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Schwangerschaftstests

Urin-Schwangerschaftstests können eine Schwangerschaft nachweisen

Urin-Schwangerschaftstests können eine Schwangerschaft nachweisen
(Foto: BananaStock)

Schwangerschaftstests dienen dazu, eine Schwangerschaft nachzuweisen. Sie messen die Höhe des humanen Choringonadotropins, welches auch als Schwangerschaftshormon HCG bezeichnet wird, im Blut.


Verschiedene Arten von Schwangerschaftstests
Schwangerschaftstest mit Urin
Schwangerschafts-Frühtests
Fehlerquote: falsch negative und falsch positive Schwangerschaftstests
Schwangerschafts-Bluttest
Weitere Methode: Ultraschall und Vaginaluntersuchung

Verschieden Arten von Schwangerschaftstests

Handelsübliche Schwangerschaftstests, die HCG im Urin nachweisen, sind frühestens ab dem Ausbleiben der Menstruation zuverlässig. Außerdem gibt es den Bluttest, der in ärztlichen Praxen und bei Hebammen durchgeführt werden kann. Auch der Bluttest misst die Höhe des HCGs, welches vom Mutterkuchen (Plazenta) in der Schwangerschaft gebildet wird und sich normalerweise innerhalb von 48 Stunden verdoppelt.

Schwangerschaftstest mit Urin

Ein Schwangerschafts-Urintest kann frühestens ab dem Ausbleiben der Periode verwendet werden, empfohlen wird die Anwendung aber zwei Tage nach Ausbleiben der Menstruation. Diese Schwangerschaftstests sind in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich und können zu Hause durchgeführt werden. Das Ergebnis ist dann gemäß Gebrauchsanweisung innerhalb weniger Minuten abzulesen und zu 97 Prozent verlässlich. Da die Konzentration von HCG im Morgenurin am höchsten ist, sollten Urintests morgens nach dem Aufstehen mit dem ersten Urin durchgeführt werden.

Schwangerschafts-Frühtests

Im Handel gibt es verschiedene Schwangerschafts-Frühtests, die bereits fünf oder sechs Tage vor Ausbleiben der Menstruation eine Schwangerschaft anzeigen sollen. Die Zahl der falschen Testergebnisse ist dabei aber sehr hoch. Dazu kommt, dass ein Frühtest zwar positiv anzeigen kann, dann aber häufig trotzdem die Periode einsetzt, da es zu einem so genannten Frühabort kommt, das heißt eine Fehlgeburt vor der 16. Schwangerschaftswoche. Zählt man die ganz frühen Fehlgeburten (vor Ausbleiben der Periode) dazu, so ist die Zahl der Fehlgeburten dreimal höher als die der ausgetragenen Schwangerschaften. Frauen bemerken dies oft gar nicht, sondern empfinden es als verspätete Menstruation. Dies hat die Natur geschickt eingerichtet, um nicht lebensfähige Eizellen, beispielsweise mit genetischen Defekten, abzustoßen.

Fehlerquote: falsch negative und falsch positive Schwangerschaftstests

Schwangerschaftstests, die mindestens zwei Tage nach Ausbleiben der Menstruation durchgeführt werden, sind relativ zuverlässig. Normalerweise werden die Tests mit jedem Tag aussagekräftiger. Allerdings zeigen sie bei manchen Frauen nicht positiv an, obwohl diese schwanger sind. Der Test ist somit falsch negativ. Das kann daran liegen, dass gerade bei längeren Zyklen nicht immer bekannt ist, wann der Eisprung war und somit auch nicht klar ist, wann die Periode eigentlich eintreffen soll (normalerweise zirka 14 Tage nach dem Eisprung). Dieses Ergebnis kommt häufig dann vor, wenn der HCG-Wert noch so niedrig ist, dass der Schwangerschaftstest noch nicht darauf reagiert. Falsch positive Schwangerschaftstests hingegen gibt es nicht. Zeigt ein Test positiv an, so bildet der Körper auch HCG. Allerdings kann es natürlich gerade bei Frühtests vorkommen, dass die Schwangerschaft dann mit der Periode abgeht. In diesen Fällen hätte die Frau davon normalerweise gar nichts bemerkt. Deshalb ist es nicht unbedingt empfehlenswert, einen Schwangerschaftstest bereits vor dem Ausbleiben der Periode durchzuführen.

Nach einer Fehlgeburt oder auch einer Eileiterschwangerschaft dauert es normalerweise eine gewisse Zeit, bis das HCG nicht mehr nachgewiesen werden kann, da der Körper einige Zeit benötigt, um es abzubauen. Auch dann können Schwangerschaftstests noch positiv ausfallen, obwohl die Frau nicht mehr schwanger ist.

Schwangerschafts-Bluttest

In der Praxis des Gynäkologen oder bei einer Hebamme kann auch der Bluttest als Schwangerschaftsnachweis durchgeführt werden. Dabei wird das Hormon HCG im Blutserum nachgewiesen. Dies kann bereits acht bis zwölf Tage nach der Befruchtung positiv ausfallen.

Weitere Methode: Ultraschall und Vaginaluntersuchung

Bleibt die Periode aus, sollte die Frau auch bei einem negativen Schwangerschaftstest ihren Frauenarzt aufsuchen. Der Grund für das Ausbleiben der Periode sollte herausgefunden werden. Ist eine Schwangerschaft sicher auszuschließen, können funktionelle Störungen im Zyklus verantwortlich sein. Der Arzt wird eine vaginale Untersuchung sowie eine Ultraschall-Untersuchung durchführen. Bereits in den ersten Wochen nach der Einnistung kann der Arzt aufgrund der vermehrten Durchblutung bei einer Schwangerschaft eine bläuliche Verfärbung der Schleimhäute, Vulva und Vagina erkennen. Mit dem Ultraschall kann in der Regel bereits in der 4. Schwangerschaftswoche eine Fruchthöhle dargestellt werden. Frühestens in der 6. bis 7. Schwangerschaftswoche kann der Dottersack inklusive Embryo dargestellt werden. Eine Herzaktion des Embryos ist normalerweise innerhalb der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche mithilfe des Ultraschalls erkennbar. Anhand dieser Kriterien kann der Arzt dann auch gegebenenfalls das tatsächliche Alter der Schwangerschaft feststellen.



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Quellen:
Breckwoldt, M. et al. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2008
Diedrich, K. et al. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe. Springer, Heidelberg 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Gräfe und Unzer, München 2007
Haus E., Gross S.: Gynäkologie und Geburtshilfe.Verlag Hauss und Gross, Völklingen 1994

 

Autor: Miriam Funk 
Letzte Änderung am: 01.02.2011
 
 
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