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Donnerstag, 28. Juli 2016
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Sauna tut Schwangeren gut - in Maßen

Sauna tut Schwangeren gut - in Maßen
Saunabesuche sind mit Einschränkungen auch während der Schwangerschaft erlaubt
iStock/miljko

Saunieren dient der Entspannung und ist dadurch auch in der Schwangerschaft sehr angenehm. Der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung regt den Kreislauf und den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und entspannt die Muskulatur.

Für Schwangere kann sich der Besuch einer Sauna zusätzlich vorteilhaft auswirken. Durch den Wasserverlust beim Schwitzen verringern sich Wassereinlagerungen. Es wird angenommen, dass schwangere Saunagängerinnen auch eine leichtere Geburt haben. Denn durch regelmäßige Saunabesuche werden die Muskeln nicht nur entspannter sondern auch weicher.

Schwangere können von Beginn der Schwangerschaft bis kurze Zeit vor der Entbindung in die Sauna gehen, wenn

  • sie regelmäßiges Saunieren gewöhnt sind,
  • keine Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten und
  • sie dies zuvor mit ihrem Arzt abgeklärt haben.

Frauen, die bislang keine Erfahrungen mit den "Schwitzkuren" haben, sollten allerdings während der ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft nicht mit dem Saunieren beginnen. Denn in diesem Zeitraum reagiert das Ungeborene besonders empfindlich auf ungewohnte Außeneinflüsse.

Der Saunabesuch: Schwangere sollten kürzer treten

Auch wenn Saunabesuche generell erlaubt sind, sollten Schwangere nun etwas kürzer treten.
Zwei Gänge pro Saunabesuch und Woche sind ausreichend. Ein Saunagang sollte die Zeit von etwa zehn bis zwölf Minuten nicht überschreiten. Außerdem sollten jetzt niedrigere Temperaturen gewählt werden. So sind Saunen mit Temperaturen zwischen 50 und 60 Grad meist besser verträglich als solche, in denen es 90 Grad warm werden kann. Die unteren Bänke sind für werdende Mütter aus zwei Gründen besonders geeignet. Hier wird es nicht so heiß und der Ausgang ist schneller zu erreichen, falls sich die Schwangere plötzlich unwohl fühlt. Auch wenn alle anderen sitzen bleiben - es wird empfohlen, dass Schwangere die Sauna sofort verlassen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen die Wärme nicht gut tut. Frauen sollten auch bedenken, dass Dampfbäder durch das Zusammenspiel aus Wärme und Feuchtigkeit den Kreislauf stärker belasten als trockene Saunen.

Vor dem Saunieren bereitet ein warmes Fußbad den Körper auf die bevorstehende Erwärmung vor und regt die Durchblutung an. Nach dem Saunagang sollten Schwangere allerdings auf den Sprung ins kalte Becken verzichten. Das gilt besonders gegen Ende der Schwangerschaft. Besser ist es, sich mit Wasser aus einem Schlauch abzukühlen. Dabei werden zunächst die Beine und Arme und danach Rücken und Bauch abgeduscht.

Kurz vor der Entbindung ist der Saunabesuch mit Vorsicht zu genießen. Durch die hohen Temperaturen oder bestimmte Düfte im Aufguss können Wehen ausgelöst werden.

Generell gilt: Viel trinken!

Werdende Mütter haben einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit und sollten täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees trinken. Wenn in der Sauna kräftig geschwitzt wird, muss der Flüssigkeitsverlust bald wieder ausgeglichen werden. Gut geeignet sind Mineralwasser und Fruchtschorle.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 04. Januar 2016
Quellen: Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.schwanger-info.de (Stand: Juni 2008): Pressemitteilung des Berufsverband der Frauenärzte e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Bei Schwangerschaft ist Saunabaden möglich. (21.01.2008)

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