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Donnerstag, 27. April 2017
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6. Schwangerschaftswoche (6. SSW)

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In der 6. Schwangerschaftswoche (Bild bei 5+5) bekommt Ihr Kind einen eigenen Blutkreislauf
(c) iStockphoto

In der 6. Schwangerschaftswoche entwickelt sich Ihr Baby rasant weiter und auch Sie bemerken Veränderungen an Ihrem Körper.

Größe und Entwicklung des Embryos: Herzschlag!

In der 6. Schwangerschaftswoche (5+0 bis 5+6) ist Ihr Baby vier Wochen alt und vier mm groß - also ein kleines Böhnchen. Zu Beginn der 6. SSW, am 22. Lebenstag Ihres Babys, beginnt das Herz zu schlagen. Der Herzschlag Ihres Babys ist doppelt so schnell, wie der der Mutter. Das Herz verfügt in diesem frühen Stadium bereits über zwei Herzkammern. In der 6. Schwangerschaftswoche geht es mit der Entwicklung des Embryos rasant weiter. In der 6. SSW entwickelt sich vorrangig der Oberkörper. Der Kopf nimmt Gestalt an, das Gehirn entwickelt sich und das so genannte Neuralrohr schließt sich. Die Wirbelsäule erstreckt sich vom Nacken bis zu den zukünftigen Beinen und stabilisiert damit den Embryo. Bauch- und Brusthöhle sowie der Verdauungstrakt fangen an sich auszubilden. Auch die anderen Organe wie die Leber, die Lunge und die Nieren entwickeln sich ständig weiter. Langsam bilden sich die Extremitäten aus und es sind Ansätze von Armen und Beinen zu erkennen. Hirnanhangdrüse und Muskelstränge beginnen zu wachsen. Ihr Baby ist schon in der Lage sich zu bewegen.

Schwangerschaftskalender: Die faszinierende Reise durch 40. Schwangerschaftswochen

Ultraschall in der 6. SSW

Wenn Sie bereits in der 6. Schwangerschaftswoche einen Termin beim Frauenarzt haben, kann es sein, dass im Ultraschall noch nichts zu sehen ist. Das ist jedoch erst mal kein Grund zur Beunruhigung. Ob man etwas sieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Qualität des Ultraschallgeräts und der Position des Embryos in der Gebärmutter. Es muss sich also nicht automatisch um eine Fehlgeburt handeln. Oft ist im Ultraschall jedoch schon eine kleine Fruchthöhle mit dem Embryo zu erkennen. Der Herzschlag wird im Ultraschall meistens erst in der 7. Schwangerschaftswoche sichtbar.

Symptome, Anzeichen & Beschwerden in der 6. Schwangerschaftswoche

Sie befinden sich in der 6. SSW im ersten Drittel der Schwangerschaft. Diese Zeit ist mit einer hormonellen Umstellung verbunden. Das bedeutet, dass Ihr Körper sich an die neue Situation und die zahlreichen Veränderungen anpassen muss. So arbeiten Ihre Organe verstärkt und stellen sich auf die Versorgung und das Wachstum des Embryos ein. Von der Umstellung sind Schwangere aber sehr unterschiedlich betroffen. Einige spüren sie mehr, andere weniger. Viele Frauen spüren ein Ziehen im Unterleib oder auch Bauchschmerzen wie sonst vor der Periode. Aber auch wenn Sie keine Anzeichen spüren, ist das kein Grund zur Sorge. Seien Sie glücklich, dass Sie von den Schwangerschaftsbeschwerden verschont bleiben!

Eine der ersten Veränderungen ist die dunklere Färbung der Warzenhöfe. Diese Veränderung tritt schon sehr frühzeitig auf und gilt häufig als einer der ersten Hinweise auf die Schwangerschaft. Durch die Schwangerschaft findet eine hormonelle Stimulation der Milchdrüsen statt - Ihre Brüste werden größer und empfindlicher. Auch die Adern unter der dünnen Haut an den Brüsten sind deutlicher zu sehen.

Einige Frauen leiden unter Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Sodbrennen und müssen schon bald ihre Lebensgewohnheiten der neuen Situation anpassen. Es kann auch sein, dass Sie in der 6. Schwangerschaftswoche unter Stimmungsschwankungen leiden.

Viele Schwangere haben einen verstärkten Speichelfluss und einen bitteren oder metallischem Geschmack im Mund. Medizinisch ist dies unbedenklich, sollten Sie trotzdem darunter leiden, können diese Maßnahmen helfen:

  • Nehmen Sie stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Nudeln oder Brot sowie Milchprodukte seltener zu sich.
  • Essen Sie viel frisches Obst.
  • Nehmen Sie zwischendurch einen Schluck Zitronenwasser oder lutschen Sie an einer Zitronenscheibe.
  • Gurgeln Sie mit Salzwasser oder speziellem Pulver aus der Apotheke.

Weitere Tipps bei Übelkeit finden Sie hier.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

6. Schwangerschaftswoche (6. SSW)
Nehmen Sie zu ballaststoffreiche Nahrungsmitteln zu sich - spicken Sie Ihr Müsli zum Beispiel mit Haferflocken
(c) iStockphoto/Marko Skrbic

Jeder dritte Deutsche zeigt Anzeichen eines Jodmangels. Während der Schwangerschaft kann dieser Mineralstoffmangel jedoch zu einer frühkindlichen Entwicklungsstörung führen. Falls Sie an einer Schilddrüsenstörung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt ab, ob und wie viel Jod Sie zusätzlich einnehmen sollten. Gelegentlich wird Eisenmangel in der Schwangerschaft zum Problem. Besonders dann, wenn Frauen bereits vor der Schwangerschaft einen Eisenmangel hatten. Ist der Mangel massiv, wirkt sich dies nicht nur negativ auf die Gesundheit der Mutter aus, sondern beeinflusst auch das Geburtsgewicht des Kindes. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie einem Eisenmangel aber gezielt entgegenwirken. Mageres Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte wie beispielsweise Hirse und Spinat gelten als gute Eisenlieferanten. Ihr Arzt hält Ihre Eisenversorgung auch im Mutterpass fest.

Auf rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilchprodukte sollten Sie in den kommenden Monaten verzichten. Sie könnten an einer Infektion erkranken und Ihr Kind damit einem unnötigen Risiko aussetzten.

6. Schwangerschaftswoche (6. SSW/2. Monat): Tipps & Überblick

  • Hören Sie spätestens jetzt auf zu Rauchen. Auch Alkohol ist tabu für die nächsten Monate.
  • Ernähren Sie sich wenn möglich gesund, meiden Sie rohes Fleisch, Fisch und Eier und essen viel frisches Obst und Gemüse.
  • Gönnen Sie sich Pausen, wenn Sie sich müde fühlen und lassen Sie sich nicht stressen.
  • Wenn Sie noch keinen Termin beim Frauenarzt haben, machen Sie für nächste oder übernächste Woche einen Termin aus.

 

 

 

 

Übersicht aller Wochen im Schwangerschaftskalender 

Hier können sie Ihren persönlichen Schwangerschaftskalender passend zum Entbindungstermin sehen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017
Quellen: Huch R., Ochsenbein N., Largo R.: Ich bin schwanger. TRIAS Verlag, Stuttgart 2015; Höfer, S., Scholz, A.: Meine Schwangerschaft. Gräfe und Unzer Verlag, München 2014; Stadelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann, Wiggensbach 2005

Beiträge im Forum "Geburtstermin September/Oktober 2017"
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