Mittwoch, 23. April 2014

Erste Hinweise auf eine Schwangerschaft

Erste Hinweise auf eine Schwangerschaf
Extreme Müdigkeit kann ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein
Getty Images/Brand X

Manche Frauen spüren bereits sehr früh, dass sie schwanger sind. Ein klassisches Anzeichen ist die morgendliche Übelkeit, doch längst nicht alle Frauen leiden darunter. Es gibt jedoch noch weitere Hinweise.

Woran merken Frauen, dass sie schwanger sind?  Der Körper liefert einige verräterische Hinweise.

Ausbleiben der Menstruation

Das deutlichste Anzeichen für eine Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Menstruation. Doch auch hier ist es beispielsweise bei unregelmäßigen Zyklen schwierig zu sagen, ob die Regel wirklich ausbleibt oder einfach nur "spät dran ist". Außerdem können Faktoren wie Stress und Krankheiten die Menstruation verzögern. Ein selteneres Phänomen bei einer Frühschwangerschaft ist eine leichte Blutung ungefähr neun Tage nach der Einnistung. Diese Blutung ist normalerweise schwächer als die Menstruationsblutung, kann aber als solche irrtümlich verstanden werden. Welche Anzeichen deuten also darauf hin, dass Sie schwanger sind?

Empfindliche Brüste

Bereits wenige Tage nach der Empfängnis beginnen sich Ihre Brüste zu verändern. Sie vergrößern sich zur Vorbereitung auf das Stillen und sind oft empfindlicher als sonst. Bei Frauen, die bereits Kinder haben, kann diese Veränderung der Brust geringer sein. Die Brustwarze verfärbt sich dunkler.

Übelkeit und Müdigkeit

Übelkeit ist ein häufiges Symptom der Frühschwangerschaft (ca. ab der 5./6. Woche). Diese kann leicht oder auch extrem ausgeprägt sein, nur morgens auftreten oder auch zu jeder anderen Tageszeit. Das variiert stark von Frau zu Frau. Zu Ihrer Beruhigung: Normalerweise verschwindet die Übelkeit spätestens in der 14. bis 16. Schwangerschaftswoche. Besonders am Anfang einer Schwangerschaft sind viele Frauen extrem müde und haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Auch dies pendelt sich etwa in der 14. Schwangerschaftswoche wieder ein und Ihre Energie wird wieder zunehmen!

Häufiges Wasserlassen

Schon zwei bis drei Wochen nach der Empfängnis verstärkt sich der Harndrang und man muss häufiger zur Toilette als sonst. Dies liegt an der wachsenden Gebärmutter, die vorübergehend auf die Blase drückt. Auch dieses Symptom legt sich ungefähr in der 14. Schwangerschaftswoche, nämlich dann, wenn die Gebärmutter sich in den Bauchraum hinein verlagert. Der Anstieg des Hormons Progesteron in der Schwangerschaft stimuliert zusätzlich Ihren Blasenmuskel, sodass Sie das Gefühl haben, zur Toilette zu müssen.

Veränderte Sinne

Besonders Ihr Geruchssinn wird in der Schwangerschaft vermutlich sensibler und es kann sein, dass Sie plötzlich eine Abneigung oder ein starkes Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln bekommen. Auch ein metallischer Geschmack im Mund tritt bei Schwangeren gelegentlich auf.

Schwangerschaftstest

Die frei in Drogerien und Apotheken erhältlichen Schwangerschaftstests bestimmen das Schwangerschaftshormon HCG im Urin. Dieses lässt sich ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Regel nachweisen. Ein zu früh durchgeführter Test kann falsch negativ sein, da dann die Menge des HCG noch nicht zum Nachweis reicht.

Bei einem positiven Schwangerschaftstest bzw. dem starken Verdacht auf eine Schwangerschaft, sollten Sie Ihren Gynäkologen bzw. Ihre Gynäkologin aufsuchen, der bzw. die dann eine Schwangerschaft mithilfe anderer Methoden wie beispielsweise der Ultraschall-Untersuchung bestätigen kann. Zusätzlich kann bei Unsicherheiten ein Bluttest durchgeführt werden, um den HCG-Spiegel im Blut zu messen.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die 16 typischen Anzeichen für eine Schwangerschaft

 

16 typische Anzeichen für eine Schwangerschaft
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    Hohe Basaltemperatur

    Typischerweise sinkt die Basaltemperatur kurz vor oder zu Beginn der Menstruation. Eine hohe Basaltemperatur über 14 Tage kann also ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.

    (c) Getty Images/Creatas RF

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    Einnistungsblutung

    Acht bis zehn Tage nach dem Eisprung bemerken einige Frauen eine ganz leichte Blutung, die auch nur blutige Schlieren im Zervixschleim sein können und schreiben den Zyklus voreilig ab. Es könnte eine Einnistungsblutung gewesen sein!

    (c) Piotr Marcinski/Fotolia.com

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    Ausbleibende Menstruation

    Ein deutliches Anzeichen, dass eine Frau schwanger ist, ist die ausbleibende Monatsblutung. Allerdings kann dies auch immer andere Gründe haben. Andererseits gibt es selten auch Frauen, die trotz Schwangerschaft eine Blutung bekommen.

    (c) Getty Images/iStockphoto

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    Ziehen und Bauchschmerzen

    Durch die Veränderungen in der Gebärmutter kann ein starkes Ziehen im Unterleib oder auch richtige Bauchschmerzen auftreten. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Nur wenn die Schmerzen von einer Blutung begleitet werden, sollte der Frauenarzt aufgesucht werden!

    (c) alco81/Fotolia.com

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    Starke Müdigkeit

    Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft sind viele Frauen extrem müde. der Körper sammelt Kräfte für die nächsten Monate. Progesteron, welches nun fleißig produziert wird, macht zusätzlich müde.

    (c) apops/Fotolia.com

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    Veränderungen der Brust

    Ist man schwanger, können die Brüste empfindlicher als sonst sein und sich gespannt und groß anfühlen. Es kann auch sein, dass der Warzenhof sich dunkler verfärbt und die Venen plötzlich deutlicher zu sehen sind.

    Getty Images/BananaStock RF

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    Stimmungsschwankungen

    Launisch, zickig, himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt: Die Hormone spielen verrückt und deshalb sind extreme Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft ganz normal.

    (c) Fotolia.com/courtyardpix

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    Verstopfung

    Die Schwangerschaftshormone wirken sich auch auf den Darm aus, so dass er träge wird. Deshalb ist Verstopfung, ebenso wie Blähungen typisch in der Schwangerschaft.

    (c) Alliance/Fotolia.com

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    Empfindliche Nase

    Vielleicht wird Ihnen vom Geruch des geöffneten Kühlschranks oder von gebratenem Fleisch übel. Die Nase ist in der Schwangerschaft besonders empfindlich und riecht Dinge, die wir sonst gar nicht bewusst wahrnehmen.

    (c) diego cervo/Fotolia.com

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    Übelkeit

    Durch das Schwangerschaftshormon kann eine leichte oder auch starke Übelkeit auftreten, die nur morgens oder auch den ganzen Tag vorhanden ist. Nicht immer muss sie mit Erbrechen einhergehen.

    (c) Piotr Marcinski/Fotolia.com

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    Heißhunger/Geschmacksveränderungen

    Sie haben plötzlich Heißhunger auf merkwürdige Dinge, aber der geliebte Kaffee am Morgen schmeckt nicht mehr? Auch Geschmacksveränderungen, Heißhunger auf bestimmte Dinge und Gelüste sind normal.

    (c) Konstantin Yuganov/Fotolia.com

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    Verstopfte Nase/Schnupfen

    In einer Schwangerschaft wird das Immunsystem etwas runtergefahren. Deshalb sind Schwangere anfälliger für Schnupfen und Erkältungen. Manche Frauen haben aufgrund der hormonellen Veränderungen auch dauerhaft einen "Schwangerschaftsschnupfen".

    (c) Fotolia.com/DoraZett

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    Pickel/unreine Haut

    Durch die Hormonveränderung kommt es in der Frühschwangerschaft häufig zu vermehrten Pickeln, auch wenn man sonst reine Haut hat. In der Regel verschwinden diese wieder, sobald die Hormone sich eingependelt haben.

    (c) diego cervo/Fotolia.com

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    Häufiger Harndrang

    Sie müssen ständig zur Toilette, obwohl dann oft nur wenige Tropfen ausgeschieden werden? Auch das ist typisch. Das Schwangerschaftshormon sorgt für eine vermehrte Durchblutung des Unterleibs, was die Blase anfangs irritiert, sodass sie Alarm schlägt.

    (c) Kristin Gründler/Fotolia.com

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    Verfärbungen der Vagina

    Aufgrund der vermehrten Durchblutung kann es sein, dass die Vagina bläulich violett aussieht.

    (c) Photodisc

    Kristin Gründler - Fotolia

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    Vermehrter Ausfluss

    Der Anstieg des Progesterons führt zu vermehrtem, cremigen Ausfluss. Wenn er Sie stört, können Sie eine Slipeinlage verwenden.

    (c) BananaStock

Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2014
Quellen: Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts-Bibel. Südwest Verlag, München 2007; Stradelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann Verlag, Wiggensbach 2007

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