Rundbrief: 6. Schwangerschaftswoche
Ihr Kind bekommt einen eigenen Blutkreislauf
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Ihr Baby ist jetzt bald vier Wochen alt und etwa zwei Millimeter groß. Schon gegen Ende dieser Woche wird es vom Scheitel bis zum Steiß ungefähr vier Millimeter messen.
Schon in der fünften Schwangerschaftswoche ist ein eigener Blutkreislauf durch das bereits schlagende Herz möglich geworden. Jetzt geht es mit der Entwicklung des Embryos rasant weiter. In dieser Woche entwickelt sich vorrangig der Oberkörper. Der Kopf nimmt Gestalt an, das Gehirn entwickelt sich und das so genannte Neuralrohr schließt sich. Die Wirbelsäule erstreckt sich vom Nacken bis zu den zukünftigen Beinen und stabilisiert damit den Embryo. Bauch- und Brusthöhle, sowie der Verdauungstrakt fangen an, sich auszubilden. Auch die anderen Organe wie die Leber, die Lunge und die Nieren entwickeln sich ständig weiter. Langsam bilden sich die Extremitäten aus und es sind schon jetzt Ansätze von Armen und Beinen zu erkennen.
Veränderungen während der Schwangerschaft
Sie befinden sich jetzt im ersten Drittel der Schwangerschaft. Diese Zeit ist mit einer hormonellen Umstellung verbunden. Das bedeutet, dass Ihr Körper sich an die neue Situation und die zahlreichen Veränderungen, die die Schwangerschaft mit sich bringt, anpassen muss. So arbeiten Ihre Organe verstärkt und stellen sich auf die Versorgung und das Wachstum des Embryos ein. Von der Umstellung sind Schwangere aber sehr unterschiedlich betroffen. Einige spüren sie mehr, andere weniger. Die meisten gehen ganz gelassen mit den kleineren und größeren Beschwerden um.
Eine der ersten Veränderungen ist die dunklere Färbung der Warzenhöfe. Diese Veränderung tritt schon sehr frühzeitig auf und gilt häufig als einer der ersten Hinweise auf die Schwangerschaft. Einige Frauen leiden unter Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Sodbrennen und müssen schon bald ihre Lebensgewohnheiten der neuen Situation anpassen. Es kann auch sein, dass Sie jetzt unter Stimmungsschwankungen leiden.
Lesen Sie hier nach, mit welchen Beschwerden Sie möglicherweise rechen müssen.
Tipp: Achten Sie verstärkt auf eine gesunde Ernährung!
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Jeder dritte Deutsche zeigt Anzeichen eines Jodmangels. Während der Schwangerschaft kann dieser Mineralstoffmangel jedoch zu einer frühkindlichen Entwicklungsstörung führen. Sie können Ihren Jodbedarf mit Meeresfisch decken. Denken Sie beim nächsten Einkauf auch an Jodsalz. Falls Sie an einer Schilddrüsenstörung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt ab, ob und wie viel Jod Sie zusätzlich einnehmen sollten.
Gelegentlich wird Eisenmangel in der Schwangerschaft zum Problem. Besonders dann, wenn Frauen bereits vor der Schwangerschaft einen Eisenmangel hatten. Ist der Mangel massiv, wirkt sich dies nicht nur negativ auf die Gesundheit der Mutter aus, sondern beeinflusst auch das Geburtsgewicht des Kindes. Mit einer ausgewogenen Ernährung können Sie einem Eisenmangel aber gezielt entgegenwirken. Mageres Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte wie beispielsweise Hirse und Spinat gelten als gute Eisenlieferanten. Ihr Arzt hält Ihre Eisenversorgung auch im Mutterpass fest.
Auf rohes Fleisch, rohe Eier und Rohmilchprodukte sollten Sie in den kommenden Monaten allerdings verzichten. Sie könnten an Infektionen erkranken und Ihr Kind damit einem unnötigen Risiko aussetzten.
Weitere Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft gibt es hier.
Quellen:
Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts Bibel. Südwest, München 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Gräfe und Unzer, München 2007
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.schwanger-info.de (Stand Juli 2008)
Stadelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann, Wiggensbach 2005
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 07.05.2009
