegentlich.
[1] Nein, so gut wie nie.
[0] Nein, gar nicht.
VIII. Ich habe mich traurig oder elend gefühlt.
[3] Ja, meistens.
[2] Ja, gelegentlich.
[1] Nein, nicht sehr häufig.
[0] Nein, gar nicht.
IX. Ich war so unglücklich, dass ich weinen musste.
[3] Ja, die ganze Zeit.
[2] Ja, sehr häufig.
[1] Nur gelegentlich.
[0] Nein, nie.
X. Ich hatte den Gedanken, mir selbst etwas anzutun.
[3] Ja, recht häufig.
[2] Gelegentlich.
[1] Nein, nicht ernsthaft.
[0] Nein, nie.
Auswertung
Zählen sie die Werte der einzelnen Antworten zusammen.
0 bis 10
Ihr Ergebnis liegt in einem Punktebereich, in dem nicht von einer Depression auszugehen ist. Sollte sich Ihr Befinden deutlich verschlechtern, sollten Sie zunächst Rat bei Ihrem Haus- oder Frauenarzt suchen. Leichte Verstimmungen während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung sind häufig auch durch hormonelle oder andere körperliche Veränderungen bedingt und gehen in den meisten Fällen schnell vorüber.
11 bis 16
Die von Ihnen erreichte Punktzahl ist für die Zeit während der Schwangerschaft und nach der Entbindung kein Grund zur übermäßigen Sorge, sofern die verschlechterte Stimmung nicht länger als einige Tage anhält. Sollte dies jedoch der Fall sein, ist zunächst eine Untersuchung durch den Haus- oder Frauenarzt ratsam. Wenn dabei körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können und sich die Stimmung nicht merklich verbessert, sollten Sie sich unbedingt an einen Facharzt wenden.
17 bis 30
Ihr Ergebnis spricht dafür, dass Ihre Stimmung momentan erheblich getrübt ist. Können hormonelle oder andere körperliche Ursachen durch einen Haus- oder Frauenarzt ausgeschlossen werden, sollten Sie professionelle Beratung und Hilfe zur Bewältigung der depressiven Symptome in Anspruch nehmen. Als erster Ansprechpartner kann auch hier der Haus- oder Frauenarzt dienen, der Sie an entsprechende Spezialisten weitervermitteln kann. Selbsthilfegruppen für seelische Probleme während und nach der Schwangerschaft sind eine zusätzliche Möglichkeit, um sich über weitere Maßnahmen zu informieren.
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Quellen:
Online Informationen des Schatten und Licht e.V., Welden: www.schatten-und-licht.de (Stand: März 2009)
Bergant et. al.: Deutschsprachige Fassung und Validierung der "Edinburgh postnatal depression scale". Dtsch. med. Wschr. 16. Januar 1998
Autor: Christian Emmerling
Letzte Änderung am: 25.05.2009
