Mittwoch, 19. Juni 2013

Medikamente während der Entbindung

Einer Gebärenden mit chemischen Medikamenten die Schmerzen nehmen zu können, sie zu beruhigen oder zu narkotisieren, ist eine segensreiche Errungenschaft der modernen Geburtshilfe. Aber immer mehr werdenden Müttern, Hebammen und Ärztinnen bereitet der Einsatz stark wirkender Medikamente bei einem so natürlichen Vorgang wie der Geburt Unbehagen.

Sanfte Alternativen
Sie suchen deswegen nach sanfteren Methoden, die frei sind von Nebenwirkungen und das körperliche und seelische Empfinden weniger stark beeinflussen. In einigen Kliniken hat man schon andere Wege der Schmerzlinderung gefunden und wendet naturheilkundliche Verfahren an, z.B. homöopathische Arzneistoffe, Elektrostimulation, Hypnose oder autogenes Training. Auch eine gute Vorbereitung der Mütter auf die Geburt hilft, Schmerzen besser zu ertragen.

Hilfreiche Akupunktur
Eine erfolgreiche Alternative zu den Medikamenten während der Geburt bietet die Akupunktur. Akupunktur beschleunigt nachweislich den Geburtsverlauf. Eine Studie ergab, dass die Geburt bei Frauen ohne Akupunkturbehandlung um etwa ein bis zwei Stunden länger dauert als bei Frauen mit Akupunkturbehandlung.

Unerwünschte Nebenwirkungen
Die Ärztin wird in Absprache mit Ihnen das eine oder andere Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel einsetzen oder je nach Situation ein Mittel zur Wehenförderung oder Wehenhemmung vorschlagen. Alle Medikamente, die während der Entbindung eingesetzt werden, haben neben den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen: Sie alle wirken vor und während der Geburt auch auf das Kind.


Beruhigungsmittel während der Entbindung

Beruhigungsmittel werden unter der Geburt häufig eingesetzt, wenn Schmerzmittel notwendig werden. Dies geschieht, um die Dosis der Schmerzmittel gering zu halten.

In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche psychoprophylaktische Methoden propagiert, um den Bedarf an Schmerzmitteln bei Geburten zu reduzieren. Das Prinzip all dieser Methoden beruht darauf, die Angst der Gebärenden zu mindern. Die Schwangere wird über den Vorgang der Geburt bestens informiert und lernt einfache Methoden der Selbstkontrolle und Entspannung. Die Methode von Lamaze ist wahrscheinlich das bekannteste Beispiel solch einer Psychoprophylaxe.

Wenn allerdings während der Eröffnungsphase Angst und Verspannung im Vordergrund stehen, können Beruhigungsmittel (Psychopharmaka oder Tranquilizer) eingesetzt werden. Sie wirken angstlösend und muskelentspannend, helfen aber nicht gegen die Schmerzen. Die unerwünschten Nebenwirkungen der Beruhigungsmittel bestehen darin, dass die Schwangere gleichgültiger wird und bei der Geburt nicht mehr so aktiv mitmacht.


Schmerzmittel während der Entbindung

Schmerzmittel unter der Entbindung sollten nicht zur Standardmedikation gehören. Denn Schwangerschaft und Entbindung sind keine Krankheiten und bedürfen eigentlich keinerlei Medikation.

Zwar ist eine Hauptaufgabe der Geburtshilfe die zuverlässige Schmerzbekämpfung, wozu eine Vielzahl von schmerzlindernden Arzneimitteln, Beruhigungsmitteln und Anästhesien für eine individuelle Betreuung zur Verfügung steht, jedoch sollten Schmerzmittel nur im Ausnahmefall und nicht routinemäßig verabreicht werden.

Zur Anwendung können hochwirksame Schmerzmittel (Analgetika) aus der Stoffgruppe der Opiate kommen. Sie dämpfen aber nicht nur die Schmerzempfindung, sondern engen häufig auch das Bewusstsein der Gebärenden ein, machen sie müde und vollkommen teilnahmslos.

Das Narkotikum Pethidin ist zwar altmodisch, wird aber dennoch häufig benutzt. Es ist ein Morphiumabkömmling und wird während der Eröffnungsphase in verschieden hoher Dosierung in Oberschenkel oder Gesäß injiziert. Pethidin verringert das Schmerzempfinden, weil es auf die Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark einwirkt; allerdings dauert es 20 Minuten, bis es wirkt.

Es gibt auch Schmerzmittel, die inhaliert werden können. Der Vorteil dieser Verabreichung besteht darin, dass Sie die Dosis selbst bestimmen können. So können Sie in einigen Krankenhäusern nach Bedarf Lachgas mit der Gesichtsmaske einatmen.

Nachteile und Nebenwirkungen
Die verwendeten Präparate haben eine unterschiedlich lange Wirkungsdauer und mehr oder weniger starke Nebenwirkungen auf Mutter und Kind. Über die Plazenta können die Medikamente auch in den Körper des Ungeborenen gelangen. Da die inneren Organe des Neugeborenen noch nicht in der Lage sind, diese Stoffe in seinem Blutkreislauf abzubauen, kann es nach der Entbindung zu Atemstörungen kommen, der Säugling kann schlaff und schläfrig sein.

Wenn während der Eröffnungsphase Angst und Verspannung im Vordergrund stehen, werden zur Schmerzlinderung oder -ausschaltung Schmerzmittel eingesetzt. Um die Dosis der Schmerzmittel möglichst gering zu halten, werden zusätzlich angstlösende und muskelentspannende Beruhigungsmittel (Psychopharmaka oder Tranquilizer) verabreicht.

In den letzten Jahrzehnten ist eine Reihe von psychoprophylaktischen Methoden propagiert worden, um den Bedarf an Schmerzmitteln zu reduzieren. Das Prinzip all dieser Methoden beruht darauf, die Angst der Gebärenden zu mindern. Die Schwangere wird über den Vorgang der Geburt bestens informiert und lernt einfache Methoden der Selbstkontrolle und Entspannung. Die Methode von Lamaze ist wahrscheinlich das bekannteste Beispiel solch einer Psychoprophylaxe.

Autor: Qualimedic.de
Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2008

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