Mittwoch, 19. Juni 2013

Natürliche Geburt

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Eine Geburt ist ein natürlicher Vorgang, so alt wie die Menschheit selbst und bedarf im Normalfall keiner Eingriffe von außen
(c) Getty Images/iStockphoto

Eine Geburt ist etwas Natürliches und bedarf im Normalfall keiner technischen Hilfsmittel. Wenn keine Probleme vorliegen, kann jede Frau diesen natürlichen Vorgang aus ihrem vorgesehenen Wissen heraus meistern.

 

Medizintechnische Hilfe für Notfälle

Technische Hilfsmittel werden bei einer Geburt eingesetzt, wenn auf natürlichem Wege eventuelle Probleme nicht gelöst werden können. Die High-Tech Medizin bei der Geburtshilfe konnte in den vergangenen Jahren in vielen Problemsituationen Leben retten. Daraus aber abzuleiten, dass jede Entbindung auch hochtechnisiert "abgewickelt" und geplant werden muss, ist widersinnig. Es besteht durchaus die Gefahr, dass die sachlich kühle Klinikatmosphäre und die routinemäßige Anwendung geburtshilflicher Maßnahmen den natürlichen Geburtsablauf behindern, so dass Eingriffe dadurch erst nötig werden.

Wissen über Geburt vermeidet Ängste

In einer angstfreien, entspannten Atmosphäre lässt sich die Entbindung leichter bewältigen, besonders wenn Frauen ihrer Intuition folgend ihre Geburtsposition frei wählen können. Ob sitzend, stehend, liegend, im Wasser, mit oder ohne besondere Möbel wie dem Geburtsrad, dem Partoball oder anderen Hilfsmitteln. Wenn Frauen selbst entscheiden können, wie sie gebären, treten nachweislich weniger Komplikationen auf. Frauen, die optimal auf ihre Entbindung vorbereitet sind, haben nachweislich weniger Angst und verlangen deutlich weniger Schmerzmittel und Überwachungstechnik, als solche, die sich blind und ahnungslos der Situation ergeben.

Die aufrechte Gebärposition

Auf einer etwa 10.000 Jahre alten Felsmalerei aus der Zentralsahara ist die älteste Geburtsdarstellung zu finden: Sie zeigt eine Geburt im Stehen. Die übliche Rückenlage im Bett ist für den natürlichen Geburtsablauf ungünstig. Lässt man Frauen frei entscheiden, in welcher Position Sie entbinden wollen, so wählen die wenigsten die Rückenlage im Bett.

Bei einer Gebärposition in aufrechter Haltung drückt das Gewicht von Baby, Fruchtwasser und Gebärmutter nach unten und trägt dazu bei, den Muttermund zu öffnen. Im Hocken, Sitzen, Knien oder Stehen hat die Schwangere mehr Kraft zum Mitpressen. Der Druck der Uterusmuskulatur wirkt sich stärker aus, die Wehen sind effektiver und schieben das Baby schneller voran.

Kenntnisse über den Geburtsverlauf, die richtigen Atemtechniken und die Wehen sind die wichtigste Voraussetzung für eine natürliche Geburt.

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2013

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