Schilddrüsen- Unterfunktion in der Schwangerschaft
Schilddrüsenunterfunktion beeinflusst die
Intelligenz des Kindes.
Kinder von Müttern, die
während der Schwangerschaft eine jodmangelbedingte
Unterfunktion der Schilddrüse hatten, schneiden bei
Intelligenztests im Durchschnitt schlechter ab als ihre
Altersgefährten.
Jodunterversorgte Kinder
zeigen häufiger Lernschwierigkeiten in der Schule und
müssen öfter eine Klasse wiederholen.
Zu
diesem Ergebnis kommt eine Studie an amerikanischen Schulkindern im
Alter von sieben bis neun Jahren, berichtet der
Schilddrüsen-Informationsdienst (SDID).
Jodmangel und Entwicklungsstörungen
Die wenigsten Frauen wissen, dass Jodmangel in der Schwangerschaft
Schuld an der verzögerten Entwicklung des Kindes sein kann.
Doch gerade in diesen Monaten benötigt die Schilddrüse
besonders viel Jod.
Ein Mangel bedeutet nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit
der werdenden Mutter, sondern auch ein Risiko für die
körperliche und geistige Reifung des Kindes. Nach Angaben von
Experten kommt jedes zehnte Neugeborene mit einem Kropf zur Welt.
Wird es von seiner jodunterversorgten Mutter ausschließlich
gestillt, kann sich bereits beim Säugling eine Unterfunktion
der Schilddrüse ausbilden.
"Jede dritte Frau weist in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft einen Jodmangelkropf auf", betont Frauenarzt und Schilddrüsenexperte Professor Heinz G. Bohnert aus Hamburg. Da eine ausreichende Jodzufuhr in der Schwangerschaft und Stillzeit durch die Ernährung oftmals nicht möglich ist, sollten Frauen, die in einem Jodmangelgebiet leben, nach Absprache mit ihrem Arzt täglich Jodid-Tabletten einnehmen. Das Kind wird durch diese zusätzliche Jodzufuhr nicht gefährdet, da nicht benötigtes Jod über die Niere der Mutter wieder ausgeschieden wird.
Mehr über Schilddrüsenstörungen hier.
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 17.09.2007
