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Rundbrief: 5. Schwangerschaftswoche

Die Embryonalperiode

Glückliches Paar

Foto: fstop

Jetzt, in der fünften Schwangerschaftswoche, wird Ihr Baby bald drei Wochen alt und hat vom Scheitel bis zum Steiß eine Größe von ungefähr 1,25 Millimetern erreicht. Von der vierten bis zur achten Woche spricht man von der Embryonalperiode, in der sich aus dem Zellknäuel schnell ein kleiner Embryo entwickelt, der fest mit der Gebärmutter verbunden ist.


Bereits jetzt fängt die Entwicklung des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks und des Gehirns an. Langsam bilden sich auch Leber, Nieren, Muskeln und Knochen. Augen und Ohren sind sogar schon an dem kleinen Kopf angedeutet. Beeindruckend ist, dass das Herz in diesem frühen Stadium schon anfängt zu schlagen und die Versorgung aller Organe des Embryos durch ein eigenes Kreislaufsystem sichergestellt wird. Über die Nabelschnur und die Plazenta wird Ihr Baby mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen aus Ihrem Blut versorgt.


Wir berechnen Ihren Geburtstermin

Jetzt wo Sie wissen, dass Sie schwanger sind, stellen Sie sich bestimmt die Frage: Wann wird mein Kind auf die Welt kommen? Um den Geburtstermin auszurechnen, geht man vom ersten Tag der letzten Menstruation aus, zieht drei Monate ab und zählt sieben Tage dazu. Wenn der erste Tag Ihrer letzten Menstruation beispielsweise auf den 16. April 2008 fällt, ist der errechnete Geburtstermin folglich am 23. Januar 2009. Bei dieser Berechnung wird allerdings ein regelmäßiger 28-tägiger Menstruationszyklus vorausgesetzt. Setzt Ihre Regelblutung unregelmäßig ein oder ist Ihr Zyklus länger, wird die Berechnung schwieriger. Hinzu kommt, dass jede Schwangerschaft unterschiedlich verläuft und deshalb das exakte Datum einer Entbindung - auch durch eine Ultraschall-Untersuchung während Ihrer ersten Vorsorgeuntersuchung - nie ganz genau vorhergesagt werden kann.


Anhand des Datums Ihrer letzten Menstruation errechnen wir für Sie den möglichen Geburtstermin Ihres Babys und erstellen einen persönlichen Schwangerschaftskalender, mit dem Sie die 40 Wochen Ihrer Schwangerschaft genau verfolgen können.


Hier gelangen Sie direkt zur Berechnung.


Alkohol und Nikotin - kein Genuss während der Schwangerschaft

Tomate

Foto: BananaStock

Wenn Sie von Ihrer Schwangerschaft völlig überrascht sind und bisher geraucht oder Alkohol getrunken haben, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Denn in der frühen Phase der Entwicklung besteht der Embryo noch aus wenigen und undifferenzierten Zellen, die sich auch noch normal weiter entwickeln können. Zudem ist der Embryo anfangs noch nicht mit dem mütterlichen Kreislauf verbunden.


Jetzt wo Sie von Ihrer Schwangerschaft wissen, sollten Sie jedoch unbedingt auf die schädlichen Genussmittel verzichten. Denn ab jetzt ist der Konsum von Nikotin und Alkohol keinesfalls unproblematisch, sondern kann sehr gefährlich für Ihr Baby werden.


Hier erfahren Sie, wie sich der Konsum von Alkohol, Zigaretten oder anderen Drogen auf Ihre Schwangerschaft auswirken kann.


Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören, brauchen aber noch Tipps und Anregungen für die Umsetzung oder möchten Sie sich einfach mit anderen Schwangeren zum Thema Rauchstopp austauschen? Dann schauen Sie doch einmal in unserem Wartezimmer vorbei.


Tipp: Beugen Sie einem Mangel an Folsäure vor!

Selbst bei gesunder Ernährung kommt es häufig zu einem Mangel an Folsäure, weil dieses B-Vitamin in Lebensmitteln sehr empfindlich auf Lagerungsbedingungen, Hitze und Licht reagiert. Ein Folsäuremangel der Mutter erhöht das Risiko für Fehlbildungen im Nervensystem des Fötus. Während des ersten Drittels der Schwangerschaft sollten Sie daher zusätzlich zur gesunden Ernährung täglich ein Folsäurepräparat zu sich nehmen. Zitrusfrüchte, Tomaten, Vollkornprodukte und grünes Blattgemüse gelten als besonders ergiebige Folsäurequellen. Zusätzlich wird die Einnahme von Folsäure-Tabletten empfohlen.


Vergessen Sie nicht, dass zu einer gesunden Ernährung auch das Trinken zählt! Nehmen Sie während der Schwangerschaft täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich - besser noch mehr. Decken Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf mit Mineralwasser, ungesüßten Früchte- oder Kräutertees oder verdünnten Fruchtsäften.


Weitere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft können Sie hier nachlesen.


Quellen:
Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts Bibel. Südwest, München 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Gräfe und Unzer, München 2007
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.schwanger-info.de (Stand Juli 2008)
Stadelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann, Wiggensbach 2005

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 07.05.2009
 
 
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