Die sanfte Geburt
Bei der sanften Geburt geht es nicht um eine leichte, schmerzarme Entbindung, sondern um den behutsamen Umgang mit dem Baby, nachdem es auf die Welt gekommen ist.
Als in den 70er Jahren die damals revolutionären Ideen von Frédéric Leboyer bekannt wurden, wandelte sich allerorts die Geburtshilfe. Leboyer stellte die Forderung auf, dass das Neugeborene liebevoll in Empfang genommen werden sollte. Er wollte vermeiden, dass der Geburtsstress durch unnötige medizinische Maßnahmen verlängert wurde. Aus der Geborgenheit des Mutterleibes sollte sich das Neugeborene langsam an die körperliche Veränderung gewöhnen dürfen. Hierzu gehören folgende Maßnahmen:
Das Neugeborene wird der Mutter auf den Bauch gelegt, es spürt die Wärme, hört die Herztöne und kann sich erst mal von den Strapazen der Geburt erholen.
Die Nabelschnur wird nicht unmittelbar nach der Geburt durchtrennt, dadurch fällt dem Kind die Umstellung auf die selbständige Atmung leichter.
Kind und Mutter wird Zeit gegeben, sich erst einmal kennen zu lernen.
Später wird das Neugeborene warm gebadet und dann zum ersten Mal an die Brust gelegt.
Heutzutage wird man in allen Kliniken "sanft" mit den Neugeborenen umgehen, sofern sie keiner sofortigen ärztlichen Hilfe bedürfen. Die Entbindungszimmer sind besonders warm, das Licht ist gedämpft, damit der Übergang aus dem Mutterleib kein Schock ist.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
